Hamburg mit Kindern // Kids at Work – der etwas andere Spielplatz!

Wolltest Du schon immer mal ein Haus bauen? Kapitän eines Schiffes sein oder fantasievolle Gebilde aus Sand erschaffen? Im neuen Spielcenter Kids at Work in Hamburg können Kinder all´ das sein was sie wollen – und noch viel mehr erleben. Die Zwillinge und ich sind für einen Tag im quietschblauen Bällebad abgetaucht und erzählen Euch heute von unseren Erlebnissen.

Als ich las, dass in Hamburg ein neues Spielcenter eröffnet, habe ich buchstäblich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Och nö – nicht noch eine Indoor-Spielhölle. Davon gibt es doch weiß Gott genug. Stickige Luft, eine Lautstärke die einen Presslufthammer übertönen könnte und fettiges Fastfood für Zwischendurch. Das lieben die Kinder, verursacht bei uns Eltern aber ungefähr so viel Begeisterung wie ein Besuch beim Zahnarzt.

Der x-te Indoor-Spielplatz: muss das sein?

An der Kasse muss man dann auch erstmal schlucken: 10 Euro Eintritt pro Kind, 8 Euro pro Erwachsener – das ist bei einer Familie mit zwei oder mehr Kindern dann auch schon ein Wort! Nun gut, wir haben es versprochen, also Augen zu und durch.

Gleich hinter der Kasse entdeckt der Floh die Bauarbeiterhelme. Seine Augen leuchten und eifrig beginnt er Stein auf Stein zu stapeln. Ein „droßes“Haus will er bauen. Wir Eltern werden schnell zu Aushilfen degradiert, dürfen höchstens die Steine anreichen. Alles andere wollen die kleinen Baumeister natürlich alleine machen.

Irgendwann hat die Minimotte keine Lust mehr und lässt ihren Bruder einfach stehen. Muss ja auch noch was anderes geben als Steine stapeln.

Nach einem kurzen Stopp in der riesengroßen – und perfekt ausgestatteten – Spielküche, hüpft sie mit einem riesengroßen Satz ins Bällebad. Dazu stapelt sie alle herumliegenden Softbausteine aufeinander und hüpft jedes Mal von ein bisschen weiter oben. Schnell kommen andere Kinder herbei und wollen das auch mal ausprobieren und ruck zuck bildet sich sogar eine kleine Schlange.

Zu niedlich ist das, wie die Kinder sich miteinander freuen, weil sie so einen tollen Hüpfturm gebaut haben. Der Floh versucht sich derweil als Lokführer und schiebt unermüdlich die Holzeisenbahn über den Schienen-Parcours. Und ich? Ich sitze daneben auf der Bank und hätte jetzt eigentlich gern was zu Lesen und einen Kaffee. Die Kinder würdigen mich nämlich nicht eines Blickes. Ab und zu rufen sie „Mama guck mal“, nur um sich im nächsten Moment wieder ganz dem Spiel zu widmen.

Einkaufen wie die Großen

Aber dann komme ich doch noch zum Einsatz. Einkaufen wollen sie nämlich nur mit mir zusammen. Schließlich sieht das hier alles so echt aus. Wie in einem richtigen Supermarkt, mit den ganzen Regalen, den Kühltruhen und sogar einer richtigen Kasse. Beide schnappen sich einen Einkaufswagen und legen los. Der Floh räumt das Käseregal leer, während die Minimotte überlegt, ob sie Tomaten oder Gurken kaufen will. Auch Plastikbrot, Milch, Fisch und Fleisch landet im Wagen.

An der Kasse gibt es sogar einen echten Scanner und Plastikgeld – die Zwillinge sind gar nicht mehr hier wegzukriegen. Immer und immer wieder wollen sie einkaufen.

Soviel Action macht bekanntlich hungrig. Also testen wir mal, was das Bistro des Spielcenters so bietet. Wir sind überrascht. Nach Pommes und Süßkram sucht man vergeblich. Stattdessen ein Kids-Buffet mit Nudeln, Tomaten- und Bolognesesauce, Wiener Würstchen, belegten Bagels und frisch zubereiteteter Pizza. Die Preise sind moderat und das Essen schmeckt gut. So richtig bei der Sache sind die Zwillinge trotzdem nicht. Nach drei Löffeln Nudeln rutschen sie schon unruhig auf ihren Stühlen rum und wollen weiterspielen.

Na gut – noch eine Sandburg mit kinetischem Sand bauen. Und im Magischen Garten die Leuchtstäbe sortieren. Aber irgendwann lässt sie dann doch nach – die Energie. Die Kids sind merklich müde gespielt, wollen aber eigentlich noch gar nicht gehen.

Beim Schuhe anziehen muss ich deshalb auch hoch und heilig versprechen, dass wir wiederkommen. Bei jedem anderen Indoor-Spielplatz hätte ich wahrscheinlich erstmal entnervt abgewunken. In diesem hier aber fällt mir das Versprechen nicht schwer. Wir kommen ganz sicher wieder. Und nächstes Mal nehme ich mir was zu Lesen mit 😊

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Kids at Work: Gut zu wissen!

Neben den Themen-Spielzonen bietet Kids at Work auch zahlreiche Workshops und ein monatlich wechselndes Programm für verschiedene Altersklassen an. Dort können die Kinder zum Beispiel Vulkane herstellen, Bakterien züchten, leuchtenden Schleim selbst machen oder einen Regenbogen im Reagenzglas erzeugen. Wir haben diese Workshops nicht ausprobiert, das Angebot klingt aber sehr spannend.

Kids at Work

Sind die Workshops eher für ältere Kinder geeignet, empfehlen wir die verschiedenen Spielwelten eher für Kinder bis 6 Jahre. Die Räumlichkeiten sind neu, sauber und sehr gepflegt. Die Wände sind farbenfroh und geschmackvoll mit Hamburg- und Meeresmotiven bemalt. Der Eintritt ist (wie oben geschrieben) relativ teuer. Wir können einen Besuch trotzdem uneingeschränkt empfehlen. Besonders an verregneten Tagen bietet Kids at Work viel Abwechslung in entspannter Atmosphäre.

Weitere Infos findet Ihr auf der Website von Kids at Work

 

 

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