Klartext // Schöne heile Blogger-Welt? Ein Rant!

Gleich vorweg: ich mag es auch sauber und ordentlich.Was ich nicht mag sind Wäscheberge, schmutziges Geschirr das herumsteht und überall herumliegendes Spielzeug. Denn wer findet es nicht schön, wenn Bad, Toilette und Küche frisch geputzt blinken und blitzen und der Fußboden krümel- und spielzeugfrei daherkommt? Und ich mag auch schöne und ästhetische Fotos, auf denen Dinge hübsch arrangiert sind oder Orte toll fotografiert in Szene gesetzt sind.

Aber das wahre Leben sieht in Wirklichkeit ganz anders aus.

Bei uns zu Hause sieht es nämlich derzeit ganz und gar nicht so aus. So wäschebergefrei und aufgeräumt und blitzeblank geputzt. Es sieht eher nach sehr kreativem Chaos aus. Überall liegt Zeugs rum: von Wäschebergen (gewaschen und ungewaschen) über Spielzeug bis hin zu Papierkram der dringend erledigt werden müsste (die Steuererklärung lässt grüßen). Und während ich hier sitze und schreibe sehe ich, dass auch das Frühstücksgeschirr eigentlich noch in die Maschine geräumt werden müsste.

Und egal wie oft ich aufräume – wie durch Zauberhand sieht es am nächsten Tag wieder genauso chaotisch aus. Ich fühle mich oft, als würde ich einen Berg erklimmen wollen, aber der Gipfel einfach unerreichbar bleibt.

Am Wochenende postete ich dieses Foto auf meinem facebook-Account – als Beweis und Statement, dass wir eben keine dieser scheinbar perfekten Blogger-und Instagram Familien sind. Dass bei uns alles ganz normal ist. Dass es meistens unordentlich und chaotisch aussieht.

Wohnzimmer

Wohnzimmer im Normalzustand: unaufgeräumt! (Bild völlig unbearbeitet)

Weil hier 5 Menschen auf in einer verhältnismäßig kleinen Wohnung leben und drei Kinder eben Unordnung machen. Und bei zwei Babys manchmal keine Zeit bleibt für stundenlanges Putzen, Wäsche waschen und zusammenlegen. Gebügelt wird hier nur noch wenn spontan ein Hemd oder Bluse gebraucht wird. Bügeln haben wir schon lange aufgegeben – wird eh´überbewertet, glattstreichen – passt schon. Und geputzt wird hier in Etappen, was den Nachteil birgt, dass wenn man endlich mit der kompletten Wohnung fertig ist, eigentlich wieder vorne anfangen kann, weil das erste Zimmer das letzte Mal vor zwei Wochen dran war 🙁

Die positive Resonanz auf dieses Foto war übrigens enorm – worüber ich mich sehr gefreut habe. Denn scheinbar geht es vielen so wie uns. Wir sind eben nicht perfekt. Und alle anderen laut den Kommentaren eben auch nicht. Wie wunderbar beuhigend.

Und trotzdem setzen mich diese perfekt inszenierten Fotos, die mir von unglaublich vielen Blogs und Instagram-Accounts entgegenstrahlen total unter Druck. Da sehe ich verführerisch angerichtete Speisen, die – angeblich gerade mal schnell gekocht – superschnell und supereinfach nachzumachen sind. Tadellos aufgeräumte Kinderzimmer, in denen alles – vom Teppich bis zum Stiftehalte – perfekt zussammenpasst, so als ob das Zimmer einem Möbelkatalog entsprungen ist. Wohnungen die – je nach Jahreszeit – immer geschmackvoll dekoriert sind. Süße Kinder in kunterbunter teurer Markenmode und Mamis, die offenbar ALLE großes Talent zum Selbermachen und Basteln haben.

Die ungeschminkte Wahrheit

Die Wahrheit bei uns zu Hause ist: am Wochenende gibt es bei uns auch lecker angerichtete Speisen, denn dann kocht mein Mann. Ich habe nämlich kein Talent zum Kochen. Daher beschränkt sich mein Mittagessen meist auf so einfache Dinge wie Tomate-Mozzarella, ein belegtes Baguette oder Nudeln. Geht schnell und macht satt – warm essen ist mit zwei Babys eh´nie erfolgreich. Unser Kinderzimmer sieht meist so aus, als wäre eine Horde Kinder durchgetobt. Abends wird oft alles nur zur Seite geschoben, damit eine Gasse zum Bett bleibt. Und einem Möbelkatalog ist es erst recht nicht entsprungen. Unsere Wohnung ist manchmal jahreszeitlich dekoriert – meistens aber nicht, weil die Zeit fehlt. Und natürlich sind unsere Kinder auch süß und auch wir lieben dänische Kindermode, im Kleiderschrank finden sich aber auch viel Secondhand, H&M, C&A, Tchibo und sogar einige Teile von Aldi und Lidl. Und was das Basteltalent angeht – ähhh, eher nicht. Aber ich bemühe mich stets, weil die MOtte so gern bastelt.

