Klartext // Meine 14 Erziehungs-Todsünden…Mädels, wir treffen uns in der Mama-Hölle :-)

Auch ich liebe den Blog von Herzmutter Janina sehr. Manchmal wünsche ich mir, ich könnte so unverblümt ehrlich sein und solch kontroverse Themen mit absoluter Souveränität anpacken wie sie. Ich gestehe: ich gehöre eher zu der Sorte Mamis die immer alles perfekt machen wollen und die sehr oft in Frage stellt, ob ich das alles gut genug mache. Das strahlende Gesicht meiner Motte und die vielen, vielen „Mama ich hab´Dich lieb“ bescheinigen mir zwar, dass nicht alles verkehrt sein kann, was ich als Mama tue, aber dennoch bleiben die Zweifel.

Nun hat die liebe Janina alle Mamis in Ihrer Blogparade aufgerufen, sich ganz offen zu ihrer „unperfekten“ Seite zu bekennen und auch ich reihe mich in die Sünderkartei ein. In der Hoffnung, dass ich nicht zu viel Schimpf und Schande ernte…

Janina will also wissen: wie kriegen wir unseren Alltag geregelt? Welche Strategien helfen uns nicht durchzudrehen? Und Auszeiten: gibt es die?

Meine 14 Erziehungs-Todsünden

1. Wenn meine Motte tagsüber mal wieder einen Quengeltag einlegt und ich wegen Job, Haushalt und sonstigen Sorgen sowieso schon gestresst bin, bekommt sie Zwieback en masse (ihr Lieblingssnack) oder auch mal ein paar Kekse, damit sie endlich aufhört zu quengeln.

2. Schlafen ist meine Leidenschaft. Bevor ich Mama wurde war ich ein richtiges Murmeltier. Seit Motte da ist, muss ich ja unter der Woche früh raus. Dafür tue ich dann am Wochenende manchmal so als würde ich noch schlafen, wenn die Motte sich entscheidet aufzustehen. Soll doch der Papa aufstehen! Das ist eigentlich ziemlich gemein, da der Papa Motte auch wochentags richtig früh aus den Federn muss, aber ich kann einfach nicht anders – ich LIEBE SCHLAFEN!

3. Wenn der Papa nach Hause kommt schicke ich ihn gern mal mit Motte in den Garten, damit ich endlich an den PC kann – emails checken, bloggen, surfen…

4. Weil ich nicht will, dass Motte morgens schon Schokolade isst, schmiere ich mir heimlich ein Nutella-Brot, welches ich dann genüsslich im Auto verspeise, sobald ich sie an der Kita abgesetzt habe.

5. Wenn ich ganz „dringend“ einen  Blog-Beitrag fertig schreiben will, darf die Motte auch mal eine Serie Maus-Spots auf dem Iphone anschauen…

6. Ich freue mich, wenn die Motte einmal in der Woche „Oma“-Tag hat. Die Zeit nutze ich dann nicht etwa für Dinge die dringend erledigt werden müssen – NEIN! Ich blogge, gucke fern oder lese eine Zeitschrift!

7. Leider reißt mir – gerade in der derzeit sehr akuten Trotzphase meiner Motte – öfter der Geduldsfaden. Ich will es nicht, aber ich schreie dann auch mal rum. Motte scheint das aber nicht im geringsten zu interessieren. Sie lacht mir bloß ins Gesicht (oder schreit noch lauter). Hinterher ärgere ich mich, dass ich nicht immer cool und souverän bin.

8. Wie schaffen das bloß die ganzen Mamis immer für den Spielplatz geschnittene Äpfel, anderes Obst und Gemüse einzupacken?

9. Ich nehme mir meine Auszeiten einfach regelmäßig, indem ich mich mit Freundinnen verabrede. Der Papa Motte wird dann einfach nur noch darüber informiert dass ich nicht da bin an diesem Abend. Und bevor jetzt einige rufen: der arme Papa: er macht´s genauso 🙂

10. Wenn Motte eine Stinkewindel hat, sage ich manchmal: „geh schnell zu Papa, der macht Dir eine frische Windel“ – so kann er kaum noch widersprechen

11. Wenn ich mal 5 Minuten Ruhe haben will, schließe ich auf dem Klo die Tür ab

12. Wenn ich Heißhunger auf Schokolade habe, esse ich die heimlich. Meistens bekommt Motte mit, dass ich etwas im Mund habe und fragt dann: „Mama, was isst Du da?“ Meine Antwort: ein Brot! So kann ich wenigstens sicher gehen, dass sie nicht unbedingt was abhaben will…Dafür komme ich nochmal in die Hölle…

Foto-1 (2)

13. Wenn Motte trotzt gebe ich manchmal nach um einfach meine Ruhe zu haben – Du willst lieber die Sandalen anziehen, obowhl es draußen regnet – mir doch egal. Was soll ich da eine halbe Stunde rumdiskutieren.

14. Motte hat ein Lieblingskleid (von Oma geschenkt), welches sie immer und immer wieder anziehen will. Ich mag das Kleid, aber manchmal ist es einfach „overdressed“. Von wem hat sie das nur, dieses „Mädchen-Gen“? Alles was glitzert und Rüschen hat findet sie toll! Dazu muss man wissen, dass Motte IMMER entscheiden möchte, was sie anzieht! Jedenfalls verstecke ich das Kleid morgens manchmal und behaupte es ist in der Wäsche, bevor sie entscheiden kann, dass sie es zum achten Mal hintereinander in die Kita anzieht. An dieser Stelle frage ich mich: warum werden eigentlich alle Klamotten binnen kürzester Zeit schmutzig, nur dieses Kleid hat auch nach dem 5ten Mal tragen nicht einen einzigen Fleck???

