Hamburg mit Kindern // „ Mein Name ist Hase …“ – die neue Kinderausstellung im Altonaer Museum

Mein Name ist Hase Altonaer Museum

Seit Anfang des Jahres gibt es eine neue Ausstellung im Kinderolymp des Altonaer Museums. „ Mein Name ist Hase “ befasst sich mit der Herkunft unserer Sprichwörter und vermittelt unterhaltsam & witzig Wissen für Klein und Groß.

Das Altonaer Museum befasst sich eigentlich vorwiegend mit der Kunst- und Kulturgeschichte Norddeutschlands. Es gibt aber auch eine Abteilung extra für Kinder- den Kinderolymp -, in der es immer wieder wechselnde Ausstellungen gibt. Gleich nebenan liegt außerdem das Kinderbuchhaus, in dem  Originalillustrationen aus Kinder- und Jugendbüchern zu sehen sind.

Nachdem uns schon die letzten zwei Ausstellungen „Licht & Schatten“ und „Wer bist Du, was isst Du“ im Kinderolymp super gefallen haben, waren wir gespannt auf das neue Programm „Mein Name ist Hase“.

Mein Name ist Hase Altonaer Museum

Mein Name ist Hase oder: Die Herkunft unserer Sprichwörter

160 verschiedene Sprichwörter werden in den verschiedenen Räumen im 2. Stock des Museums erklärt. Natürlich wie immer interaktiv, zum Anfassen, Mitmachen und Ausprobieren. Dabei lernen nicht nur die Kinder etwas, sondern auch wir Eltern müssen ein ums andere Mal staunen. Aha, daher kommt also das Wort „olle Kamelle“ oder Oh, deswegen heißt es „Eulen nach Athen tragen“. Allerlei historische Objekte und Bilder veranschaulichen das soeben Gelernte.

Wusstet Ihr zum Beispiel, dass jeder ca. 100 Redewendungen am Tag verwendet? Wir auch nicht! Weil Sätze wie „ich drück´ Dir die Daumen“ oder „eine Eselsbrücke bauen“ mittlerweile so selbstverständlich in unseren Sprachgebrauch übergegangen sind, dass wir es kaum bemerken. Erst wenn uns unsere Kinder mit großen Augen anschauen und fragen „Was heißt das eigentlich Mama?“ wird uns bewusst, dass wir oft gar nicht richtig wissen, woher die geflügelten Worte kommen. Und dass es oftmals sogar mehr als eine Erklärung gibt.

Mein Name ist Hase Altonaer Museum

Liebevoll konzipiert ist auch die Aufmachung der Ausstellung. Im Stil eines historischen Jahrmarkts mit vielen bunten Farben und tollen interaktiven Ideen.

So kann man beispielsweise an zwei Glücksrädern Sprichworte selbstständig vervollständigen. Oder auf einem Bildschirm versuchen, ausländische Redewendungen den deutschen zuzuordnen. Dabei mussten wir mehrfach herzlich lachen. Denn „er hat nicht alle Tassen im Schrank“ heißt zum Beispiel auf Finnisch „er hat nicht alle Mumins im Tal“.

Mein Name ist Hase Altonaer Museum

Als großer Filmliebhaber mochte ich auch die Station an der man sich über Kopfhörer und Bildschirm bekannte Filmklassiker-Zitate anhört. Auch das sind mittlerweile Sätze, die man ein ums andere Mal selbst gebraucht, weil sie so markant sind. Wer war nicht schon einmal „der König der Welt“ oder hat jemanden viel Glück gewünscht mit den Worten „Möge die Macht mit Dir sein“.

Deine persönliche Redewendung „to go“ 

Wer selbst etwas zur Ausstellung beitragen möchte, kann sein eigenes Sprichwort aufschreiben und per Klebezettel an eine große Wand kleben. Obendrüber steht „Sprichwörter sind wie Schmetterlinge, einige werden gefangen, andere flattern davon“. Schön, oder?

Zum Abschluss des Besuchs darf sich jeder Besucher dann seine ganz eigene Redewendung mit nach Hause nehmen. Per Knopfdruck spuckt der Sprichwortgenerator einen persönlichen Spruch aus. Eine kleine Weisheit „to go“.

Mein Name ist Hase Altonaer Museum

Unser Fazit: Ein wirklich lohnenswerter Ausflug  für die ganze Familie – nicht nur für einen verregnetes Wochenende! Mal lustig, mal klug, mal tröstend oder derb – auf die gemeinsame Suche nach den Erklärungen für unsere Redewendungen zu gehen macht richtig Spaß! Wir nehmen viele erstaunliche Erkenntnisse über die Herkunft alter Wörter aus unserer Sprache mit und können in Zukunft vielleicht mit der ein oder anderen Anekdote angeben, wenn jemand mal wieder wissen will, warum man so „pingelig“ ist.

Mein Name ist Hase Altonaer Museum

Geeignet ist die Ausstellung für Grundschulkinder ab der 1. Klasse. Die Zwillinge konnten sich auch schon gut beschäftigen, jedoch  sind die Erklärungen für sie noch wenig interessant. Mit der Motte aber entstanden viele schlaue Gespräche, sie stellte viele Fragen und schüttelte auch hin und wieder den Kopf, wenn sich ihr etwas nicht so ganz erschloss.

Die Ausstellung „Mein Name ist Hase“ läuft noch bis zum 21. Oktober 2019. An jedem zweiten Sonntag erklären Muttersprachler, von Türkisch bis Russisch, Redensarten in ihrer Sprache. Der Eintritt ist für Kinder bis 17 Jahre kostenfrei. Erwachsene zahlen € 8,50 pro Person.

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