Was müssen das alles für Super-Mamis da draußen sein?  Die stets alles unter Kontrolle haben. Immer saubere Wäsche im Schrank, die Wohnung blitzeblank, sie selbst und die Kinder perfekt gestylt. Ein leckeres, aus regionalen Zutaten selbstgekochtes Mittagessen steht selbstredend auch immer pünktlich auf dem Tisch. Und Weihnachtsgeschenke, Geburtstagsgeschenke und Mitbringsel für spontane Einladungen hat sie natürlich auch immer Monate im Vorraus bereits besorgt. Und natürlich gibt es in diesen Familien auch nie Streit. Mama managt einfach alles ganz easy: ihren Job, Kinder, Haushalt. Ach und fast hätte ich die selbgebackenen Leckereien für Kindergartenfeste, Kindergeburtstage und Weihnachtsfeiern vergessen.

Und dann ist da noch die Sache mit den Wochenenden. Scheinbar machen alle diese Familien am Wochenende immer ganz tolle Ausflüge oder Unternehmungen. Langeweile zu Hause? Fehlanzeige. Ganz ehrlich? Also wir machen auch gern Ausflüge und unternehmen viel, aber es gibt auch mal Wochenenden, an denen hängen wir hier den ganzen Tag in Schlunzklamotten oder Schlafanzug rum und tun nur so langweilige Dinge wie Aufräumen, Wäsche waschen, Putzen und Einkaufen. Und dann kommt es auch vor, dass die Kinder nölig sind, weil sie Langeweile haben.

Perfekte Mamis? Perfekte Familie?

Auf vielen Blogs bekomme ich beim Lesen oft das Gefühl, dass diese Mamis wirklich so perfekt sind. Und dann bekomme ich ein schlechtes Gewissen und gleichzeitig hege ich eine gewisse Abneigung. Es scheint: die haben immer alles im Griff. Sie sind immer nett und freundlich. Und sie geben mit ihrem Perfektionismus auch nicht an oder sowas – ist ja immer alles authentisch. Eigentlich geben sie mir keinen Grund sie nicht zu mögen. Und trotzdem fühle ich mich immer wenn ich sie treffe oder vorbeilese wie ein Versager…

Weil bei uns auch mal eine Tiefkühlpizza auf den Tisch kommt, weil ich Geschenke gern mal auf den letzten Drücker besorge und die Muffins für die Kita auch schon mal mit einer Fertigbackmischung angerührt habe.

Kann das denn wirklich sein? Dass bei diesem Mamis immer nur eitel Sonnenschein ist? Das Geld muss bei denen schier unerschöpflich sein, bei dem was dort immer alles unternommen wird. Was die Kinder geboten und geschenkt kriegen.

Natürlich tun auch wir viel für unsere Kinder. Wollen, dass sie eine schöne und unbeschwerte Kindheit haben. Freuen uns, wenn wir Herzenswünsche erfüllen können. Denn wir lieben unsere Kinder ja. Über alles sogar. Auch ich bemühe mich nach Kräften tolle Kindergeburtstage auf die Beine zu stellen und viel Familienzeit zu organisieren. Aber es muss doch auch Tage geben, an denen es nicht so gut läuft. An denen Langeweile herrscht, die Kinder sich mal anzicken und auch Mama und Papa mit dem falschen Fuß aufgestanden sind. Ich habe meine Kinder gern um mich, aber an solchen Tagen sehne ich den Abend herbei, wenn sie endlich im Bett sind und ich etwas Zeit für mich habe.

Ich will das nicht mehr lesen

Ich bin ehrlich: ich will das nicht mehr lesen und hören. Ich möchte mehr authentische Geschichten. Ich möchte auch mal lesen, wenn es nicht so gut läuft und dass es Kinder gibt die nicht immer nur perfekt sind. Die uns auch mal den letzten Nerv rauben. Die nicht bei jedem Entwicklungsschritt „wirklich früh dran sind für ihr Alter“ oder hochbegabt oder dies und jenes natürlich bereits sehr gut können…

Ich weiß auch so: jede Mama oder Papa liebt sein Kind so wie es ist aus tiefstem Herzen und wünscht sich niemals ein anderes. Ich will auch mal davon lesen, wenn es schwierig ist oder „aus der Norm“ fällt. Warum trauen sich bloß so wenige darüber zu schreiben?

Ich schreibe natürlich auch gern über die schönen Dinge des Lebens. Über die wunderbare Zeit mit meinen Kindern und meiner Familie. Aber ich versuche dabei immer so authentisch wie möglich zu bleiben und auch die unperfekten Dinge nicht auszulassen. So schreibe ich ja auch darüber, dass der kleine Floh ein bißchen hinterher ist in seiner Entwicklung in seinem noch so jungen Leben. Und dass er für mich trotzdem das tollste Kind ist. Und ich sicher bin, dass er das alles aufholt – er lediglich ein bißchen mehr Zeit für manche Dinge braucht.

Denn genau dann – wenn man mal zugibt, dass eben nicht alles immer rund läuft – dann öffnen auch viele andere ihr Herz, mit gleichen oder ähnlichen Erfahrungen und Sorgen und es wird ganz schnell klar: wir müssen uns nicht gegenseitig beweisen wie perfekt wir sind – wir sitzen nämlich eigentlich alle im selben Boot!!

