Hamburg mit Kindern // Für Schokoholics und Schleckermäuler: das Chocoversum Hamburg!

Nun ist das neue Jahr tasächlich schon wieder 11 Tage alt. Bei uns ging der Alltag bereits am 02. Januar wieder los. Die Kinder sind zurück in der Kita und mein Mann und ich zurück im Büro am Schreibtisch. Dementsprechend wenig haben wir in der ersten Januar-Woche erlebt. Nach einem sehr ruhigen Neujahrstag, an dem wir die restlichen Wunderkerzen abgebrannt und uns durch selbstgemachte Pizza und die Reste von Silvester geschlemmt haben, wollten wir eigentlich am ersten Wochenende des Jahres etwas Schönes unternehmen.

Ein Wochenende voller Langeweile…

Aber leider zwang mich eine furchtbare Migräne das ganze Wochenende über zu Hause zu bleiben. Wir hatten ein bißchen auf Schnee gehofft, aber außer einem fürchterlichen Blitzeis, dass alles in Hamburg lahmlegte blieb es hier nur grau und kalt. Dabei bewundere ich all´die schönen Schneebilder in meiner Instagram-Timeline und würde meinen Kindern auch so sehr eine schöne Rodelpartie gönnen. Da aber kein Schnee weit und breit, machten wir am Samstag nur einen kurzen Abstecher ins Einkaufszentrum und blieben ansonsten zu Hause, erledigten Hausarbeit und Wäsche, ich schimpfte auf die Migräne und die Kinder verwüsteten das Kinderzimmer.

Ich hasse solche Wochenenden eigentlich. Solche, an denen das Wetter so mies ist, dass man noch nicht mal Lust hat in den Garten zu gehen, aber trotzdem allen die Decke auf den Kopf fällt, weil man kaum das Haus verlassen hat und sich alle irgendwie langweilen. Aber man auch nicht so richtig kreativ ist sich etwas einfallen zu lassen – oder eben irgendeiner in der Familie krank ist.

…eigentlich!! 

Dennoch war ich ein wenig versöhnt, denn ich habe am letzten Freitag einen tollen Vormittagsausflug mit der Motte gemacht, von dem ich Euch heute erzählen will. Und außerdem habe ich mir gesagt, dass es solche Wochenenden eben auch geben muss, damit man die schönen Tage auch zu schätzen weiß.

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Bei klirrend kalten Minustemperaturen, aber einem strahlend blauen Himmel und ganz viel Wintersonne machten die Motte und ich uns also vergangenen Freitagmorgen auf in die Hamburger Innenstadt. Unser Ziel: das Chocoversum Hamburg – das Schokoladenmuseum mitten im Herzen Hamburgs. Dort hatte ich für uns eine 90-minütige Führung gebucht, denn das Museum ist ausschließlich mit einer Führung zugänglich.

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Weil wir bis dahin noch etwas Zeit hatten, haben wir noch eine Weile im angeschlossenen Choco-Shop gestöbert. Dort gibt es natürlich verschiedene, leckere Sorten Schokolade und feine Pralinen…

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…aber auch ganz kuriose und ausgefallene Kreationen mit Schokolade. So ist zum Beispiel auch ein Schoko-Bier, Schoko-Pesto oder Schokoladen-Nudeln erhältlich.

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Die Motte war natürlich im Schoko-Himmel und ich musste ihr fest versprechen, dass sie sich nach dem Besuch hier eine Sache aussuchen darf 🙂

Viel Wissenswertes und viel zu Naschen im Chocoversum Hamburg

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Dann ging es aber endlich los: wir wurden am Eingang von unserem netten Genuss-Guide empfangen, begrüßt und erstmal mit einer kleinen Knusperwaffel ausgestattet. Und dann dürften wir zuallerst probieren.

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Von einem riesigen, köstlich duftenden Schokoladenbrunnen, aus dem dickflüssige, glänzende Schokolade sprudelte.

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Hach, das war so köstlich….ich liebe ja flüssige, warme Schoki! Noch leckerer ist es mit frischem Obst, aber ich schweife ab…!

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Nach der kleinen Einstiegsnascherei startete dann unsere Reise rund um den Kakao und die Schokoladenherstellung. Wir erfuhren wo der Kakao wächst und angebaut wird, wie so eine Kakaobohne schmeckt (nämlich gar nicht lecker) und riecht, wie die Bohnen nach Hamburg und in alle Welt transportiert werden und wie es überhaupt zur Erfindung der Schokolade kam.

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Und natürlich dürfte auch überall angefasst, geschnuppert und gekostet werden.

