Jetzt mal ehrlich Mama…heute zu Gast: Conny von „allmytruestories“ #malehrlichmama

Die heutige Mama, die ich Euch gern vorstellen möchte, beschäftigt sich privat unter anderem mit einem Thema, dass sich mir – trotz des großen Trends – immer noch nicht erschlossen hat: Yoga! Und gerade weil ich so gar nichts über Yoga weiß – außer dass ich es einmal ausprobiert habe, und es nicht mein Ding ist – finde ich ihren Blog so spannend. Denn ich lese andere Blogs vor allem aus dem Grund, dass sich mir Sicht- und Lebensweisen erschließen, die nicht meine eigenen sind. Ich habe dadurch schon oft etwas für mein eigenes Leben mitgenommen und finde es einfach spannend, was andere Mamis so beschäftigt.

Aber nicht nur um Yoga geht es bei Conny vom Blog „allmytruestories„, sondern natürlich auch um Themen rund um die Familie und ihren Alltag – kleine Geschichten und Anekdoten, die sie erlebt hat oder die sie beschäftigen und die dann mal lustig, mal ironisch und mal nachdenklich verbloggt werden.

Über die Mama und den Blog

header_2015_spring

Bildrechte: allmytruestories

Bitte stelle Dich kurz vor und erzähle, was uns auf Deinem Blog erwartet

Hallo, ich heiße Conny, bin 37 Jahre alt und wohne mit Mann und Maus (4,5 Jahre) im schönen Günzburg (Bayern).

Mein Blog heißt „allmytruestories – Lauter wahre Geschichten“ und umfasst inzwischen gut 100 Kurzgeschichten, die allesamt auf wahren Begebenheiten beruhen – nämlich auf von mir erlebten Alltäglichkeiten. Die Themen sind so unterschiedlich wie mein Leben und spiegeln den jeweils aktuellen Lebensabschnitt wieder. Früher habe ich viel zum Thema Arbeit & Kollegen geschrieben, während sich heute die meisten Geschichten um Kinder & Familie, aber auch um Yoga drehen.

Muttersein ist für mich…

…die schönste und gleichzeitig anstrengendste Sache der Welt.

Wenn ich mal nervlich am Ende bin, dann tanke ich neue Kraft am besten beim…

Yoga – der Geheimtipp überhaupt!

Manchmal frage ich mich, warum ich das erst mit Mitte 30 herausgefunden habe … ich denke, Yoga hätte mir schon 15 Jahre früher gute Dienste geleistet.

Jetzt mal ehrlich, liebe Conny…

Welche Eigenschaft als Mama kannst Du an Dir nicht ausstehen? Und welche magst Du ganz besonders?

Ich bin sehr ungeduldig … vor allem mit mir selbst, aber inzwischen auch oft mit meinem Schnuppi. Ich weiß, dass das nicht gut ist und arbeite da auch ständig an mir (Stichwort: Yoga), aber manchmal bricht es halt doch aus mir heraus.

Die zweite Frage habe ich an meinen Sohn weiter gegeben, um zu sehen, wie er das sieht – und hier sind wir uns zum Glück einig.

„Dass Du so toll kuscheln kannst.“

Und das mag ich auch besonders – körperliche Nähe, kuscheln einfach so, auf der Couch, beim Lesen, im Bett, beim Einschlafen, Küsschen verteilen…

Je älter er wird, desto weniger Zeit verbringt er ja an und auf mir … mit einem Baby hat man stundenlange Kuscheleinheiten am Tag … bei einem Viereinhalbjährigen sieht das schon anders aus. Daher genieße ich diese körperliche Nähe und Kuschelzeit ganz besonders, denn irgendwann findet er das sicher voll uncool, mit Mama zu kuscheln.

Bist Du spießiger geworden, seit Du Mama bist? Und wenn ja: in welchen Dingen?

Spießig klingt irgendwie immer negativ. Ich denke, als Eltern wird man automatisch vorsichtiger, weniger risikobereit, weil man eben nun nicht mehr nur für sich selbst verantwortlich ist, sondern es da plötzlich einen Menschen gibt, für den man mit verantwortlich ist, der sich auf einen verlässt und der auch noch eine ganze lange Weile, zumindest ein Stück weit, von einem abhängig ist.

