Klartext // Verflixter Heuschnupfen! Meine Erfahrungen und Tipps im Umgang mit dem lästigen Begleiter!

*Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Allergiecheck.de*

Als wir kürzlich die Fotos des vergangenen Jahres sichteten, um ein Best of für unseren Kalender 2017 zusammenzustellen, fiel mir auf, dass ich auf den Mai-Fotos fast immer mit einer roten Nase zu sehen bin. Nein, natürlich war die nicht angemalt, sondern quasi dauergerötet, weil ich sie permanent putzen musste. Ich leide nämlich – wie sicher ganz viele von Euch – unter fiesem Heuschnupfen. Und im Frühling und Frühsommer ist es am Schlimmsten.

Wie alles begann…

Das erste Mal so richtige Probleme mit Heuschnupfen hatte ich als Kind – ich muss so um die 11 oder 12 Jahre alt gewesen sein. Plötzlich juckten im Frühjahr die Augen und die Nase. Die Augen waren außerdem ständig gerötet und ein Niesanfall folgte dem nächsten.

Also ging ich mit meiner Mama zu einem dieser Allergie-Prick-Tests. Kennt Ihr oder? Es werden verschiedene Lösungen auf den Unterarm aufgetragen und anschließend die Haut leicht eingeritzt. Dort wogegen man allergisch ist – zum Beispiel Birkenpollen – wird die Haut ganz rot und es können sich kleine Quaddeln bilden. Danach hat man viele schicke rote Punkte auf dem Arm, die bei mir furchtbar anfingen zu jucken, sodass ich nicht aufhören konnte mich zu kratzen. 🙂

Jedenfalls kam bei diesem Test heraus, dass ich auf fast alle Frühblüher reagiere. Somit quält mich der Hauschnupfen von Februar bis in den Juni hinein. Was so richtig ätzend sein kann.

Nun lebte ich als Kind und Jugendliche sehr ländlich inmitten von Feldern und viel Natur. Was eigentlich ein Paradies ist. Als Kind gibt es ja eigentlich nichts Tolleres als im Frühjahr und Sommer auf Bäume zu klettern, durch hoch gewachsene Wiesen zu streunen, Pusteblumen zu pflücken und auf dem nahegelegenen Pferdehof durchs Heu und Stroh zu toben.

Tja, Pech gehabt. Für mich war das anschließend immer mit extremen Beschwerden verbunden. Meine Augen juckten wie verrückt und ich konnte gar nicht aufhören zu niesen.

Ich war oft echt verzweifelt und habe diesen blöden Heuschnupfen mehr als einmal verdammt.

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Was habe ich dagegen unternommen?

Ich ging damals nie ohne Nasenspray und Augentropfen aus dem Haus. Die verschafften mir zumindest kurzfristig immer wieder Linderung. Aber ich hätte viel dafür gegeben, diesen Heuschnupfen endlich loszuwerden. Denn ich konnte beim Draußen spielen einfach nicht so unbeschwert sein wie meine Freunde, weil ich immer wusste: später rächt sich das mit starken Beschwerden.

Mein damaliger Arzt empfahl mir irgendwann eine Hyposensibilisierungs-Therapie, mit der man eine Allergie ursächlich behandelt, sodass man auf lange Sicht keine oder deutlich weniger Beschwerden hat. Wer sich schon einmal damit beschäftigt hat, weiß, dass es da drei Alternativen gibt. Die Einnahme von Tropfen oder Tabletten sowie die Möglichkeit, einen Allergologen für eine Spritzen-Therapie aufzusuchen.

Da die Aussicht auf regelmäßige Spritzen – gerade für Kinder und Jugendliche – nicht gerade verlockend ist, werden sich wohl die Allermeisten lieber für die beiden anderen Alternativen entscheiden. So auch ich damals.

Die Therapie begann ich im Herbst / Winter. Die Anwendung war ganz einfach: jeden Tag musste ich 10 Tropfen, die Allergene enthielten, ca. 1 Minute unter der Zunge behalten. Eigentlich ganz simpel.

Ich war wirklich gespannt, ob das funktioniert, allerdings war ich als Teenager nicht gerade sehr zuverlässig mit der Einnahme. Daher war das Ergebnis abzusehen: es wurde nicht besser. Was mich frustrierte, obwohl ich wusste, dass ich selbst schuld war.

Wie sich der Heuschnupfen mit der Zeit entwickelte

Also lernte ich damit zu leben. Schloss Frieden mit dem lästigen Niesen und den juckenden Augen und akzeptierte, dass im Frühjahr Nasenspray und Augentropfen zur Grundausstattung in meiner Tasche gehörten.

