Tropical Islands : lohnt sich eine Familienreise in Deutschlands größte Tropenlandschaft?

*Pressereise/Werbung* Übernachtungen an ungewöhnlichen Orten liegen im Trend. Im Tropical Islands im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald gibt es gleich mehrere Möglichkeiten für so ein Mikroabenteuer. Ob sich eine Reise in Deutschlands größte Tropenlandschaft lohnt haben wir Anfang März getestet.

Tropical Islands: mehr als ein Schwimmbad?

Auch falls Ihr noch nicht da gewesen seid: sicher haben die allermeisten von Euch bereits vom Tropical Islands gehört.

Das Tropical Islands ist eine tropische Urlaubswelt in Brandenburg. Die riesige Halle (die ursprünglich als Werft für Luftschiffe gebaut wurde) steht mitten im Nirgendwo und verzeichnet täglich bis zu 6.000 Besucher. Damit ist das Tropical Islands eine der beliebtesten Touristen-Attraktionen Deutschlands.

Highlights der Urlaubswelt sind natürlich die vielen Schwimmbecken, Lagunen, Fontänen, Wasserfälle, Wasserrutschen und der 200 Meter lange künstliche Sandstrand. Aber auch eine Saunalandschaft, einen Indoor-Regenwald mit tropischen Tieren, zahlreiche Shops, Restaurants und verschiedene Freizeit- und Kinderspielbereiche gibt es.

Die Badelandschaft hat rund um die Uhr geöffnet – Ihr könnt also auch um 2.00 Uhr nachts noch in den Pool hüpfen falls Euch danach ist 😊. Damit man sich wirklich wie in den Tropen fühlt, beträgt die Temperatur in der Halle konstant 26 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 70%.

Die Anreise: schnell und nachhaltig mit der Bahn   

Vor unserem Besuch hatten wir ein paar Tage in Berlin verbracht, und sind von dort mit dem Zug angereist. Die zwei Tage im Tropical Islands waren für die Kinder eine Überraschung – sie wussten also nicht  wohin wir fahren – und waren entsprechend aufgeregt.

Da die Tropenwelt nur ca. 60km von Berlin entfernt liegt, verging die  40-minütige Bahnfahrt wie im Flug. Ein wenig verwirrt waren die Drei dann schon als wir auf dem Ziel-Bahnsteig standen. Hier ist nämlich – außer Wald und einem verfallenen Bahnhäuschen – scheinbar nichts Interessantes zu sehen.

Aber als wir um die Ecke biegen erwartet uns der kostenlose „Tropical Island“ – Shuttlebus. Als die Kinder die auf dem Bus aufgedruckte Palmen- und Schwimmbadwelt entdecken sind sie völlig aus dem Häuschen, und schmieden aufgeregt den Plan „sofort ins Wasser zu springen, wenn wir da sind“.

Tropical Islands

Nach weiteren 10 Minuten Fahrt haben wir unser Ziel erreicht. Aber noch müssen sich die Kinder etwas gedulden. Denn vor dem Sprung ins Wasser steht noch unser Check-in an. Nach der Begrüßung werden uns Armbänder ausgehändigt, die als Zimmerschlüssel und gleichzeitig als Bezahlchip dienen. So können wir unkompliziert ohne Geld überall in der Halle bezahlen und die Rechnung am Ende unseres Aufenthalts begleichen.

Als wir unseren Weg zum Zimmer antreten, fühlen wir uns von der Größe des Tropical Islands zu Beginn etwas erschlagen. Auf 66.000 qm muss man sich erstmal orientieren. Nach einem ersten Rundgang durch die Halle findet man sich aber schnell zurecht.