Aber um ein paar Beispiele zu nennen:

In Ernährungsfragen bin ich spießiger geworden – ich weiß, dass ich als Kind morgens auch lieber Nutellabrot statt Müsli gegessen habe, und doch versuche ich nun, meinem Kind eben dieses gesunde Müsli schmackhaft zu machen.

Außerdem fahre ich seit inzwischen drei Jahren nur noch mit Helm Fahrrad – also genau seit dem Augenblick, als unser Schnuppi mit dem Laufradfahren anfing. Man geht ja mit gutem Beispiel voran, auch wenn es etwas blöd aussieht – schließlich bin ich nicht bei der Tour de France.

Wie bringt Dich Dein Kind am schnellsten zur Weißglut? Welche Eigenschaften Deines Kindes bringen Dich auf die Palme?

Aktuell mit dem Thema An- und Ausziehen. Ich kann mich erinnern, dass er mit noch nicht mal zwei Jahren ganz stolz war, dass er sich fast vollständig alleine anziehen konnte … Socken, Hosen, T-Shirts, Jacke mit Reißverschluss, Schuhe – alles!

Und heute? Mit viereinhalb Jahren? Da habe ich jeden Morgen ein Riesen-Theater, wenn es darum geht, den Schlafanzug auszuziehen und die bereitgelegten Klamotten für den Kindergarten anzuziehen. Da kann er auf einmal nicht mal seine Unterhose alleine anziehen. Grrrrr…

Was magst Du nicht an Deinem Kind und was besonders?

Ich liebe mein Kind, so wie es ist, mit den guten und den schlechten Seiten. Und wenn ich ganz ehrlich bin, hat er einige dieser „schlechten“ Seiten von mir. Er ist hochemotional und fängt sehr schnell an zu weinen oder wird laut und schreit mich und andere an, wenn er wütend ist. Das nehme ich ganz klar auf meine Kappe… auch ich kenne Wut-Tränen und auch ich bin sehr schnell auf 180 und muss mich dann zügeln, damit ich nicht laut werde.

Auf der anderen Seite ist er ein sehr liebvoller und kuscheliger kleiner Kerl, der mit Liebesbekundungen nicht spart. Da bekomme ich zwischendurch einfach mal so, einen dicken Schmatzer aufgedrückt, oder er möchte mitten unterm Kartenspielen plötzlich eine Runde Kuscheln. Und er sagt ganz oft „Ich hab dich lieb, Mama.“

Einmal standen wir im Supermarkt an der Kasse und er hatte zuvor nach Ü-Eiern gequengelt. Dann sagte er: Mamaaaaaa?

Und ich schon leicht genervt: Was denn?

Da sieht er mich an und sagt: Ich hab dich lieb!

Die Oma hinter uns war ganz verzückt und sogar der junge Kassierer konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen. Mein Grinsen war natürlich noch um einiges breiter.

allmytruestories_yogafamilie

Bildrechte: allmytruestories

Hat Dein Kind Dich schon mal in eine peinliche Situation gebracht? In welche?

Vor einiger Zeit sagte die Erzieherin morgens beim Abgeben im Kindergarten zu mir:

„Ach, und du bist wieder schwanger?“

Ich fiel fast aus allen Wolken! Waaaaaas? Nein!

Worauf sie mir erklärte, dass Schnuppi erzählt hätte, er würde ein Geschwisterchen bekommen.

Wie er darauf gekommen ist, kann ich nicht erklären … eine peinliche Situation war das schon irgendwie – für beide Seiten.

Welcher ist der beste Ratschlag, den Du jemals als Mama bekommen hast? Und auf welchen hättest Du gern verzichtet?