Ich drück´Euch alle Ihr Lieben

Eure Anna

Dieser Beitrag ist inspiriert von der lieben Frida vom Blog 2KindChaos, die eine Blogparade ins Leben gerufen hat, bei der sie auffordert unser wahres Haushaltschaos zu zeigen –

 

47 Comments

  • Nathalie

    19. April 2016 at 22:31

    DaNKE!!! Du sprichst mir aus dem Herzen! Seit ich bei Instagram bin, bin ich sprachlos und frage mich immer wieder, ob die das erst meinen… Bei uns geht es genauso zu wie bei Dir. Ohne unsere Putzfrau, ein lang von mir ersehnter Luxus, würde es noch übler aussehen. So siehte s wenigstens einen Tag in der Woche schön aus 🙂 Dass meine Jungs die Ordnung nach einer Stunde wieder komplett verwüstet haben und ihre Sandkastenschuhe mit Vorliebe auf dem frisch gesaugten Boden verteilen, ist eine andere Geschichte…
    Deshalb hatte ich meinen Blog auch ganznormalemama genannt – um das ganz normale Leben zu beschreiben. Denn das Leben mit Kindern ist eben kein Einrichtungskatalog oder Superfoodimbiss!

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  • Niggelo

    20. April 2016 at 8:08

    Ganz toller Beitrag!
    Hoffentlich melden sich mal ein paar ganz perfekte „Mamas“ und erklären uns, wie sie das schaffen.
    Ich frage mich das jedesmal, nachdem ich solche Beiträge gelesen habe, wie die das alles schaffen, wie das alles drehen, dass die eine solche total perfekte Familie haben, mit perfekter Wohnung, perfektem Mann, perfekten Kindern, die sich höchstens mal ein wenig im Sandkasten kabbeln, und das ist dann schon die größte Katastrophe des Tages.
    Aber eins muss ich noch bemerken, ich habe auch schon erlebt, wenn eine Mutter sich mal traut, ihren Frust (wie es in Wirklichkeit ist) so richtig niederzuschreiben, dann kann es auch schon sein, dass sie von anderen so richtig fertig gemacht wird. Die Leser wollen eben Friede, Freude, Sonnenschein. Schade!

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    • Mama Motte

      20. April 2016 at 20:04

      Oh das ist wirklich schade – ich hoffe, dass passiert nicht so oft, denn es ist doch mutig, wenn mal jemand sagt, wie er sich wirklich manchmal fühlt.

      Antworten
  • Lindebluete

    20. April 2016 at 12:16

    Hier herrscht auch Chaos pur. Ich hab öfter mal weinend in meinem Chaos gesessen und mich gefragt wie die anderen das schaffen.

    Inzwischen sind die dicken einmalwischteile meine besten Freunde. XD

    Antworten
    • SilkeAusL

      23. April 2016 at 10:11

      Ich sage nur: Feuchttücher-die besten Helfer einer Mutter…(manchmal auch eines Vaters).
      Nicht nur für den Po, da kann man eigentlich fast alles mit sauber machen 😉

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  • Ivi

    20. April 2016 at 16:18

    Liebe Anna,
    Du sprichst mir aus der Seele 😉 Ich verstehe es genauso wenig.

    Falls Du mal spiekern möchtest, ich schreibe (hoffentlich) eigentlich immer recht authentisch und habe oftmals z.B. im Wochenrückblick den Eindruck, bei uns passiert fast gar nix im Moment….der pure schnöde Alltag ist einfach nur da.

    LG Ivi

    Antworten
  • Sabine

    20. April 2016 at 20:17

    Mach dir keinen Kopf. Auch bei den „super Muttis“ wird es nicht immer so aussehen. Vielleicht haben einige auch Haushaltshilfen oder die Oma nimmt die Kinder, damit in Ruhe geputzt werden kann. Komm einfach ab und an zu mir auf den Blog, da gibt es regelmäßig das wahre Leben :-).

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  • Anja

    20. April 2016 at 20:32

    Ist es vielleicht aber auch eine Frage der Wahrnehmung bzw. des doch nur ersten Eindrucks?! Ich habe neulich dies dazu gebloggt: http://www.vonguteneltern.de/?p=7625
    Und es ist absolut wichtig und richtig, das was stresst oder mir nicht gut tut, einfach wegzublicken. Das ist ja bei Blogs wesentlich einfacher als im echten Leben, wo sich genau die gleichen Aspekte finden lassen:)

    Liebe Grüße, Anja

    Antworten
  • Ann-Christin

    20. April 2016 at 20:37

    Liebe Anna, DANKE! Gerade heute, wo der Tag nervig und doof war (die Große hat als erstes die Milch in die volle Müslipackung geschüttet und nicht in ihre Schale) tut das richtig gut! Du beschreibst praktisch unser Leben und unser Zuhause, ich folge dir sofort und überall, um mehr von dir zu lesen!
    Viele liebe Grüße, Ann-Christin

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  • Kaddi

    20. April 2016 at 20:52

    Hallo Mama Motte,
    ja-ich lese aus den genannten Gründen kaum noch andere Blogs. Ich schaue ab und zu vorbei und denke, vielleicht gibt es ja heute mal einen schlechten Tag, ein mieses Foto, Frust und Dallerei. Aber andererseits, was habe ich davon. Das Internet ist ja groß und Blogger schießen wie Pilze aus dem Boden. Dann eben weiter suchen nach den Blogs, wo ich das Gefühl habe, die Chemie stimmt, das ist authentisch.