Unsere Unterkunft im Tropical Islands

Um alle Angebote im Tropical Islands ausgiebig zu nutzen, solltet Ihr für mindestens eine Nacht bleiben. Und hier kommen die außergewöhnlichen Übernachtungsmöglichkeiten ins Spiel, denn davon bietet das Tropical Islands zahlreiche. Wer direkt „am Strand“ liegen will, bucht sich eine kleine Abenteuer-Lodge oder – mit weniger Komfort – ein Safari-Zelt. Wer wissen möchte, wie das ist, schaut mal bei Moms Blog vorbei. Patricia hat es mit ihrer Familie ausprobiert und hier von ihren Erfahrungen berichtet.

Tropical Islands

Auf dem angeschlossenen Campingplatz gibt es – neben den klassischen Stellplätzen für eigene Wohnmobile oder Zelte – auch die Möglichkeit ein Tipi oder Lodge-Zelt zu buchen.

Wir haben für zwei Nächte in einem Designer-Zimmer in der Halle übernachtet. Für mehr Platz oder längere Aufenthalte bietet es sich an ein Ferienhaus auf dem Außengelände zu mieten.

Tropical Islands

Als wir unser Designer-Zimmer betreten sind wir begeistert: modern eingerichtet, super sauber und mit kleinen Accessoires die zum Thema „Meer- und Tropenwelt“ passen.

Die Kinder schlafen im Hochbett, dass man über eine Leiter an der Seite erreicht. Eigentlich ist der Schlafplatz für zwei Kinder gedacht – unsere passen auch locker zu Dritt rein.

Tropical Islands

Für uns Eltern steht ein großes, sehr gemütliches Doppelbett bereit. Außerdem gibt es ein kleines Sofa, einen Schreibtisch, Fernseher, zwei Schränke und ein geräumiges Badezimmer. Sogar ein Minikühlschrank und ein Wasserkocher ist da.

Tropical Islands

Die Designer-Zimmer befinden sich direkt in der Halle etwas oberhalb gegenüber der Lagune. Nach dem Auspacken schnappen wir uns gleich  Handtücher, Flipflops und Schwimmflügel und machen uns auf zur ersten Schwimmrunde.

Tropical Islands

Die Lagune liegt gleich gegenüber von unserem Zimmer

Was kosten die Unterkünfte im Tropical Islands?

Wie immer variieren die Preise je nach Unterkunftstyp und Saison. Für ein Wochenende im Winter in einem Zimmer oder einer Lodge zahlt man mit 4 Personen ab € 650,00 inklusive Eintritt, Frühstück und WLAN. Eine Zeltübernachtung ist mit € 450,00 deutlich günstiger, bietet aber eben auch viel weniger Komfort. Wer flexibel ist, sollte einen Blick auf die Angebote auf der Website werfen – hier gibt es immer wieder Rabatte und vergünstigte Konditionen.

Die Tropenlandschaft: was gibt´s zu erleben?

Nach unserer ersten Planschrunde wollen wir die Halle erkunden, also machen wir uns auf zum Rundgang. Die Lagune mit ihren zwei Rutschen, dem Wasserfall und 32 Grad Wassertemperatur haben wir ja schon getestet, aber was gibt es noch zu erleben?

Besonders ins Auge fällt uns natürlich der große Wasserspielplatz Jungle Splash sowie der überdimensionale Rutschenturm. Während ich und die Zwillinge fast 2 Stunden im Jungle Splash verbringen und dabei unzählige Male die 8 Rutschen hinabsausen, trauen der Papa und die Große sich auf Deutschlands höchsten Wasserrutschenturm.

Die Turborutsche ist zwar erst ab 15 Jahren zugelassen, da sie Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 70 km/h erreicht, aber Reifenrutsche und Co. bieten genug Thrill für Familien mit jüngeren Kindern.

Tropical Islands

Gleich neben den Rutscharealen liegt die Südsee mit unzähligen Liegestühlen und einem langen Sandstrand. Während wir Eltern abwechselnd im Liegestuhl dösen, macht der jeweils andere mit den Kindern das Piraten-Spielschiff im Wasser unsicher oder die Kids buddeln im Sand.