Ratschläge bekommt jede Neu-Mama ja zu Hauf … fast immer ungefragt und meist auch nicht wirklich zielführend. Der beste Ratschlag – und den gebe ich auch selbst immer gerne an werdende Mamas weiter:

Hör nicht (so viel) auf das, was andere vermeintlich besser wissen – vor allem nicht auf die Großmütter. Früher war vieles anders, heute weiß man vieles besser und macht es eben anders. Also bei ungefragten Ratschlägen am besten beide Ohren auf Durchzug stellen bzw. brav nicken und weitermachen wie bisher.

Was für ein Kind bzw. eine Familie richtig ist oder funktioniert, muss bei einem anderen Kind / einer anderen Familie nicht ebenso sein. Jede Familie, jede Mama muss sich bzw. ihr Kind erst kennenlernen und weiß dann irgendwann selbst am besten, was richtig und gut für das eigene Kind ist.

Verzichtet hätte ich gerne auf Ratschläge wie:

Spring doch nicht immer gleich, wenn das Baby schreit. Du verwöhnst ihn total, er hat dich ja schon voll im Griff, lass ihn doch mal schreien, Schreien kräftigt die Lungen.

So ein Blödsinn!!!!

Dein ultimativer Tipp gegen Trotzanfälle in der Öffentlichkeit?

Weiterlaufen…einfach weiterlaufen. Bevor mein Schnuppi irgendwo alleine zurück bleibt, kommt er schon recht schnell hinterher gelaufen.

Wie überredest Du Dein Kind wenn es etwas nicht will?

Manchmal funktioniert der „Große-Jungs-Trick“ ganz gut.

„Waaaaas? Du schaffst die 100 m nach Hause zu Fuß nicht mehr? Aber du bist doch ein großer Junge, oder? Große Jungs schaffen das doch locker.“

Aber manchmal hilft nur noch Bestechung in Form von Süßigkeiten.

„Wenn du jetzt die ganzen Spielsachen wieder in die Kisten räumst, dann bekommst du danach noch Gummibärchen.“

Traurig, aber wahr.

Welche Sorte Eltern nervt Dich so richtig?

Die Besserwisser, die immer einen guten Rat für andere haben, ob sie danach gefragt wurden, oder nicht. Und natürlich die Teilnehmer der Mama-Olympiade (siehe: https://allmytruestories.wordpress.com/2014/01/12/die-mama-olympiade/), wobei ich zugeben muss, dass in diese Kategorie fast jede Mama früher oder später einmal reinfällt – auch ich bin da ab und zu stark gefährdet oder sogar dabei.

Findest Du andere Kinder manchmal nervig und warum?

Ja, finde ich und zwar aus unterschiedlichsten Gründen. Ich finde das auch nicht schlimm, auch wenn einige Mütter sicher geschockt sind und sagen: Als Mama darf man überhaupt keine Kinder nervig finden.

Ich finde, es gibt Menschen, mit denen kommt man gut aus und welche, da passt es einfach nicht. Und genauso gibt es eben auch Kinder, mit denen kann man und Kinder, die können machen, was sie wollen, die gehen einem einfach auf den Keks.

Glaubst Du manchmal, dass Du eine schlechte Mama bist? Warum/in welcher Situation?

Ich  glaube, jede Mama kennt dieses Gefühl. Es gibt einfach Tage, die laufen scheiße … und am Ende des Tages, das Kind ist endlich im Bett, man selbst ist mit den Nerven am Ende, dann gehen die Gedanken los: Bin ich vielleicht eine schlechte Mutter? Was mache ich falsch? Warum lief es heute so scheiße?

An konkreten Beispielen kann ich das gar nicht fest machen … aber es kommt immer mal wieder vor, dass ich mich genau das frage. Meist komme ich jedoch zu dem Schluss – bzw. lasse mich von meinem Mann überzeugen – dass wir insgesamt als Eltern schon alles gut machen, so wie wir es bisher machen. Fehler machen ist menschlich, auch Eltern machen Fehler. Aber im Großen und Ganzen sind wir wohl auf dem richtigen Weg.

Was willst Du in der Erziehung Deiner Kinder auf keinen Fall so machen wie Deine Eltern? Und was auf jeden Fall genauso?

