Hamburg entdecken // 5 Ausflüge mit Kindern in Hamburg die (fast) nichts kosten

Ausflüge mit Kindern in Hamburg kosten. Eintritt, Essen, ein Eis, ein Andenken und schwupps ist ein 50 Euro-Schein futsch. Dabei muss man gar nicht immer viel Geld ausgeben. Wir versuchen bei unseren Planungen regelmäßig auch Ziele zu wählen, bei denen wir wenig oder gar kein Geld ausgeben müssen. Einige davon möchte ich Euch heute vorstellen.

1.Tatütata – Alle Kinder lieben die Feuerwehr

Checkt doch mal die Freiwilligen Feuerwehren bei Euch in der Nähe. In der Regel veranstaltet jede Wache mindestens einmal im Jahr einen Tag der offenen Tür oder ein Sommerfest.

Dabei können Kinder endlich mal in ein echtes Feuerwehrauto klettern, kleine Brände mit dem goßen Wasserschlauch löschen, die Sirene betätigen und sich wie ein richtiger Feuerwehrmann fühlen. Dazu gibt es meist ein tolles Kinder-Rahmenprogramm und natürlich Würstchen, Limo und Kuchen.

Wir besuchen jedes Jahr den Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr hier um die Ecke und die Kinder lieben es. Endlich dürfen sie mal einen Helm aufsetzen, die vielen, vielen Gerätschaften anfassen und sogar ein kleines Feuer löschen. Und während wir uns ein Stückchen Kuchen gönnen, erobern unsere Drei die Hüpfburg oder lauschen den Abenteuern des Feuerwehrkaspers.

Der Nachmittag ist so meist im Flug vergangen, wir haben viel erlebt und der Geldbeutel wurde geschont.  Denn alle angebotenen Aktivitäten sind kostenfrei, lediglich für Essen und Getränke muss (ein sehr geringer Beitrag) gezahlt werden.

Guckt doch mal auf der Website der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg, da findet Ihr alle Termine auch in Eurer Nähe.

2.Ab auf eine der längsten Rolltreppen Europas – zur Elbphilharmonie Plaza

Zweieinhalb Minuten. Genau so lange hat man auf der 82 Meter langen Rolltreppe Zeit die unzähligen Glaspailletten an den Wänden zu zählen. Dann ist man oben angekommen. Auf der Plaza von Hamburgs neuem Aushängeschild – der Elbphilharmonie, von uns auch liebevoll Elphi genannt.

Ich muss zugeben: für ganz kleine Kinder kann dieser Ausflug eventuell langweilig sein. Denn die Plaza ist oft überfüllt und viel zu tun gibt es nicht.

Dafür aber einen fantastischen Ausblick über den Hafen, die Hafencity und den Rest von Hamburg. Ich konnte mich schon an der großen Fensterfront auf der Hälfte der Strecke nach oben nicht sattsehen, aber der Blick von ganz oben aus 37 Metern Höhe ist wirklich einzigartig.

780 Mio. Euro hat die Elbphilharmonie gekostet, 15 Jahre wurde geplant und gebaut. Immer wieder verschoben wurde der Termin der Fertigstellung. Wahrscheinlich ganz Hamburg hat sich gefragt ob dieses „Millionengrab“ je fertig werden würde.

Und obwohl alle geschimpft haben – am Ende sind wir doch stolz auf unsere prächtige Elphi. Und wer einmal oben auf der Plaza war, der versteht sofort warum.

Denn neben dem konkurrenzlosen Blick über Hamburg besticht vor allem die außergewöhnliche Architektur. Eine Art Balkon führt einmal rund um die Elbphilharmonie, zu sehen gibt es den Hafen, den Fernsehturm und natürlich den Michel.

 

So sieht das also aus hier oben von der Elbphilharmonie Plaza. Einfach atemberaubend! Wäre doch schade gewesen wenn die Elphi nicht fertig geworden wäre, oder?

Tipp: Der Zugang zur Plaza ist völlig kostenlos. Wer am Wochenende kommt sollte – um Wartezeiten zu vermeiden – besser online reservieren, was 2 Euro kostet.

3.Zoologisches Museum Hamburg – wilde Tiere ganz nah

Das Zoologische Museum Hamburg hatte die Motte Euch schon mal persönlich vorgestellt (und zwar hier).

Ausflüge mit Kindern in Hamburg

Es bietet auf 2000m² lebensechte Tierpräparate und kostet keinen einzigen Cent Eintritt. Das Museum ist eine der bedeutensten wissenschaftlich-zoologischen Sammlungen Deutschlands und macht möglich, was ein Zoo nicht kann. Tiger, Walross, Nashorn, Affen und Co. können hier von ganz nah betrachtet werden.