Tropical Islands

Irgendwann kommt der Hunger, also laufen wir schnell aufs Zimmer, machen uns ein bisschen frisch und essen am Abend Pizza und Salat im Mondial Food Court. Anschließend wollen die Kinder unbedingt noch zur Lasershow in die Südsee. Also machen wir es uns erneut mit Cocktails in den Liegestühlen bequem und verfolgen die kleine visuelle Reise durch die Welt.

Rutschen, Toben, Relaxen…und nochmal von vorn

So richtig ins Bett wollen die Kinder an diesem Abend natürlich nicht. Es kostet sehr viel Überredungskunst und die Aussicht auf einen weiteren Tag im Tropical Islands um sie schließlich doch in die Betten zu stecken. Und schworen sie gerade noch „wir sind gar nicht müde“, sind sie Sekunden später schon im Reich der Träume.

Während die Kinder tief schlummern haben wir Eltern eine eher mäßige Nacht. Im Zimmer ist es ziemlich warm und die Geräuschkulisse der Halle können wir nicht vollständig ausblenden. Kleine Notiz an uns: beim nächsten Mal Oropax mibringen 😊!

Entsprechend gerädert sind wir am nächsten Morgen. Also erstmal frühstücken. Das Frühstück wird im Sawadee-Restaurant serviert. Das Buffet bietet reichlich Auswahl, es gibt guten Kaffee und frisch gepressten Saft.

Koi-Karpfen beobachten neben dem Frühstückstisch…

Nach dem Frühstück wollen die Kinder natürlich wieder ins Wasser. Auf dem Rückweg zum Zimmer aber entdecken sie den Tropino-Kinderclub und beschließen, dass das Wasser kurz warten kann. Während die Drei also auf der Kletteranlage klettern, die XXL-Legosteine bespielen und mit den kleinen Minicars durch den Parcours düsen (kostet extra: € 1 für 4 Minuten Fahrt) schlendere ich eine Runde durch den Regenwald.

Tropical Islands

Der Regenwald: Flora und Fauna abseits des Trubels

Während in der Halle nämlich schon mächtig Trubel ist, ist es hier im Regenwald angenehm leer. 600 verschiedene Pflanzen und tropische Tiere (u.a. Schildkröten, Drachenfische, Flamingos und Fasane) tummeln sich im Indoor-Dschungel.

Tropical Islands

Auf dem Weg zurück zum Tropino werfe ich einen Blick auf die Außenanlage Amazonia, die leider während unseres Aufenthalts geschlossen hatte. Zu schade, denn hier wartet Deutschlands längster Wildwasserkanal: der 250 Meter lange Whitewater River und – ganz neu – der Surfsimulator Pororoca.

Tropical Islands

Als ich die Kinder und den Papa am Tropino eingesammelt habe überlegen wir kurz, ob wir eine Fahrt im Fesselballon in 60 Metern Höhe über die Tropenlandschaft wagen (kostet ca. € 15,00 pro Person). Aber die Schlange der Wartenden ist lang, also schlüpfen wir lieber in die Badesachen und planschen, rutschen, toben und hüpfen den restlichen Tag im Wasser herum.

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Tropical Islands: das solltet Ihr vor Eurem Besuch wissen

Solltet Ihr jetzt Lust bekommen haben das Tropical Islands auch mal zu besuchen, haben wir einige Tipp für Euch, für die wir im Vorfeld dankbar gewesen wären.

  • versucht unbedingt einen Zeitraum außerhalb der Schulferien (in Berlin und Brandenburg) zu finden! Auch am Wochenende und zwischen den Jahren wird es oft sehr voll. Wir haben zwei Tage in der Woche während der Hamburger Märzferien genutzt. Das Tropical Islands war zwar gut besucht aber es gab nirgends Gedrängel oder übervolle Liegestühle.