    Ich erwische mich beim Schreiben immer wieder, wie ich an Formulierungen feile, nur um nicht irgendwie schräg rüber zu kommen oder vielleicht sogar irgendwelche Ämter auf mich aufmerksam zu machen. Man weiß ja nie, wieviel Einblick in Familien reicht, um überengagierte Mitarbeiter zu Aktionen familienwidriger Art aufzubringen.

    Im wahren Leben kenne ich tatsächlich solche Mamas, die immer eine geputzte Wohnung, tolle Klamotten, tolles Leben haben. Aber ich weiß auch, was die für einen Stress verbreiten. Man fühlt sich sooo unwohl. Und merkwürdigerweise haben wir immer viel Besuch. Niemand stört mein Chaos, es erfreut meine Besucher, können sie sich doch so herrlich erhaben fühlen und manche fühlen sich sogar bemüßigt, gleich mal abzuwaschen und durchzufegen.. So what.

    Liebgegrüßt.. Kaddi

    Antworten
  • Ilka

    20. April 2016 at 21:07

    Ein toller Beitrag und du sprichst denke ich für viele von uns! 😀

    Auch wir haben kein Friede, Freude Leben! Zwar ist es bei uns eigentlich fast immer aufgeräumt und die Wäsche ist auch gemacht, dass liegt aber an meinem Lebensgefährten der im Gegensatz zu allen anderen, die ich bis dato hatte auch ein Bilderbuchmann ist! Sein liebstes Arbeitsgerät ist glaub ich wirklich der Besen! 😀

    Aber sonst plagen wir uns mit alltäglichen Dingen wie:

    das große Kind (11) ist oft vergesslich und hat keine Lust zu lernen…

    das kleine Kind (4) welches wir am Wochenende bei uns haben ist eine kleine Zicke und bringt einen auch manchmal zum verzweifeln…

    wir nehmen uns immer viel vor an unseren freien Tagen und schaffen das auch… NIE 😀

    Weil einfach die Kraft fehlt oder die LUST fehlt 😀

    Auch bei uns gibt es mal eine Tiefkühlpizza… oder es wird auch mal ein Döner geholt, weil ich einfach keine Lust habe zu kochen oder abzuwaschen…

    Schick dekoriert wird bei mir selten mal ein Teller… 😀

    Das was andere an einem „Wochenende in Bildern“ erleben… wäre bei uns wohl ein „unsere letzten zwei Monate“ in Bildern!

    LG Ilka

    Antworten
    • Mama Motte

      22. April 2016 at 14:01

      Liebe Ilka, Glückwunsch zu dem tollen Mann 🙂 Meiner macht auch viel, und trotzdem kommen wir nicht hinterher 🙂 Und Du bringst mich auf eine fabelhafte Idee: so ein Döner wäre heute ganz fein 🙂

      Liebe Grüße, Anna

      Antworten
      • Ilka

        22. April 2016 at 14:04

        Dann wünsch ich dir einen guten Appetit 😀

        Das Kind hat sich heute Steak und Kräuterbaguette gewünscht 😀 Das krieg ich auch noch gerade so aus dem Ärmel geschüttelt.
        Angerichtet wirds aufm Teller, mit Ketchup! 😀

        LG und schönes Wochenende! Und macht nicht soviel!!!

        Antworten
  • Nicole

    20. April 2016 at 21:07

    Ich geb’s zu, ich achte bei meinen Instagram Bildern auf einen aufgeräumten Hintergrund. Tatsächlich ist das wie ein Zwang. „Was denken die Leute sonst“ war ein Lieblingssatz meiner Oma.
    Im Grunde ist es ja aber so, dass das ganz normale Leben eher kein Foto wert ist. Ich schreibe durchaus auch mal, dass wir gammeln, aber das ist die Ausnahme.
    Auch sind wir fast jeden Sonntag unterwegs, da wir zwei Jahreskarte haben.
    Chaos macht mir Nichts aus und herrscht hier auch oft genug, aber wenn andere Mütter die Kinderzimmer farblich passend und perfekt einrichten möchten, dann sollen sie das auch tun dürfen.

    Liebe Grüße
    Nicole

    Antworten
    • Mama Motte

      22. April 2016 at 13:59

      Natürlich- um Gottes Willen…jeder soll so leben wie er will. Das wollte ich mit meinem Beitrag auch gar nicht sagen. Ich glaube, jeder hat es gern hübsch – egal ob mit Ikea-Möbeln oder den teuren Designerstücken. Aber nicht jeder hat eben ein Händchen oder Lust zu dem allen. Und ich finde, dass sollte man auch sagen oder zeigen dürfen, ohne dass man deswegen gleich verurteilt wird. Genauso wie andersrum 🙂 Dennoch ist im Netzt heutzutage wirklich sehr, sehr viel inszeniert. Und das ist das was mich stört. Da wünsche ich mir mehr Ehrlichkeit…

      Liebe Grüße, Anna

      Antworten
  • Nadine M

    20. April 2016 at 21:26

    Ganzganz wunderbar, danke für diesen Artikel!
    Insgeheim hege ich mittlerweile auch so eine latente Aggression wie du. Und hier ist auch mit einem Kind nicht alles pinteresttauglich…Wir sollten aufhören, uns gegenseitig verrückt zu machen, nicht? Liebe Grüße aus dem Berliner Kinderzimmer!