Und ganz plötzlich – ich glaube kurz nachdem ich im Jahr 2001 nach Hamburg gezogen war, wurden meine Beschwerden besser.

Woran es genau lag? Keine Ahnung! Ich bilde mir ein, dass die Luft hier oben im Norden besser ist 🙂

Um konkreter zu werden: ganz weg ist der Heuschnupfen bis heute nicht. Es gibt immer wieder Jahre, in denen ich extrem darunter leide und die Beschwerden stärker sind. Aber immer wieder gibt es auch Zeiten, in denen ich – bis auf heftige Niesanfälle zwischendurch – fast beschwerdefrei bin.

Besonders gut geht es mir normalerweise im Urlaub. Am Meer merke ich kaum etwas vom Heuschnupfen. Da wir das Meer lieben und gern auf Reisen sind trifft sich das ganz gut 🙂

Allerdings muss ich zugeben, dass mir im letzten Jahr der Heuschnupfen sogar in Dänemark zusetzte. Da aber der Mai auch hier in Hamburg letztes Jahr heuschnupfentechnisch nicht besonders gut war, habe ich mich im Juni in Dänemark nicht so gewundert.

Wie gehe ich damit um, wenn ich Beschwerden habe?

Ich trage weiterhin Nasenspray und Augentropfen mit mir herum, und versuche mir nicht die Stimmung am Frühjahr und Sommer vermiesen zu lassen. Ich will weiterhin mit meinen Kindern im Heu toben und über Blumenwiesen laufen können. Ich würde mich furchtbar ärgern, wenn ich nicht mehr zusammen mit meinen Kindern die vielen spannenden Dinge in der Natur entdecken könnte.

Bei mir hilft es oft, wenn ich abends meine Haare wasche. Dann habe ich das Gefühl ich habe am Tag darauf und in der Nacht weniger Beschwerden. Außerdem trage ich in der Heuschnupfen-Saison meine Klamotten nie zweimal sondern werfe sie gleich in die Wäsche, auch wenn sie nach dem Tragen noch sauber sind.

Vielleicht ist es Einbildung, aber ich habe das Gefühl es hilft ein bisschen.

Ich wünsche mir sehr, dass meine Kinder nie mit denselben Beschwerden kämpfen müssen wie ich. Dass sie vom Heuschnupfen verschont bleiben. Bisher ist von allergischen Symptomen bei Ihnen nichts zu sehen. Ich drücke fest die Daumen, dass das so bleibt. Denn ich möchte nicht, dass sie sich so eingeschränkt fühlen wie ich damals als ich klein war.

Heuschnupfen

Sollte aber eins meiner Kinder je Probleme mit Heuschnupfen bekommen, würde ich wahrscheinlich versuchen, den Weg der Hyposensibilisierung noch einmal und konsequenter zu gehen. Meine Kinder hassen nämlich die Einnahme von Nasenspray und Augentropfen. Und ich denke es kann deutlich stressfreier sein, dass man die Präparate nicht ständig dabei haben muss, sondern die Ursache der Therapie durch regelmäßige Einnahme von Tropfen oder Tabletten behandelt.

Aufruf zum Erfahrungsaustausch

Weil ich weiß, dass sehr viele Menschen unter Heuschnupfen leiden, möchte ich hier heute eine kleine Plattform zum Erfahrungsaustausch schaffen. Ich erhoffe mir dadurch, dass wir uns alle gegenseitig unterstützen und vielleicht sogar helfen können.

Welche Tipps und Tricks habt Ihr für den Umgang mit Heuschnupfen im Alltag? Leiden Eure Kinder unter Heuschnupfen und wie erleichtert Ihr Ihnen den Umgang damit? Was verschafft Euch oder Euren Kindern Linderung?

All´ das interessiert mich brennend und ein bisschen erhoffe ich mir das vielleicht auch ein paar Tipps für mich dabei sind. Daher würde ich mich wahnsinnig freuen, wenn Ihr hier in den Kommentaren ein paar Worte hinterlasst und Eure Erfahrungen schildert.

Ich freue mich auf den Austausch mit Euch und wünsche Euch eine schöne Woche

Eure Anna

One Comment

  • Adrianna

    6. März 2017 at 19:28

    Schöner Artikel, vielen Dank. Ich hatte letztes Jahr sehr damit zu kämpfen und ebenfalls gemerkt, dass es am Meer viel besser war. Die Luft dort ist viel reiner und gesünder. Bin mal gespannt, wie es dieses Jahr wird. Ich hoffe es wird nicht allzu schlimm 🙂 Viele Grüße

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