Tropical Islands

  • Kalkuliert vorher ein, dass Ihr relativ viel Geld für Essen und Getränke ausgeben werdet. Eigene Speisen dürfen nämlich nicht mitgebracht werden und die Restaurants sind – wie in anderen Freizeitattraktionen auch – relativ teuer. Dafür gibt es aber eine große Auswahl, bei der sicher jeder fündig wird. Wir hatten zusätzlich unsere eigenen Trinkflaschen mitgebracht, die wir regelmäßig mit Leitungswasser aufgefüllt haben.
  • Der Check-in in die Unterkünfte ist meist erst am Nachmittag möglich. Natürlich dürft Ihr aber am Anreisetag bereits morgens die Schwimmlandschaft nutzen. Stellt sicher, dass Ihr dafür eine extra Tasche mit Euren Schwimmsachen gepackt habt. Es ist sonst ziemlich umständlich, wenn Ihr erst alles aus dem Koffer kramen müsst.

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  • Bringt eigene Handtücher und Bademäntel mit. Zwar können diese auch im Tropical Islands ausgeliehen werden, das kostet aber € 3,50 pro Handtuch/Tag bzw. € 5,00 pro Bademantel/Tag plus Kaution.
  • Wenn Ihr die Wellnesslandschaft besuchen wollt, solltet Ihr vorher einen Termin buchen, denn gerade wenn viel los ist, kann es sonst passieren, dass keine Termine für Massage oder Kosmetikbehandlungen mehr verfügbar sind.
  • Die Rutschen sind bis 22.00 Uhr geöffnet. Gegen Abend wird es dort deutlich leerer. Versucht also Euer Abendessen früh einzunehmen, dann könnt Ihr anschließend noch ein paar Runden ohne Anstehen nutzen.

Tropical Islands

  • Falls draußen die Sonne scheint, lässt die durchsichtige Dachfolie etwas 80% der Sonnenstrahlung herein. Mit Glück werdet Ihr in der Südsee also tatsächlich braun 😊

 Tropical Islands: muss man dahin?

Nach zwei Tagen in Deutschlands größter Tropenlandschaft fällt unser Fazit sehr unterschiedlich aus. Die Kinder fanden es „supertoll“, „besser geht´s nicht“ und „wann fahren wir wieder hin?“ 😊

Wir Eltern sind zwiegespalten. Einerseits bietet das Tropical Islands wirklich abwechslungsreichen Bade- und Freizeitspaß für die ganze Familie. Die Schwimmbecken sind super, die Rutschen machen Spaß und alles ist sauber und gepflegt. Auch die ungewöhnliche Chance in einem Schwimmbad zu schlafen und sogar nachts ins Wasser springen zu können ist toll.

Unser Zimmer bot viel Komfort, war geräumig und wir haben uns so wohl gefühlt, dass wir es wieder buchen würden.

Auf der anderen Seite sollte man sich bewusst sein, dass der Geräuschpegel mitunter immens ist. Klar, es halten sich tagsüber viele Menschen gleichzeitig hier auf. Und auch nachts rauscht es durchgehend, was wir als sehr anstrengend empfunden haben.

Tropical Islands

Idealerweise macht Ihr es wie wir und kombiniert Euren Besuch im Tropical Islands mit einer Reise nach Berlin. 4 Tage Sightseeing und Stadtleben in Berlin und anschließend zwei Tage Relaxen und Badespaß im Tropical Islands empfanden wir als ideal.

Abschließend können wir Euch einen Besuch im Tropical Islands – gerade in den Wintermonaten – durchaus empfehlen. Schwimmbadfans fühlen sich hier wie im Paradies und kommen voll auf ihre Kosten. Und bei 26 Grad im Bikini im Liegestuhl zu chillen während es draußen stürmt oder regnet – das hat schon was!

 Ward Ihr schon mal im Tropical Islands? Wie sind Eure Erfahrungen?

 

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