Für Unterwegs // Essen mit Kleinkindern auf Reisen

*Dieser Beitrag entstand mit freundlicher, finanzieller Unterstützung von Milupa*

Können Kleinkinder auf Reisen eigentlich alles essen was sie auch zu Hause dürfen? Was kann man ohne Bedenken verspeisen, womit sollte man vorsichtig sein? Gerade Familien die viel mit kleinen Kindern unterwegs sind und auch fremde, ferne Länder bereisen hören diese Frage immer wieder.

Grund genug, dieses Thema hier einmal aufzugreifen, Euch unsere Sichtweise zu diesem Thema zu schildern und Euch zu erzählen, was eine reiseerfahrene Camperfamilie zu diesem Thema zu sagen hat.

Essen mit Kleinkindern auf Reisen – ist das wirklich so kompliziert?

Gleich vorweg: je älter die Kinder werden, desto einfacher wird es. Sobald die Breizeit vorbei ist und die Kinder beginnen am Familientisch mitzuessen, ist (fast) alles erlaubt. Auch auf Reisen.

Dennoch gibt es natürlich Länder, in denen andere hygienische Standards gelten als bei uns. Länder, in denen Lebensmittel anders zubereitet werden, in denen Kontrollen nicht ganz so streng sind wie bei uns und auch die Herkunft der Lebensmittel manchmal unbekannt ist. Das bedeutet: das Risiko sich mit gefährlichen Krankheiten anzustecken ist erhöht.

Außerdem haben gerade Kleinkinder noch einen etwas anderen Nährstoffbedarf als Erwachsene. Diese Tatsache sollte man auch auf Reisen im Auge behalten.

Was kann man also den Kindern problemlos anbieten? Was hat sich als gut bewährt, auf was verzichten wir und was ist absolut nicht empfehlenswert? Und wie sorge ich dafür, dass das Essen mit Kleinkindern auch auf Reisen ausgewogen bleibt?

Derzeit bereisen wir mit unseren Kindern vor allem Deutschland und Europa. Damit ist die Gefahr sich mit verunreinigten Speisen eine Krankheit einzufangen ziemlich gering. Reist man mit Baby und stillt voll geht das Risiko fast gen null! Denn Stillen ist zweifellos die bequemste und hygienischste Art sein Kind unterwegs zu ernähren!

Was aber kommt nach dem Babyalter? 

Flaschennahrung habe ich auf Reisen immer als sehr unpraktisch empfunden. Man braucht heißes, abgekochtes Wasser, die Sauger und Flaschen müssen immer gründlich gereinigt werden und das Pulver immer wieder neu abgefüllt werden. Gerade das gründliche Reinigen ist aber nicht immer möglich.

Besser wurde es, als die Kinder anfingen Brei zu essen. Gläschen kann man überall problemlos erhitzen lassen, sie sind luftdicht verschlossen und damit sicher vor Verunreinigungen geschützt. Und es gibt viele Gläschen die man zur allergrößten Not auch mal kalt essen kann.

Sobald die ersten Fingerfood-Versuche erfolgreich absolviert wurden, gehörte immer eine Banane, ein paar Cracker oder ein Brötchen in meine Unterwegs-Tasche. Für Knabber-Abwechslung hole ich mir auch immer wieder Inspirationen im Internet. Die Knusperstangen von 1.000 Tage sind hier zum Beispiel sehr beliebt. Und auch die Apfelringe sind meist schneller weg als ich gucken kann 🙂 . Für Hungerattacken sind wir damit stets gut gerüstet.

Generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass man Obst nahezu überall problemlos essen kann. Bei Melone, Banane, Papaya, Orange oder Kiwi ist der Verzehr nach Entfernen der Schale unbedenklich. Und abgepackter Joghurt, gekochter Reis oder Nudeln gehen sowieso immer bei unseren Kindern.

Was, wenn die Koch-Möglichkeiten eingeschränkt sind?

Auf einem unserer letzten Trips habe ich eine Mama kennengelernt, die mir erzählte, dass sie mit ihrer Familie leidenschaftlich gern campt. Und das nicht nur in Deutschland oder Europa, sondern auch auf Fernreisen. Ich fand das sehr spannend, denn – ihr wisst – ich bin ein absoluter Nicht-Camper!

Also habe ich sie mit Fragen zum Thema Essen mit Kleinkindern auf Reisen gelöchert. Und netterweise hat sie mir die Erlaubnis gegeben hier mal zu erzählen, wie sie das jahrelang mit zwei Kindern auf Campingtour gehandhabt haben.

Zur Koch-Grundausstattung gehörte dabei ein Campingkocher, eine Pfanne, ein Topf, ein Löffel und ein Schneidemesser.

Essen mit Kleinkindern

Das Frühstück lief meist unkompliziert. Müsli, Brot, Obst und Joghurt – alles Dinge bei denen man nicht kochen muss. Schwieriger ist die ausgewogene Ernährung beim Warm-Kochen. Nudeln und Reis mit Sauce kann man ja nicht ständig essen. Zur Abwechslung gab es deshalb oft Gemüsepfanne, Fisch (den es vielerorts direkt frisch vom Kutter gab), süße oder herzhafte Pfannkuchen, Omlett, Milchreis oder Bratkartoffeln.

Wichtig ist eigentlich nur, dass die Zubereitung schnell geht und es möglichst wenig Zutaten (und Töpfe) dazu braucht. Als sie so erzählte war ich erstaunt, dass es tatsächlich auch mit wenig Aufwand möglich ist so abwechslungsreich zu kochen. Sogar selbstgesammelte Muscheln und Pilze landeten in ihrer Campingpfanne…

Und was ist mit Trinken??

„Und wie habt Ihr das mit dem Trinken unterwegs gemacht?“ war meine nächste Frage. Schließlich gibt es viele Länder in denen das Trinkwasser nicht so einfach aus dem Hahn kommt. Und gerade in sehr warmen Regionen ist es so wichtig, dass die Kinder ausreichend trinken.

Auf unseren Reisen haben wir Trinkflaschen mit Wasser eigentlich immer griffbereit. Wie aber macht man es zum Beispiel in Afrika, wo man Wasser erst abkochen muss, bevor es trinkbar ist?

Die Camperfamilie hat dazu das Wasser meist am Vorabend abgekocht, damit am Tag darauf ausreichend zur Verfügung steht. Zur Abwechslung gab es immer wieder mal Tee, den man auch prima kalt trinken kann.

Fazit: Relaxen & Genießen

Eigentlich haben wir es auch vorher schon gewusst. Essen mit Kleinkindern ist auch auf Reisen nicht wirklich ein Problem, wenn man sich gut informiert und ein paar Vorbereitungen trifft.

Grundsätzlich gilt – wie auch bei allen anderen Dingen: Kinder sind viel robuster und unkompliziertes als wir denken. Es hat noch keinem Kind geschadet, wenn mal eine warme Mahlzeit ausfällt. Und auch Nudeln mit Ketchup machen notfalls satt ohne dass man gleich Angst haben muss das Kind isst nie wieder etwas anderes.

Genießt lieber die Zeit und die fantastischen Erlebnisse mit Euren Kindern, statt Euch zu viele Sorgen ums Essen zu machen. Oder verbindet Essen und Abenteuer miteinander. Wetten, dass Ihr Euch an das gemeinsame Picknick mit regionalen Köstlichkeiten am Strand, am See oder hoch oben auf dem Berg ein Leben lang erinnert?

Was essen Eure Kinder am liebsten auf Reisen? Und was habt Ihr als Snacks für Unterwegs immer griffbereit?

Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen!

Eure Anna

 

 

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