Äpfel pflücken im Alten Land – liebgewonnenes Herbstritual!

Äpfel pflücken im Alten Land ist für uns zu einem liebgewonnenen Ritual im Herbst geworden. In diesem Jahr fiel die Apfelernte – dem fantastischen Sommer sei Dank – schon in den September. Also machten wir uns am letzten Septemberwochenende auf zu Schubacks Apfelpatenhof um unser Bäumchen abzuernten. Das Ergebnis: über 25 kg saftig-süße rote Äpfel und drei zuckersüße kleine Schleckermäuler die ihre kleinen Fingerchen genüsslich in einem großen Topf selbstgekochtem lauwarmem Apfelmus versenken. 

Äpfel pflücken im Alten Land

Im vergangenen Jahr habe ich zum Geburtstag von Freunden eine Patenschaft für ein Apfelbäumchen bekommen. Das steht auf Schubacks Apfelpatenhof in Jork, einem von vielen, vielen Obsthöfen im Alten Land. Kaum angekommen, wissen die Kinder schon was zu tun ist. Sie schnappen sich eine Schubkarre und einen Bollerwagen und stiefeln los. Entlang der langen Obstbaumalleen. Fast alle Bäume hängen voll mit prallen roten und grünen Äpfeln der Sorten Jonagold, Elstar, Boskoop und Red Jonaprince. Nur zwischendrin vereinzelte bereits abgeerntete Bäume.

Äpfel pflücken im Alten Land

Äpfel pflücken im Alten Land: für zu Hause und zum Sofort Naschen

Die Kinder suchen mit Feuereifer nach unserem Baum und finden ihn schließlich, fast am Ende der Plantage. Sie staunen. Der Baum ist relativ klein, aber die Äste biegen sich unter der Last der Früchte. Jeder der drei schnappt sich einen Apfel. Und wie immer landet der nicht im Korb sondern sofort im Mund. Mmmh – so lecker!

Wir pflücken und pflücken, unsere Körbe werden voller und voller und am Ende sind wir erstaunt, wie viele Äpfel an unserem – auf den ersten Blick so kleinen Bäumchen – hingen. Über 25 kg verstauen wir am Ende des Tages im Auto.

Äpfel pflücken im Alten Land

Zu Hause angekommen wird ein Teil der Äpfel an alle lieben Nachbarn verteilt. Der Rest zu einem riesengroßen Topf Apfelmus verkocht. Der sollte eigentlich für ein paar Wochen reichen. Aber als ich das noch lauwarme Mus zum Abkühlen auf den Küchentisch stelle, stürzen sich die Kinder mit Löffeln bewaffnet darauf als hätten sie tagelang nichts gegessen. Am Ende bleibt ein einziges Einmachglas voll Apfelmus übrig. Klar, Selbstgeerntetes aus der Region schmeckt halt einfach am allerbesten!

Apfelernte im Alten Land: Wo kann man selbst ernten?

Von Anfang September bis Mitte Oktober kann man auf vielen kleinen und großen Obsthöfen im Alten Land Äpfel pflücken. Neben Äpfeln bieten viele der Höfe auch andere Obstsorten zum Selberernten an. Auf dem Weg nach Jork weisen zahlreiche Schilder am Straßenrand den Weg zu verschiedenen Höfen.

Äpfel pflücken im Alten Land

Meldet Euch in den kleinen Hofläden. Dort weisen Euch die Mitarbeiter ein und stellen auch das nötige Equipment zum Selber pflücken bereit. Auf dem Weg durch die Plantagen sind alle Sorten deutlich ausgeschildert und probiert werden darf natürlich auch.

Ein eigenes Apfelbäumchen: wie funktioniert das mit einer Apfelpatenschaft?

Pflücken kann man auf den allermeisten Obsthöfen natürlich auch ohne Patenschaft. Wenn Ihr aber nach einer wirklich tollen Geschenkidee sucht, dann kann ich Euch die Patenschaft für einen Apfelbaum sehr ans Herz legen.

Die Patenschaft kostet 55 Euro pro Jahr. Dafür erhaltet Ihr eine Urkunde und an Eurem Baum wird Euer Name bzw. der Name des Beschenkten angebracht. Als Pate bekommt Ihr über das Jahr verteilt regelmäßig Infos per email zu Eurem Bäumchen. Außerdem könnt Ihr Euren Baum über das ganze Jahr verteilt regelmäßig besuchen und beobachten.