Ich bin ein Scheidungskind und kann trotzdem behaupten, dass ich eine glückliche Kindheit hatte. Meine Mutter hat bei meiner Erziehung (und auch bei der meiner Schwester) sicher nicht immer alles richtig gemacht – wer tut das schon – aber im Großen und Ganzen sind wir doch ganz gut so geworden. An dieser Stelle – Danke, Mama!

Es gibt sicher ein paar Dinge, die ich bei meinem Kind anders mache. Schließlich bin ich nicht meine Mutter und mein Sohn ist nicht ich … und außerdem sind es andere Zeiten. Ich bin ein Kind der 80er Jahre, wo wir schon zu Kindergartenzeiten den ganzen Tag alleine draußen spielen durften und weit und breit keine Mutter zu sehen war. Das kann ich mir heute mit meinem Kind nicht vorstellen – bisher war Schnuppi noch nie alleine auf dem Spielplatz.

Was ich aber auf jeden Fall genauso mache, wie meine Mutter, ist eine gewaltfreie Erziehung. Ich kann mich nicht erinnern, je körperliche Gewalt erfahren zu haben und vor 20 bis 30 Jahren, war der berühmte Klapps, der noch keinem geschadet hat, ja durchaus noch eine gängige Erziehungsmethode. Ich bin überzeugt, dass es auch ohne Gewalt geht und dass eine gewaltfreie Erziehung der einzig richtige Weg ist.

Mit wem kommt das Kind dreckiger vom Spielplatz? Wer ist ängstlicher? Wer konsequenter? Wer sorgt eher für gesunde Ernährung: Mama oder Papa?

Mama – und zwar eigentlich in allen Punkten.

Ich mache mir oft Sorgen oder Gedanken über Dinge, auf die Papa gar nicht kommt.

Da Papa viel arbeitet, bin ich überwiegend die (Zitat von Schnuppi) „Schimpfe-Mama“, aber das ist vermutlich in den meisten Familien so.

Fragt Schnuppi seinen Papa nach Süßigkeiten, so antwortet der meist: „Was sagt denn deine Ernährungsberaterin, also die Mama, dazu?“ – Frage geklärt, oder?

Was kannst Du von Deinem Kind lernen?

Mit einem Kind lernt man die ganze Welt noch einmal neu kennen. Ein Spaziergang in der Natur, im Wald, am See mit einem Kind, lässt einen Schätze finden, die man selbst total übersehen hätte. Auch das Verweilen im Hier und Jetzt ist eine Kunst, die Kinder beherrschen und die wir alle irgendwann verlernen. Durch meine Yogapraxis und da speziell durch das Thema Meditation lerne ich aktuell wieder, genau das zu tun – auf den Augenblick besinnen, im Hier und Jetzt verweilen. Gar nicht so einfach, wenn einem 1000 Dinge durch den Kopf sausen. Doch hier ist ein Kind der beste Lehrer.

Rechnest Du insgeheim manchmal zwischen Dir und Deinem Partner auf: so nach dem Motto: warum muss ich das eigentlich immer alles allein machen?

Dass die Kindererziehung bei uns zu einem Großteil in meinen Aufgabenbereich fällt, steht fest. Daher kann ich mich auch kaum beschweren, wenn ich vieles allein machen muss. Eine Sache gibt es jedoch, die ich immer mal wieder aufrechne bzw. anmelde – Ausschlafen am Wochenende.

Da ich unter der Woche jeden Tag und meist auch am Wochenende mit Schnuppi aufstehe, melde ich immer mal wieder freitags oder samstags an, dass ich am nächsten Tag gerne ausschlafen möchte und zwar unabhängig davon, ob ich abends ausgehe, oder nicht. Nicht falsch verstehen – ich möchte nicht bis 12 Uhr im Bett liegen … aber da speziell am Wochenende unser Schnuppi meist früher wach ist, als unter der Woche, wünsche ich mir ab und zu einen Abend, an dem ich bis Mitternacht oder noch länger lesen oder fernsehen kann und am nächsten Tag mal nicht um halb 7 oder 7 aufstehen muss, sondern bis 9 oder halb 10 liegen bleiben kann.

