Reise // Ein Mama-Motte-Wochenende im Rheinland: Wasserspiele & wilde Tiere im Wuppertaler Zoo…

Was für ein wunderschöner sonniger Tag im Wuppertaler Zoo! Ich bin dort schon ewig nicht mehr gewesen. Ich glaube als Kind das letzte Mal, daher war es für mich ein richtig nostalgischer Ausflug mit der Motte. 

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Ja, Ihr habt richtig gelesen – ich war nur mit der Motte unterwegs, und zwar das ganze Wochenende. Ein richtiges Mama-Tochter-Wochenende sozusagen. Wir sind am Freitagmittag in Hamburg gestartet um meine Eltern im Rheinland zu besuchen. Es war so heiß, aber dennoch kamen wir trotz Ferienanfang in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gut durch.

Ein Samstag in Köln…

Der Samstag war bereits fest verplant: ein Besuch bei meiner Mama und nachmittags ein Treffen mit meiner Freundin in Köln. Sie ist ja Ende letzten Jahres in den Ruhrpott gezogen und seitdem haben wir uns nicht mehr gesehen.  So hatten wir uns natürlich einiges zu erzählen. 

Nach einem kleinen Snack im Café Extrablatt am Alter Markt sind wir noch eine Weile am Rheinufer lang spaziert und haben  uns dann am Brunnen hinter dem Museum Ludwig niedergelassen. Während die Motte einen riesigen Spaß beim Plantschen im Wasser hatte, konnten wir mit Blick auf den Dom gemütlich quatschen.

KölnDie Motte war übrigens schwer beeindruckt vom Kölner Dom, den sie das erste Mal gesehen hat. Eigentlich kennt sie das Wort „Dom“ bisher nur vom Hamburger Dom. Der hat mit einer Kirche aber so gar nichts zu tun, sondern ist ein großer Jahrmarkt. Entsprechend war sie zuerst etwas irritiert, also ich ihr erklärte, dass die zwei Türme, die wir schon aus dem Zug erblickten, zum Kölner Dom gehören. 🙂

Irgendwie war der Tag dann auch ruck-zuck vorbei. Kennt Ihr das? Man hat das Gefühl, dass man gar nicht so richtig etwas gemacht hat – eigentlich nur den Tag verbummelt – und trotzdem ging die Zeit so schnell vorbei.

Ein Sonntag im Wuppertaler Zoo…

Sonntagmorgen waren wir gegen 6.30 Uhr wach und die Motte wünschte sich spontan einen Besuch im Zoo. Da es hier in der Umgebung wirklich sehr schöne Zoos gibt und das für mich auch immer ein Stück Kindheitserinnerung bedeutet, stimmte ich gleich zu. Also zogen wir uns schnell an, frühstückten nur eine Schale Cornflakes und machten uns dann auf den Weg in den Wuppertaler Zoo.

Wuppertaler Zoo

Wir waren bereits kurz nach Öffnung des Zoos dort. So war es noch fast menschenleer und vor allem noch nicht so warm. Der Wuppertaler Zoo ist wirklich wunderschön und besitzt einen ganz eigenen Charme. Die Tiere leben in recht großen Gehegen, die allesamt sehr hübsch angelegt sind und überall ist es sehr grün.

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Es geht – wie in Wuppertal üblich – viel bergauf und bergab, aber die Wege sind schön breit und große Bäume spenden viel  Schatten. Das ist besonders bei den derzeitigen Temperaturen sehr angenehm. 

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Wir ließen uns wirklich viel Zeit. Die Motte bestimmte das Tempo und entschied auch, wo wir länger verweilen und wo eben nicht. Da das Gelände wirklich weitläufig ist, machten wir immer wieder Pausen, genossen die Sonne und die Landschaft. Man kann kaum glauben, dass der Zoo zu den ältesten Deutschlands zählt, denn die Gebäude und Gehege sind unheimlich gut erhalten.

Im Junior Zoo können Kinder fleissig helfen…

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Über 5.000 Tiere leben im Wuppertaler Zoo. Besonders beliebt sind die Pinguine, die man auch unter Wasser beobachten kann. Aber auch die Affen und viele Raubkatzen lassen sich in ihren Gehegen aus der Nähe betrachten.

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Oh, ein Baby-Elefant…

Leider hatten wir bei unserem Besuch kein Glück und die Löwen, Tiger und Eisbären (die ebenfalls unter Wasser beobachtet werden können) hielten sich versteckt. Dafür konnten wir das süße Elefantenbaby Tuffi ausgiebig beim Spielen und Fressen beobachten. 