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Nach so vielen Informationen wurde die Motte langsam ungeduldig. Das lange Zuhören fiel irgendwann schwer und die Konzentration ließ nach. Da kam der nächste Programmpunkt gerade zur rechten Zeit. Und plötzlich war sie wieder hellwach und voll dabei.

Wir kreieren unsere eigene Schokolade

Denn wir dürften in der hauseigenen Schokowerkstatt eine eigene Tafel Schokolade produzieren.

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Zur Auswahl stand dazu ein großes Regal voll süßer Leckereien, mit denen die flüssige Schokolde verfeinert werden konnte.

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Wir erhielten eine Plastikform voll mit leckerster flüssiger Schokolade – wahlweise Vollmilch oder Zartbitter – …

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…und die Motte begann gleich eifrig zu verzieren: Gummibärchen, weiße Schokolade, Baiser, bunte Streusel – alles was lecker schmeckt sollte rein.

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Zum Schluss wanderte die fertige Schoki in einen der großen Kühlschränke, um abzukühlen.

Doch wie wird Schokolade eigentlich hergestellt?

Für uns ging es derzeit weiter zu den großen historischen Maschinen, in denen die leckere Schokolade hergestellt wird. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass der Kakao  verschiedene Konsistenzen annimmt, bevor er endlich zu feiner Schokolade wird?

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Das konnten wir an den verschiedenen Maschinen genau sehen und natürlich auch probieren 🙂

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Die Motte war selig und machte es sich – mit allen Händen voll Schokolade und einem breiten Grinsen im Gesicht in der riesigen Kakaobohne gemütlich, wo sie genüsslich die Schokolade von Waffeln, Löffeln und aus dem Silberpapier naschte.

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Zum Abschluss der Führung bekam dann jeder seine eigene Tafel Schokolade zurück. Vorsichtig und nahezuh andächtig verpackte die Motte ihre Tafel in die kleine Cellophantüte und trug diese dann ganz stolz vor sich her.

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Zu Hause nach dem Abendbrot brach sie ganz behutsam fünf kleine Stücke ab und verteilte sie als Nachtisch an uns. Dann ließ sie sich ihr Stück auf der Zunge zergehen und betonte mehrfach wie köstlich die Schokolade doch ist. Das war einfach hinreißend.

Die Herstellung der eigenen Schokoladentafel war defintiv ihr ganz persönliches Highlight.  Aber auch der „ganz eklige Geschmack“ der Kakaobohnen ist ihr in guter Erinnerung geblieben und lustigerweise auch, wieviel Kakao und wieviel Zucker in so einer Schokolade steckt.

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Auch für mich war dies der erste Besuch im Chocoversum Hamburg und ich war sehr angetan. Das Museum ist klein aber dennoch voll mit viel Wissenswertem rund um Kakao und Schokolade. Unser Guide war herzlich, voll ansteckender Begeisterung und führte kurzweilig und mit kleinen amüsanten Anekdoten durch die 1,5 Stunden. Generell würde ich einen Besuch mit Kindern aber erst ab 4,5 bis 5 Jahren empfehlen. Die vielen Informationen müssen erstmal aufgenommen und verstanden werden und man braucht  schon ein gewisses Konzentrationsvermögen, um der Führung folgen zu können.

Dann aber ist das Chocoversum Hamburg besonders im Winter – wenn man den Duft von warmer Schokolade am allerliebsten mag, weil er ein Gefühl von Gemütlichkeit verströmt – einen Besuch wert.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Naschen und Entdecken

Eure Anna

Das Chocoversum Hamburg: die Fakten

Website: https://www.chocoversum.de/

Wo?: Meßberg 1, 20095 Hamburg  – direkt an der U 1, Station Meßberg

Wann geöffnet?: Montag bis Sonntag ab 10:00 Uhr, Freitags Late Night Friday // Das Museum kann nur mit der Buchung einer Führung besucht werden // Führungszeiten kann man der Homepage entnehmen

Was kostets?: Kinder bis einschließlich 5 Jahre: kostenfrei // Kinder 6 bis 17 Jahre: 11,00 Euro // Erwachsene 15,00 Euro

Was man wissen muss: Kinder unter 14 Jahren dürfen nur in Begleitung eines Erwachsenen ins Museum.

Hunger?: Im Chocoversum Hamburg gibt es keine eigene Gastronomie. Im Choco-Shop können Getränke erworben werden. Zahlreiche Restaurants, Cafés und Bistros befinden sich aber fußläufig zum Museum.

 

*Wir danken dem Chocoversum Hamburg für die freundliche Einladung. Unsere Meinung bleibt davon unbeeinflusst*

 

 

 

 

 

 

 

 

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