Bildrechte: allmytruestories

Bildrechte: allmytruestories

Die Mama-Pflichten sind manchmal lästig: stillen, wickeln, anziehen etc. – für welche findest Du Ausreden, damit sie Dein Partner übernimmt, wenn es möglich ist? 

Zum Glück sind wir aus dem Fütter- und Wickelalter raus – beim Anziehen bekomme ich zwar nach wie vor noch die Krise (siehe Frage 3), aber da helfen mir Ausreden auch nicht weiter.

Ich kann mich jedoch an eine Begebenheit erinnern, bei der ich mich unwissend gestellt habe, als es um das große Geschäft unseres Schnuppis ging. Wir waren auswärts essen, Papa hatte einen Bekannten getroffen und sich schon eine ganze Weile unterhalten, als Schnuppi neben mir pupste und sagte, er müsse mal aufs Klo.

Ich sagte daraufhin: „Geh schnell zum Papa und sag ihm, er soll schnell mit dir gehen.“

Gesagt, getan … beide verschwanden und waren so schnell nicht mehr gesehen. Ich genoss derweil die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings im Biergarten. Zehn Minuten später kamen beide wieder an den Tisch, das Essen war in der Zwischenzeit bereits gekommen. Mein Mann steckte mir unauffällig ein in Papierhandtücher gepacktes Unterhöschen zu und murmelte etwas von „Riesensauerei, Stinker in der Hose, ausgewaschen, bäh.“

Die größte Lüge seit ich Mama bin ist…

„Das erste Jahr mit Kind ist das anstrengendste. Wenn die schlaflosen Nächte mal durch sind und das Kind etwas größer ist, wird es einfacher.“

In Wahrheit sind bei uns zwar inzwischen die Nächte einfacher, weil unser Schnuppi ein toller Schläfer ist und bis zu 12 Stunden durchschläft. Dafür sind nun aber die Tage deutlich anstrengender. Ich weiß manchmal nicht, was da besser ist. Aber es gibt durchaus Tage, da wünsche ich mir einen Säugling zurück, der tagsüber viel schläft und einfach nicht ständig seinen Dickkopf durchsetzen will. Natürlich ist vieles einfacher, wenn die Kinder selbständiger werden … aber anstrengend ist es trotzdem, eben anders anstrengend.

Was hast Du in der allerersten freien Zeit ohne Kind gemacht?

Das kann ich so eindeutig gar nicht beantworten. Als Schnuppi ca. 3 Wochen alt war, war ich zum ersten Mal ganz alleine ohne ihn ausgiebig bei dm einkaufen. Das war schon fast wie Urlaub ;o)

Was ist Familienglück für Dich (neben den allgemeingültigen Dingen wie Gesundheit o.ä.)?

Zeit als Familie zu haben und diese gemeinsam zu verbringen. Das kann ein kurzer Moment sein, wie z. B. letzte Woche mit dem Fahrrad zur Eisdiele zu fahren und das erste Eis des Jahres gemeinsam zu genießen. Und dann natürlich auch längere Zeiträume, wie unsere Familienurlaube auf Mallorca oder gemeinsam mit Freunden in Österreich…

Dein bisher schönstes Mama-Kind-Erlebnis war…

Diese Frage fiel mir ehrlich gesagt am schwersten. Es gibt und gab so viele schöne Mama-Kind-Erlebnisse, dass ich hier unmöglich eines herauspicken kann.

Wann hast Du Dir das letzte Mal die größten Sorgen um Dein Kind / Deine Kinder gemacht?

Unser Schnuppi hat in seinem recht kurzen Leben bereits zwei Operationen unter Vollnarkose hinter sich bringen müssen. Im Vorfeld habe ich mir da gar nicht so große Gedanken und Sorgen gemacht, weil die  Eingriffe einfach nötig waren. Aber jedes Mal, wenn er dann narkotisiert war und im OP verschwand, setzten die Sorgen und das Gedankenkarussell bei mir so richtig ein.

Was ist, wenn etwas schief geht? Was ist, wenn er nicht mehr aufwacht? Was ist, wenn er aufwacht und Schaden genommen hat? Man gibt ein eigentlich gesundes Kind ab und bekommt es vielleicht nicht mehr gesund wieder.