Mmmh, eigentlich wollte ich 15 Sünden aufschreiben, aber ich belasse es mal dabei…nun legt los: her mit Euren Schimpftiraden 🙂 Ich hoffe Ihr könnt die eine oder andere „Sünde“ mit einem Augenzwinkern lesen. Wichtig ist am Ende des Tages nur eins: meine Maus geht satt, zufrieden, warm, beschützt und über alles auf der Welt geliebt ins Bett…

So, nun aber her mit Euren Sünden – ich will wissen, welche Tricks ihr so drauf habt! Und vielleicht hat ja der ein oder andere Lust bei Janinas Blogparade mitzumachen…

Genießt Euren Abend

Eure Anna

 

 

21 Comments

  • Antje M.

    13. Juni 2014 at 9:36

    Das ist echt lustig, meine jüngste Tochter ist schon 15 und schläft inzwischen tatsächlich viel länger als wir, aber als sie klein war, da musste immer der Papa am Wochenende ran, ich bin auch ne Langschläferin;-) Kleider zog meine Tochter damals nie freiwillig an, das war immer ein Kampf. Zur Einschulung hab ich ihr sogar gedroht, dass sie keine Zuckertüte bekommt, wenn sie nicht das von mir ausgesuchte Kleid anzieht (passte doch für die Fotos so perfekt zum Ranzen und der Zuckertüte) – nach dem Fest zog sie sich sofort um;-) Jetzt mit 15 trägt sie übrigens wieder gern Kleider und Röcke – die Zeiten ändern sich!

    Antworten
    • Mama Motte

      15. Juni 2014 at 21:53

      Witzig, wie unterschiedlich das immer ist – ich habe eigentlich noch nie gern Kleider und Röcke getragen – aber meine Tochter liebt es – und ich gestehe: ich kaufe auch so gern Kleider für sie ein…mal schauen, wie lange das noch so sein wird 🙂

      Antworten
  • Christian Hanne

    13. Juni 2014 at 17:15

    Ein sehr schöner Artikel. Ich mag insbesondere das heimliche Nutellabrot (irgendwoher kenne ich das, weiß aber nicht woher). Als unsere Kinder kleiner war, haben wir ihnen erzählt, dass in den Süßigkeiten Alkohol drin sei und die deswegen nur für Erwachsene sind.

    Antworten
  • Mamamulle

    13. Juni 2014 at 23:53

    Hihi in vielen Punkten mache ich es, wie du. Wir haben Mia auch immer mit der Windel hin und her geschickt – jetzt ist es das auf Toilette gehen, was wir gerne auf den anderen schieben 😀 Klasse Beitrag!

    Antworten
    • Mama Motte

      15. Juni 2014 at 20:07

      🙂 Ich bin beruhigt, dass ich nicht allein bin…Mittlerweile geht Motte ja auch auf die Toilette – das mache ich aber eigentlich ganz gern mit ihr- sie freut sich immer so süß, wenn sie erfolgreich ist. Sie war nämlich ein echter Spätzünder mit der Toilette 🙂

      Antworten
      • Mamamulle

        15. Juni 2014 at 22:26

        Wie alt ist die Motte denn? Bisschen über 2 Jahre oder? Das ist doch nicht spät =) Ich finde die Kleinen machen das schon. Mia wollte zum Schluss nicht mehr auf die Toilette, als wir sie immer raufgesetzt haben und nun geht sie von alleine 🙂

        Antworten
        • Mama Motte

          16. Juni 2014 at 8:25

          Sie ist jetzt fast 2,5 Jahre. Sie hat sich schon früh für die Toilette interessiert und wollte sich auch draufsetzen – aber nie kam etwas. Dann gab es eine Zeit wo die Toilette total uninteressant war – und nun geht sie seit einer Woche aus heiterem Himmel so auf die Toilette als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Aber ich bin Deiner Meinung: Zwang bringt gar nichts- irgendwann machen das alle von ganz allein 🙂

          Antworten
  • Nina

    13. Juli 2014 at 17:39

    Oh man , man ist also nicht allein, Gott sei dank 🙂 Wir bringen unser Kind am Wochenende immer viel später ins bett, damit er früh länger schläft :-/ , hilft bis jetzt aber noch nicht . Ich finde es nicht schlimm wenn man ab und an mal ein paar Tricks anwendet. Liebe Grüße

    Antworten
  • Katarina

    14. März 2015 at 21:18

    „6. Ich freue mich, wenn die Motte einmal in der Woche “Oma”-Tag hat. Die Zeit nutze ich dann nicht etwa für Dinge die dringend erledigt werden müssen – NEIN! Ich blogge, gucke fern oder lese eine Zeitschrift!“

    WAS? Ich dachte immer dafür sind Oma Tage doch da. Jetzt komme ich trotz all meiner Perfektion doch in die Muttihölle. Ob ich noch schnell ein paar Dinkelkese backen kann, so als Ausgleich?

    Antworten

Schreibe einen Kommentar