Für Staunen sorgte vor allem das große Walskellett und das berühmte NDR-Walross Antje aus dem Tierpark Hagenbeck, die hier ihre zweite Heimat fand. Die Präparate sehen so lebensecht aus, dass man zeitweise das Gefühl hat, der Affe springt einem gleich vom Baum entgegen.

Wir entdecken bei jedem Besuch wieder Neues, die Kinder fragen uns Löcher in den Bauch und verregnete Nachmittage sind hier im Nu vergessen.

Bitte & Info: Damit das Museum weiterhin kostenlos besucht werden kann, seid so lieb und werft am Eingang/Ausgang eine Spende in den Narwal! Gastronomie gibt es im Museum nicht. Lediglich einen kleinen Getränke- und Snackautomaten in der Vorhalle. Dafür benötigt Ihr Kleingeld (oder Ihr bringt einfach selbst einen kleinen Snack mit!)

4.Mini-Rundreise mit Bahn, Schiff und zu Fuß

Eine Rundreise durch die eigene Stadt? Warum eigentlich nicht! Unsere Route schafft man an einem Nachmittag und trotzdem bleibt Zeit für Pausen zum Toben und Spielen.

Los geht es an den St. Pauli Landungsbrücken. Dafür müssen wir mit den Kindern in die S-Bahn steigen, was bereits das erste Abenteuer ist. Vorbei an den Gärten der Vorstadt, mitten rein ins geschäftige Treiben der Großstadt – es gibt viel zu sehen.

 

An den Landungsbrücken besteigen wir die Hadag-Fähre (Linie 62) Richtung Finkenwerder. Die Fähre fährt alle 15 Minuten, man braucht lediglich ein gültiges HVV-Ticket und die Fahrt dauert ungefähr eine halbe Stunde. Ist also auch mit kleinen Kindern gut zu machen.

Unterwegs gibt es große und kleine Schiffe zu bestaunen und Möwen ziehen kreischend ihre Bahnen über unseren Köpfen.

In Finkenwerder kann man eine kleine Pause einlegen oder gleich umsteigen in die Fähre 64 hinüber nach Teufelsbrück. Die Fahrt dauert nur 10 Minuten.

In Teufelsbrück bleibt Zeit für ein Picknick am kleinen Strand (Vorsicht, die Enten am Ufer sind auch immer hungrig! :-)) oder zum Sandburg bauen.

Gut gestärkt geht´s ab ins Grüne. Der Jenisch Park bietet viel Platz zum Toben, Laufen und Entdecken. Steinchen in den Bach werfen, die alten Bäume beklettern oder eine Runde Schaukeln und Rutschen auf dem kleinen Spielplatz sind nur einige der Möglichkeiten.

 

Auch Drachen steigen lassen kann man auf der riesengroßen Wiese ganz prima.

Langsam sind die Kinder müde? Der Weg durch den Park bis zur S-Bahn Klein Flottbek ist nicht weit (aber wunderschön!). Mit der S-Bahn Linie 1 geht es von dort in ca. 25 Minuten zurück zu den Landungsbrücken.

 

Wetten Eure Kinder sind am Ende des Tages sehr, sehr müde aber auch sehr, sehr glücklich 🙂

5. Forst Klövensteen: ab in den Wald…

Der größte Spaß im Herbst ist ein Ausflug in den Wald. Wir haben großes Glück. Der Forst Klövensteen liegt für uns fast vor der Haustür und deshalb sind wir sehr oft dort.

Im Forst kann man das (kostenlose) Wildgehe besuchen, auf dem großen Naturspielplatz toben oder für ein paar Euro mit dem Pony eine Runde durch den Wald drehen. Spielplatz und Ponyhof hatte ich Euch auch hier schon mal vorgestellt.

Doch auch ein Spaziergang muss nicht langweilig sein. Wer findet den längsten Stock? Wer die größte Kastanie? Wieviele verschiedenfarbige Blätter könnt ihr sammeln? All´ das finden die Kinder meist schon spannend genug. Aus Stöcken, Steinen und anderen Naturmaterialien wird dann zu Hause gebastelt.

Mit Plakafarbe wird der Stock zur Schlange und die Kastanie mit ein bißchen Phantasie zur Spinne. Steine kann man toll mit Buchstaben bemalen und den eigenen Namen oder den Familiennamen legen.

Das macht auch Bastelnietenmuttis wie mir Spaß – und beschäftigt die Kinder locker für einen weiteren (verregneten) Nachmittag.

 

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Und jetzt seid Ihr dran! Habt Ihr noch mehr Tipps für kostenlose oder kostengünstige Ausflüge mit Kindern in Hamburg?

Genießt den kuscheligen Herbst!

Eure Anna

 

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