    Antworten
  • Katharina M-G

    20. April 2016 at 21:30

    Liebe Anna,
    vielen Dank für diesen ehrlichen Blogartikel!
    Ich habe genau die selben Gedanken, wenn ich auf anderen Blogs immer nur von lieben (Geschwister-)Kindern lese, die auch noch ohne zu zanken miteinander spielen. Ebenso die wunderschön dekorierten und immer ordentlich aufgeräumten Wohnungen und Kinderzimmer sowie die durchgestylten Kinder, die nur sündhaft teure Markenklamotten tragen. Wenn ich mich bei uns zu Hause umschaue, müsste ich mich eigentlich schämen, so wie es hier hin und wieder aussieht. Aber ich bin es z.B. leid, den großen Sohn jeden Abend zu bitten, sein Zimmer aufzuräumen. Dann bleiben die Spielsachen halt ein paar Tage auf dem Boden liegen und ich baue mir einen Trampelpfad bis zum Bett. Er fühlt sich auch in diesem Chaos wohl (was er übrigens gar nicht als solches ansieht). Die Spielsachen, die im EG rumfliegen, werden abends schnell ins offene Regal im Wohnzimmer geschmissen… am nächsten Morgen liegt eh wieder alles verteilt rum 🙂 Was ich sagen will: damit es hier so tiptop aussieht, wie bei manch anderen Muttis, wäre ich den ganzen Tag nur mit aufräumen und putzen beschäftigt. Es ist mir ein Rätsel, wie die das schaffen. Trotz allem herrscht bei uns natürlich eine gewisse Grundordnung- und sauberkeit, sonst fühle ich mich nämlich auch nicht wohl 🙂

    Antworten
  • Claudia

    20. April 2016 at 21:30

    Das Erste, was mir beim Lesen in den Sinn kam war der Klassiker unter den Sprüchen: „Es ist nicht alles Gold was glänzt.“ Klar verleiten tolle, nahezu perfekte Instagram-Bilder und Blogberichte aus der ach-so-heilen Welt zu der Annahme, dass das Leben der anderen ein Zuckerschlecken ist. Ich habe mir aber mittlerweile abgewöhnt, in diese Falle zu treten, denn bekanntlich hat ja ein Jeder von uns ein „Skelett im Schrank“- wie es hier so schön heisst. Lass Dich von oberflächlichen, inszenierten Aufnahmen und Erzählungen nicht täuschen, denn dann sind schlechte Laune und ein Druckgefühl vorprogrammiert. Lieber einmal mehr authentische Tiefkühlpizza als perfekt gestellte Biokost….In dem Sinne viele Grüsse! Claudia

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  • Judith

    20. April 2016 at 22:00

    Ähm, ja ich erkenne da gewisse Parallelen. Unser Wohnzimmer sieht ungefähr genau so aus ? Alle zwei Wochen kommt meine Putzfee. Die wunderbar aufgeräumten Flächen halten sich dann ca. bis 18 Uhr so blitzblank. Bis 20 Uhr ist wieder alles zugewachsen. Es hat einen Grund, warum es auf meinem Blog keine Fotos unseres Wohnraumes gibt. Ich schaff es gar nicht, extra für Fotos aufzuräumen. Schön wär’s. Übrigens sind meine raren Rezepte am Blog tatsächlich immer einfach und schnell gemacht, ungelogen. Ich steh nämlich nur ungern länger als eine Stunde in der Küche. ?
    Und meine Kinder sind zwar immer supersüß aber meist auch superanstrengend. Lange Rede, kurzer Sinn: ich meide es, Blogs zu lesen, die mir allzu perfekte Familien- und Wohnwelten zeigen, das macht mich auch immer so … Ja fast ein wenig depressiv. Nur ein bisschen, weil schön wär’s schon…
    Danke für deine realitätsnähe Darstellung! Ich bin ein Fan davon und fühle mit dir. ??
    Liebe Grüße, Judith