In beiden Fällen ist alles gut gegangen – und doch waren diese jeweils zwei Stunden, bis er aus der Narkose wieder wach war, für mich die sorgenvollsten Stunden des Mutterseins.

Welche Werte/Leitsätze o.ä. willst Du Deinem Kind mit auf seinen Weg geben?

Du  bist gut, so wie du bist.

Gehe deinen Weg und mache deine eigenen Erfahrungen.

Du kannst mit allem immer und jederzeit zu mir kommen.

Ich bin immer für Dich da.

Bildrechte: allmytruestories

Bildrechte: allmytruestories

Nenne eine Sache (materiell), die aus Deinem Mama-Alltag nicht mehr wegzudenken ist, weil sie den Alltag erleichtert, schöner macht etc., und die Du jeder Mama ans Herz legen möchtest.

Auch wenn ich eigentlich lieber etwas anderes geantwortet hätte, etwas, das moralisch wertvoller klingt, aber ich muss hier wohl das Smartphone nennen. Es vereint für mich so viele Funktionen in einem Gerät und ich muss nicht kiloweise Zeug durch die Gegend tragen. Ich habe es immer dabei, um z. B. Schnappschüsse mit der Kamera zu machen oder kleine Filme zu drehen. Wenn wir irgendwo lange warten müssen, können wir diese Fotos und Filme dann ansehen oder auch mal eine Runde darauf spielen. Wir können von unterwegs Fotos und Nachrichten ganz schnell zu unseren Lieben versenden. Wir können unsere Zugfahrkarten online kaufen und zeigen dem Schaffner das Handy … sogar die Parkuhr in der Stadt lässt sich darüber bedienen, so dass ich nicht ständig das passende Kleingeld brauche.

Insgesamt ist es natürlich Fluch und Segen zu gleich, wenn man immer und überall erreichbar ist und ein Gerät ständig piepst und man sich gezwungen fühlt, sofort zu reagieren. Doch auch dafür habe ich eine Lösung gefunden – Benachrichtigungen abstellen. Sehr befreiend, wenn man nicht andauernd unterbrochen wird und man merkt, dass sich die Welt weiter dreht, auch wenn man nicht immer online ist.

Wenn Ihr ein ganzes Wochenende so viel Zeit und Geld hättet, wie Ihr wollt, was würdet Ihr machen/unternehmen?

Alle Orte auf der Welt besuchen, die wir schon immer einmal sehen wollten und nur das machen, worauf wir gerade Lust haben. Skifahren in den Bergen – und los geht’s. Anschließend eine Runde Schwimmen im Meer … und los. Im Disneyland mit Micky und Donald spielen – ab dahin … Jeder darf sich etwas wünschen und alles machen wir gemeinsam.

Wenn Du Lust hast, hinterlasse hier noch den witzigsten “Kindermundspruch“  Deines Kindes

Ich kann mit einem philosophischen Spruch dienen, den mein Schnuppi vor kurzem völlig ohne Vorwarnung einfach so beim Abendessen plötzlich rausgehauen hat:

„Leben ist toll. Da kann man so viele tolle Sachen entdecken, wenn man lebt.“

Da hat er völlig Recht – finde ich!

 

Liebe Conny, was für wunderbare Antworten – vielen Dank für Deinen Besuch und dafür, dass Du Dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten.

Wer noch mehr von Conny lesen möchte, der findet sie übrigens auch auf facebook – außerdem postet sie regelmäßig auf Instagram Bilder – auch außerhalb ihrer Blog-Beiträge – zum Thema Yoga, Essen, Natur und Lesen. Finden könnt´ Ihr sie ganz einfach unter @connyz1977. Schaut´ also unbedingt mal bei ihr rein…

Nächste Woche folgt an dieser Stelle das nächste Mama-Interview! Ihr habt auch Lust mitzumachen und Rede und Antwort zu stehen? Dann schickt mir eine kurze Mail an familiemotte@email.de – ich freu´ mich auf viele spannende Antworten…

Habt ein schönes Wochenende

Eure Anna

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar