Reise // Ein Wochenende im Harz mit jähem Ende…

Am vergangenen Wochenende haben wir endlich mal wieder eine meiner besten Freundinnen im Harz besucht. Hach, manchmal vermisse ich sie so, obwohl ich verstehen kann, dass sie der Liebe wegen aus der schönsten aller Städte mitten in die Natur gezogen ist. Umso schöner ist es, wenn wir uns dann immer mal wieder sehen.

Hübsche Ferienwohnung für wenig Geld

Losgefahren sind wir bereits Freitagabend – die Fahrt ist mit 2,5 Stunden zwar ok, aber mit drei Kindern muss man ja dennoch ein Päuschen einlegen. Für das Wochenende hatten wir uns eine schnuckelige kleine Ferienwohnung der Familie Schrader gemietet, die ich hier unbedingt erwähnen möchte, weil 1. die Inhaber unglaublich nett und herzlich waren, 2. die Wohnung perfekt sauber und sehr gut ausgestattet und 3. man es sich auch finanziell leisten kann, ohne das gleich die Urlaubskasse geplündert wird. Und nein, ich wurde dafür nicht bezahlt.

Nachdem wir das Auto ausgeladen hatten, haben wir schnell die Zwillis ins Bett gebracht und uns dann noch Pizza & Salat in einer nahegelegenen Pizzeria besorgt. Gegen 21.30 Uhr lag dann auch die Motte satt und total müde im Bettchen.

Der Samstag startete mit einem gemütlichen und ausgiebigen Frühstück bei meiner Freundin und ihrer Familie. Die Zwillis haben mit Begeisterung das ganze fremde Spielzeug inspiziert und der Floh war im siebten Himmel, als er ein kleines Päckchen bekam. PAPIER! Wer interessiert sich schon für den – übrigens sehr süßen – Inhalt. DAS PAPIER IST DIE EIGENTLICHE SENSATION!!

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Da das Wetter wirklich herrlich war (ich habe sogar meine Jacke ausgezogen und das will was heißen – ich friere echt immer), haben wir nach dem Frühstück noch einen kleinen Abstecher auf den Markt gemacht. Dort haben wir uns mit leckerem Obst, frisch gebackenem Brot, Käse und Aufschnitt für den Nachmittag und das Abendbrot versorgt und anschließend noch ein Eis in der Sonne genossen :-).

Ausflug zum Baumwipfelpfad Bad Harzburg

Gegen Mittag haben wir die Kinder noch zu Hause gefüttert und sind dann Richtung Bad Harzburg zum Baumwipfelpfad gefahren. Ich muss ehrlich gestehen: ich war noch nie auf einem Baumwipfelpfad und hatte es mir ganz anders vorgestellt. So hatte ich zum Beispiel nicht damit gerechnet, dass man auf einem Stahlgerüst durch die Baumwipfel läuft.

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Was ich aber wirklich klasse fand: den Pfad kann man auch mit Kinderwagen (sogar mit unserem Zwillingswagen) problemlos besuchen! Lediglich die Aussichtsplattform erreicht man nur über eine Treppe. Auf der Aussichtsplattform kann man dann sogar auf einem kleinen Abschnitt durch den Glasboden schauen. Der Motte war das zunächst etwas unheimlich, schließlich hat sie sich aber zusammen mit ihrem Papa doch drauf getraut.

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Der Pfad ist insgesamt 1.000 Meter lang und bietet auf 18 Plattformen viele interessante Infos rund um den Wald, die Tiere die darin leben, Insekten und Bäume. Dazu gibt es auch immer wieder kleine Mitmachstationen für Kinder.

Baumwipfelpfad

Wir hatten zwar traumhaftes Wetter, aber leider waren die Bäume um uns herum noch nicht so richtig grün – wir haben zwar viele schöne Knospen gesehen, ich kann mir aber vorstellen, dass ein Besuch noch schöner ist, wenn alles richtig blüht.

Baumwipfelpfad Bad Harzburg

Die Motte – und auch wir – fanden es dennoch spannend. Und das, obwohl sie bereits den ganzen Tag sehr müde und schlapp war und auch immer wieder getragen werden wollte. Das ist ganz untypisch für sie – eigentlich ist sie bei Ausflügen immer total aktiv, aufgeregt und topfit. Wir schoben das bis zum späten Nachmittag immer wieder darauf, dass sie am Vorabend so spät im Bett – und trotzdem morgens zu ihrer normalen Uhrzeit wieder wach – war.

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Denn eigentlich hatte sie immer wieder Spaß daran die verschiedenen Stationen zu erkunden. Und auch den kleinen Kletterplatz auf dem Rückweg wollte sie unbedingt bewältigen. Ich musste ganz schön lachen, denn die runden Plattformen an den Seilen waren nur zu erklimmen, wenn man mit beiden Füßen gleichzeitig draufsprang. Das hatte die Motte mit ein bißchen Hilfe dann auch schnell raus.

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Nachdem sie aber beim anschließenden Essen ihre Pommes kaum anrührte und die Fanta nur zur Hälfte trank, war mir klar: da ist was im Anmarsch.

Ein jähes Ende…

Und so war es auch: als wir gegen 18.30 Uhr wieder in unserer Ferienwohnung ankamen hatte die Motte hohes Fieber, tigerte freiwillig sofort ins Bett und wollte nur noch schlafen. Auch am nächsten Morgen war das Fieber noch immer sehr hoch. Ich sag Euch: ich habe immer – wirklich immer – Fiebersaft mit. Weil ich weiß, dass ich drei Fieberkinder habe. Aber ausgerechnet diesmal hatte ich den natürlich nicht eingepackt. Also machte ich mich um 7.00 Uhr morgens auf zur Not-Apotheke, während der Papa schonmal alle Sachen zusammenpackte.

Eigentlich hatten wir geplant erst am Nachmittag wieder nach Hamburg zu fahren und den Vormittag und Mittag noch mit meiner Freundin im Harz zu verbringen – aber das konnten wir der Motte ja nicht zumuten. Die arme Maus war völlig fertig. Also nahm unser Harz-Wochenende ein jähes Ende, und wir saßen bereits am Vormittag wieder im Auto gen Heimat…

Aber so ist das eben mit Kindern – nicht immer alles planbar, und das ist auch gut so! Die Motte fieberte dann übrigens 3 Tage über 40°C. Erst am Mittwoch war das Fieber endlich runter.

Den Besuch bei meiner Freundin müssen wir dann eben irgendwann noch einmal nachholen. Es ist ja so schön im Harz – da ist es doch gut immer einen Grund zu haben um hinzufahren, oder?

Habt Ihr schon mal einen Baumwipfelpfad besucht? Gibt es da welche die Ihr empfehlen könnt? Und was sollte man mit Kindern im Harz auf keinen Fall verpassen?

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende

Eure Anna

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