    Antworten
  • Anne

    20. April 2016 at 22:30

    Liebe Anna,

    Danke Danke Danke!!! Endlich, ja endlich traut sich mal jemand sowas zu schreiben!!! Genau deshalb liebe ich Deinen Blog so sehr!!! Du bist authentisch, ehrlich und zeigst uns hier nicht diese perfekt inszenierte Scheinwelt sondern die Realität ?
    Du hast diesen Artikel so schön geschrieben, vor allem, dass wir alle im selben Boot sitzen. Warum vergessen das nur so viele??? Ich bin ehrlich, ich hab bis zu Deinem Foto ganz oft auf genau so einem perfekten Blog vorbeigeschaut und mich dann oft schlecht gefühlt. (Kürze Erklärung: Die Mama, welche auf diesem Blog schreibt hat drei Kinder, Ich zwei). Ich dachte nur noch, die hat ein Kind mehr und kriegt soviel hin was Du nicht schaffst… Wie macht die das denn? Dann hab ich Dein Foto gesehen und bin so dankbar dafür… Wieso schämen wir uns eigentlich, dass wir so sind wie wir sind? Wir lieben unsere Kinder genauso, kümmern uns genauso gut um sie, schenken Ihnen genauso viel Liebe usw… Ganz ehrlich ich kaufe diesen Müttern ihr ach so tolles perfektes Leben nicht mehr ab oder haben die Tage bei diesen Menschen mehr Stunden als bei uns? ?? Ich sag dazu nur: Jeder kann das ganze Haus putzen und dann nur diese Fotos posten usw… Ich verurteile diese Leute nicht, das soll jetzt hier niemand falsch verstehen… Ich will nur nicht, dass wir „unperfekten“ Eltern uns schlecht fühlen!! Für unsere Kinder sind wir perfekt!!! Nicht weil wir die teuersten, schönsten und besten Spielzeuge kaufen, nicht weil es blitzblank bei uns ist, nicht weil wir jeden Tag den tollsten Ausflug oder den tollsten Urlaub mit Ihnen machen. Nein… Wir sind perfekt für sie, weil wir sie lieben und sie wissen, dass sie mit allem zu uns kommen können, weil wir Ihnen Geborgenheit, Zuneigung, Vertrauen, Liebe, Anerkennung und Dankbarkeit schenken ?

    Danke Anna!!!

    Liebe Grüsse

    Anne

    Antworten
    • Mama Motte

      22. April 2016 at 13:54

      Liebe Anne, ganz lieben Dank für Deine netten Worte und den ausführlichen Kommentar. Du hast mit jedem Wort Recht. Ich wollte einfach mal loswerden, dass wir nicht immer perfekt sind – und das das Familienleben deshalb schön und glücklich sein kann. Auch ohne Ordnung, teure Klamotten und jedes Wochenende teure Ausflüge.

      Liebe Grüße, Anna

      Antworten
  • Franzi

    21. April 2016 at 7:35

    Ich gebe dir da vollkommen recht. Ich schreibe oft übers Essen und folge deshalb auf Instagram auch einigen Koch-Mamas und bin immer wieder erstaunt mit wieviel Kunst die sogar ihre Brotboxen gestalten… Macht man sowas echt täglich? Und haben die da die Zeit zu?
    Und auch erstaunt bin ich immer von der Einrichtung bei anderen Mamas. Besonders die Kinderzimmer sind ja immer hübsch hergerichtet. Wie geht das? Und wo kommt dieser Geldesel her? Darf ich mir den auch mal ausleihen?
    Ich habe nur ein Baby und komme trotzdem nicht richtig zum Putzen. Und wenn ich mal Zeit habe, dann habe ich einfach auch oft keine Lust… Schließlich ist es auch mal schön nur auf der Couch rumzulümmeln.
    Ich gebe dir also vollkommen recht. Dieser Bloggerwelt ist manchmal wirklich sehr unwirklich.

    LG Franzi

    Antworten
  • Salvia von Liebstöckelschuh

    21. April 2016 at 7:45

    Egal ob Mamablog oder Fashion-, Interior- und Kosmetikblogs, inzwischen meide ich tatsächlich die Blogs, die so dermaßen gestyled und gepimpt daherkommen. Weil das für meine Begriffe eben nicht authentisch ist, sondern dank Inszenierung, Bildbearbeitung und selektiver Wahrnehmung so nach außen transportiert wird.

    Man muss natürlich im Gegenzug auch nicht so masochistisch sein und Bilder vom täglichen Chaos ins Netz stellen – das kennen die meisten und sie suchen ja eigentlich alle Inspiration, wie es schöner sein könnte. Nein, damit meine ich nicht Dein Bild für diesen Beitrag 🙂 sondern einfach die Alternative zum Perfektionismus ganz allgemein.

    Mich persönlich langweilen bei Instagram die Accounts, die wirklich komplett durchgestyled sind und jedes Foto dank massiver Nachbearbeitung und ordentlicher Überbelichtung total clean wirkt – eines wie das andere. Aber es gibt ja glücklicherweise auch schon wieder einen Gegentrend…

    Manchmal überlege ich, ob diese massiv überbelichteten Fotos wohl im reziproken Verhältnis zum Geiste der Publizierenden stehen…

    Liebe Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh

    Antworten
    • Mama Motte

      22. April 2016 at 13:52

      Natürlich will ich auch nicht jeden Tag nur Chaos-Bilder sehen – da gebe ich Dir völlig Recht. Und das Familienleben ist ja auch in der Hauptsache schön und glücklich (sollte man zumindest hoffen), daher gibt es einfach oft mehr Schönes als Schlechtes zu berichten. Aber ab und zu mal einen Beitrag der „ganz normal“ rüberkommt, das tut uns allen gut glaube ich!
      Liebe Grüße, Anna

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  • Julia

    21. April 2016 at 10:06

    Amen!
    Mehr hab ich nicht zu sagen! 😀
    Das ist auch ein Grund, warum ich Food-, Fashion- und Familienblogs gerne meide.