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Gegen frühen Mittag legten wir eine Pause im Zoorestaurant ein, das eine tolle Terrasse mit Blick auf die Elefantenanlage bietet. Die Motte verzehrte eine Portion Pommes, während ich einen Kaffee trank.

Pommes

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Anschließend wollte sie eine Runde auf dem großen Waldspielplatz toben. Dort blieben wir fast eine ganze Stunde. Es wurde immer wärmer und die Beine auch langsam müde.

Besonders die Wasser- und Matschanlage machte bei so einem Wetter viel Spaß!!

Besonders die Wasser- und Matschanlage machte bei so einem Wetter viel Spaß!!

Also beschlossen wir noch ein paar letzte Tiere zu besuchen und zum Abschluss noch eine Fahrt mit der Schwebebahn zu unternehmen, die ein paar Schritte vom Zoo entfernt liegt. 

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Einmal über die Wupper schweben…

Die Wuppertaler Schwebebahn ist weltberühmt und jeder, der sie mal gesehen oder damit gefahren ist, ist fasziniert davon. Die Motte konnte gar nicht glauben, dass man direkt über der Wupper und der Straße schwebt.

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Das erste was sie fragte war: aber wie steigt man denn da ein? Das das alles wie bei einer S-Bahn funktioniert, nur dass die Schienen eben oben über dem Kopf sind, fand sie unheimlich spannend. Wir sind ein paar Stationen gefahren und sie sah staunend aus dem Fenster.   

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Schwebebahn

Nach der Fahrt war sie wirklich platt. So langsam wurde sie auch ein bisschen quengelig, daran merke ich dann oft, dass es ihr jetzt reicht, sie genug Eindrücke hatte und eine Pause braucht. Also kaufte ich ihr – wie vorher versprochen – für die Rückfahrt ein Eis. Das verteilte sie dummerweise auf dem Sitz, was wiederum für Tränen sorgte. Trotzdem konnte der leicht holprige Abschluss unseres Ausflugs den Tag nicht trüben. Wir beide haben die kleine Mama-Tochter Auszeit sehr genossen. Ich hatte drei  Tage mal nur Zeit für sie – unsere letzte Zeit ohne ihre Geschwister lag wirklich schon eine ganze Weile zurück. 

Feierwehr

Am Tag unseres Zoobesuchs war sogar die Feuerwehr vor Ort und zeigte den kleinen Gästen die großen Feuerwehrautos und wie man einen Brand löscht…

Feuerwehr

Feuerwehr I

Und, machen wir das nochmal?

Wir werden das sicher nochmal wiederholen. Vielleicht nicht gleich für drei Tage, aber immer mal wieder für ein paar Stunden oder einen gemeinsamen Tag. Denn eigentlich vermissen wir beide den Rest der Familie dann doch ganz schön doll, wenn sie nicht bei uns sind. Sehr bezeichnend dafür war der Spruch der Motte am Samstagmorgen: „Mama, wann fahren wir zurück?“ „Am Montag“ „Können wir bitte jetzt nach Hause fahren? Ich vermisse die Minimotte und den Floh“ „Ich auch mein Schatz, sehr sogar“. 

Kamel

Entsprechend groß war die Wiedersehensfreude heute auf allen Seiten – am schönsten sind Familienausflüge eben doch mit der ganzen Familie…

Wie habt Ihr dieses sonnige Wochenende verbracht? Wäre ja schön, wenn der Sommer uns noch eine Weile erhalten bleibt, oder?

Eine wunderschöne Woche und Alles Liebe,

Eure Anna

Der Wuppertaler Zoo: die Fakten

Website: http://www.zoo-wuppertal.de/

Wo?: Hubertusallee 30, 42117 Wuppertal

Wann geöffnet?: In der Sommerzeit Ende März – Oktober von 8.30 Uhr bis 18 Uhr; in der Winterzeit November – März von 8.30 Uhr bis 17.00 Uhr.

Was kostets?: Kinder (4-16 Jahre): € 7,00 // Erwachsene 14,50 Euro

Was man wissen muss: Bollerwagen und Buggys stehen an der Zoo-Kasse für eine Leihgebühr von 3,50 € zzgl. Pfand bereit // Babywickelräume gibt es in den Toilettenanlagen unterhalb der Musikmuschel am Blumenrondell und an der neuen Tigeranlage

Hunger?: Das Zoorestaurant „Okavango“ befindet sich bei der Elefantenanlage und hat ganzjährig geöffnet // Eis und kleine Snacks gibt es am „Kiosk im Tigertal“ sowie am  „Flamingo-Eck“

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