Äpfel pflücken im Alten Land

An zwei Wochenenden im Herbst findet dann auf dem Apfelpatenhof ein Erntefest statt, an dem Ihr Eure Äpfel ernten könnt. In diesem Jahr konnte man – aufgrund der warmen Temperaturen – bereits deutlich früher ernten. Auch die Ausbeute war mehr als üppig.

Sollte der eigene Baum im Herbst wider Erwarten nur wenig Früchte tragen, garantiert der Apfelpatenhof dennoch 20 kg Äpfel der Sorte des Apfel-Patenbaums. Und mit viel Glück bekommt man dann auch einen Ersatzbaum zum Abernten. Denn schließlich macht gerade das am allermeisten Spaß.

Wer besonders viele Äpfel geerntet hat, kann einige davon vor Ort gegen frisch gepressten Apfelsaft eintauschen.

Köstliche Herbstzeit – warum Essen nach Saisonkalender für mich so wichtig ist

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Warum wir mit unseren Kindern selber ernten, wo man Äpfel doch bequem auch einfach im Supermarkt kaufen kann? Weil ich es erschreckend finde, wie viele Kinder, Jugendliche und sogar Erwachsene Obst- und Gemüsesorten nicht richtig benennen können.

Meine Kinder sollen wissen, wie ein Sellerie oder ein Radieschen aussieht und auch, wie es schmeckt. Ich halte es für enorm wichtig, dass meine Kinder wissen, wo die Lebensmittel herkommen, die sie essen. Dass ein Apfel am Baum wächst, eine Kartoffel unter der Erde und die Brombeere am Strauch. Dass ihr Obst und Gemüse einen langen Weg zurücklegt, bevor es im Supermarktregal landet.

Ernährung bedeutet für mich bewusst essen. Natürlich darf es in Ausnahmefällen auch mal eine Tiefkühlpizza sein, aber grundsätzlich soll Ihnen klar werden, dass gesunde und ausgewogenen Ernährung sie fit hält und mit der nötigen Energie versorgt, die sie in Schule und Kita brauchen.

Äpfel pflücken im Alten Land

Wir richten unsere Einkäufe deshalb nach dem Saisonkalender und bereiten alles frisch zu. Gerade im Herbst gibt es eine fantastische Vielfalt an Obst und Gemüse. Äpfel, Birnen, Kürbisse, Nüsse, Kohl, Kartoffeln…

In den vergangenen Jahren ist das Thema Nachhaltigkeit endlich in vielen Köpfen angekommen. Wir müssen unser Verhalten grundlegend ändern, wenn wir die Welt für unsere Kinder und Enkelkinder lebenswert hinterlassen möchten.

Neben der Einschränkung von z.B. Plastikkonsum gehört dazu auch der Einkauf von regionalen Produkten. Denn das schont das Klima. Wenn Gemüse und Obst nicht aus Übersee eingeflogen werden muss, sondern vom Hofe im Nachbardorf kommt, dann wird es durch kürzere Transportwege auch deutlich günstiger. Und das sind nur zwei der vielen, vielen Vorteile.

Die besten Herbstrezepte meiner Bloggerkollegen 

Leider bin ich kochtechnisch nur mäßig begabt. Mein Mann kocht sehr gut, hat aber wenig Lust seine Rezepte hier aufzuschreiben. Wie gut dass es so viele liebe Bloggerkollegen gibt, die gern ihre leckersten Herbstrezepte mit Euch teilen.

Damit Ihr Euch die nicht mühsam zusammensuchen müsst, habe ich für Euch eine kleine Sammlung zusammengetragen.

Saftiger Mandel-Kürbiskuchen fast ohne Mehl  

Kürbis Quiche 

Apple Crumble 

Kürbissuppe  

Gefüllter Kürbis 

Maccheroni-Gratin mit Waldpilzen  

Schwedischer Pflaumenkuchen vom Blech 

Pastinaken-Sellerie-Buttermilch-Suppe 

Getrocknete Apfel- und Birnenringe selbstgemacht   

 

Nur selber ernten – das müsst Ihr jetzt noch. Viel Spaß & einen köstlich-kuscheligen Herbst

 

 

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