    Du bringst es auf den Punkt! 🙂 Bleib so wie Du bist… Auch Authentizität und echtes Leben hat seine Nische… Ist auch nicht so schwer zwischen all dem perfekten, scripted-reality Gedöhns! LG Julia

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  • AnnaDiaries

    21. April 2016 at 10:41

    Es herrscht gerade totale Erleichterung bei mir hier. Dein Foto entspricht fast genau dem Bild meines Wohnzimmers… Da liegen Jacken und Decken unordentlich auf der Couch. Schuhe stehen gemeinerweise genau im Weg. Ich habe Kartons und Spielzeuge gestapelt in Ecken stehen und joa. Von der Wäsche, die ich wegräumen und waschen sollte, fange ich erst gar nicht an. Das einzige, was bei uns IMMER sofort aufgeräumt wird, ist die Küche, denn da stört es mich ungemein, wenn es dreckig ist. Alles andere… Wird gemacht, wenn ich Zeit habe 😀 10 Minuten am Tag sind drin, wo Müll oder Schmutzwäsche weggeräumt wird, wo die Toilette und Dusche geputzt wird. Aber mehr schaffe ich selten. Das machen wir dann als Familie gemeinsam. Dann kann Kind gleich mal lernen, wie man wischt und staubsaugt 😀

    Antworten
  • Maru

    21. April 2016 at 12:53

    Schon so manches Mal habe ich über genau dieses Thema nachgedacht. Auch in unserer Familie gäbe es über so manche Besonderheit zu berichten, aber ich möchte meinem Kind nicht schaden und so bin ich vielleicht übervorsichtig mit den gewählten Themen. Das Bloggen ist mein Hobby, das soll nicht eines Tages zum Leidwesen unseres Nachwuchs so sein. Authentisch kann man trotzdem sein. Ich teile einfach gerne die schönen Momente und natürlich läuft nicht immer alles wie im Bilderbuch.

    Antworten
    • Mama Motte

      22. April 2016 at 13:49

      Da habe ich Verständnis für – dass man nicht alles preisgibt. Und ich will sicher auch nicht, dass ich meinen Kinder schade. Ich glaube das möchte wohl keine bloggende Mami 🙂 Aber wie Du sagst: authentisch kann man trotzdem sein.

      Antworten
  • Katarina

    21. April 2016 at 12:56

    Genau wie du es bei dir beschreibst, so ist es auch bei uns. (Ich ignoriere die Wäscheberge fleissig, der Mann leider auch und eigentlich könnte ich schon wieder 2 Maschinen waschen, wenn irgendwo platz wäre die Wäsche dann zu lagern…*hust*).

    Bei uns gab es gestern Abend Pizza UND Pommes, weil die Kinder sich das gewünscht hatten und tatsächlich sind sie heute morgen aufgestanden und waren noch nicht Vitaminmangelernährt. Dinkelpizza war das übrigens nicht und auch keine Süßkartoffelpommes XD.

    Ich glaube bei der Blogparade mache ich auch noch mit, muss „nur“ Zeit dafür finden…

    Antworten
  • Beatrice

    21. April 2016 at 13:07

    Hey, du bist doch nicht alleine! 😀

    Ich kenne überhaupt niemanden bei dem alles perfekt ist. Außer es turnen Aupair und Haushälterin im Haus rum.
    Aber wer hat das schon? Und will man das ? Ich nicht. Ich mag mein Chaos. Irgendwie jedenfalls, bis ich einen Anfall kriege und alle Familienmitglieder lautstark zusammen semmel, sie möchten gefälligst mal ihren Kram mit aufräumen! 😀

    Ich versuche meinen aufreibenden Alltag auf meinem Blog zwar möglichst heiter darzustellen, aber hier herrscht oft nicht nur ein Ordungschaos sondern auch eine emotionale Berg- und Talfahrt. 3 Kinder sind nicht nur unfassbar toll, sondern auch mega anstrengend. Und ich bin keine Mama die immer freundlich flötet. ICH RASTE AUCH MAL LAUTSTARK AUS! Das dürfen hier alle. Und somit herrscht „Gewaltungleichheit“.
    Wie lieben und wir streiten uns. Und ich mache Fehler. Und manchmal auch Sachen aus meinem aktuellen Empfinden heraus. Dann bin ich auch einfach mal nur Mensch! Und kein pädagogisches Überwesen mit sensationeller Selbstkontrolle.

    Nen Trotzanfall hatte ich neulich auch.
    http://beatrice-confuss.de/2016/04/08/mama-error-mama-hat-nen-trotzanfall/

    In diesem Sinne
    umperfekte Grüße 🙂

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  • SilkeAusL

    21. April 2016 at 16:58

    Liebe Anna,
    was liest Du denn für komische Blogs?
    Ich kenne keinen, wo es immer alles super-stylisch, super-perfekt ist. Ich würde dann auch nicht weiterlesen(vielleicht auch aus Deinem Grund-dem Druck). Aus eben den ganzen aufgezählten Gründen habe ich auch eine Familienzeitschrift abbestellt. Werbung?Nur die teuersten Kinderklamotten.Rezepte?Alles bioökosupereinfach.
    Berichte?Selten über WIRKLICHE Problemfälle…
    Mal abgesehen davon, dass die Zeitschrift an sich mit ihren fast 50% Werbung auch viel zu teuer ist.
    Lasst Euch nicht alle so „digital“blenden, macht mal Überraschungsbesuche bei den Kindergartenkollegen und staunt dort über den Spiegel Eurer Wohnung. Fussel in den Ecken, benutzte Gläser, Becher, in allen Zimmern Spielzeug verteilt(ausser wahrscheinlich im Kinderzimmer-da ist keins mehr 😉 ).

    LG Silke

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  • Aleshanee

    22. April 2016 at 7:07

    Ein wunderbarer Beitrag, der sicher vielen aus dem Herzen spricht!
    Deshalb hab ich ihn auch gleich mal heute in meiner Stöberrunde verlinkt.

    Ich finde ja, das Leben ist zu kurz, um es mit Dingen zu verschwenden, die einfach nicht wichtig genug sind. Wenn interessiert am Ende, ob die Wohnung immer geputzt oder der äußere Schein gewahrt worden ist? Wichtig sind die schönen Momente, die man mit den Menschen erlebt, die man liebt 😉

    Wünsche dir ein schönes Wochenende!
    Aleshanee

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  • Stefanie

    22. April 2016 at 11:04

    Ich mag es immer, wenn jemand mal sagt, hört mal, wir machen alles so gut wie möglich, und manchmal ist mehr als das Nötigste nicht möglich, und dann kasteien wir uns dafür nicht selbst. Deshalb gefällt mir dieser Beitrag sehr gut. Alles, was mal den Druck von Eltern nimmt, tut gut. Mag sein, dass es Leute gibt, die das wirklich im Griff haben, die im Kopf gut organisiert sind, die das Fly Lady Programm durchziehen oder mitputzende Omas und babysittende Nachbarn haben. Bei größeren Kindern wird’s dann auch wieder einfacher (wenn sie dann auch fegen, staubsaugen und Müll rausbringen können und nicht alles an Mama hängen bleibt. Aber wem tun wir einen gefallen, wenn wir so tun, als wären wir perfekt? Damit verteilen wir den Druck, den wir auf uns lasten spüren, doch nur wieder weiter. Manchmal ist gut genug eben einfach gut genug, und an manchen Tagen klopfe ich mir auf die Schulter, weil ich es trotz allem geschafft habe, Wäsche zu waschen und sogar aufzuhängen – es gibt so Tage, da sind es die kleinen Siege. Liebe Mamas, uns allen geht es besser, wenn wir uns öffnen und ehrlich sind. Und uns gegenseitig stärken statt zu verurteilen 🙂

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  • Anni

    30. April 2016 at 10:00

    Du hast Recht: JA! Natürlich ist das alles Fake! Diese Fotos werden gemacht, weil sie schön anzuschauen sind. Mache ich auch manchmal gerne. Man sollte solche Fotos wirklich nicht zu ernst nehmen. Ich mache manchmal auch nette Fotos, die zeigen aber nur einen Ausschnitt. Drumherum herrscht oft das totale Chaos 😉 Irgendwo hatte ich mal Fotos gesehen: auf der einen Seite der perfekte Bildausschnitt, auf der anderen einen größeren Ausschnitt mit Chaos drumrum. Du kannst mir glauben: KEINE Mutter auf diesem Planeten ist perfekt… und das muss auch keine sein. Den Kindern ist das ganz egal, die brauchen andere Dinge.

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  • Christina

    30. April 2016 at 11:24

    Oh das könnte von mir sein! Nur dass auch das Schreiben nicht zu meinen Spezialitäten gehört. Genausowenig wie das Kochen und Putzen. Gebügelt hab ich schon vor den Zwillingen nur sporadisch. Würd gern noch mehr schreiben aber ich muss zur Schwiemu (heut gibts wieder mal was gscheits). Meine zwei durchfallgeplagten Pavian-Arsch-Mädels (eigentlich nur eine) sind schon dort!
    Schönes Wochenende, genießt es, den Dreck kann man auch ein anders mal wegmachen.

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  • Franzi

    30. April 2016 at 11:44

    Hallo,

    Du hast so recht. Auf dem Couchtisch vor mir stapelt sich auch gerade wieder der Kram, aber ich mach mal lieber kurze Auszeit. Dann geht’s räumen… Unsere unendliche Geschichte… Naja, ich finde es auch krass wie sauber und oft völlig farbneutral manche Kinder spielen. Wenn meine Zwillinge spielen verteilen sie gerne den Inhalt der Legokiste und den Inhalt der Playmobilkiste im Kinderzimmer (und oft auch im Wohnzimmer) und mixen alles, bevor sie die Sockenschublade ausräumen, alle Strumpfpaare voneinander trennen und zwei artfremde Strümpfe als Handschuhe verwenden oO

    joah…

    Das mit dem Geld und teurem Kram fällt mir auch immer mehr auf. Gerade jüngere Mütter, die dem nacheifern, werden doch völlig realitätsfern unter Druck gesetzt. Unmöglich…

    Danke nochmal für den tollen Beitrag!!!

    Liebe Grüße
    Franzi

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