Donnerstag! Zeit für meine ♥-Links der vergangenen Woche – ich muss zugeben, diesmal drehen sich ziemlich viele Berichte um Schwangerschaft und Geburt. Man merkt also, dass mich solche Themen in der eigenen Schwangerschaft gerade sehr bewegen:

Lena schreibt auf Ihrem Blog „Mini & Mami“ ein bewegendes Plädoyer gegen die Nackenfaltenmessung bzw. voreilige Schlüsse, die man daraus ziehen sollte. Wer sind wir eigentlich, dass wir darüber bestimmen, welches Kind leben darf und welches nicht? Ich musste mehrfach schlucken, als sie von einem Abbrucherlebnis erzählt, dass letztlich aufgrund einer bedenklichen Diagnose doch nicht nötig gewesen wäre. Ich persönlich habe mich bei beiden Schwangerschaften – mit der Motte und auch jetzt mit den Zwillingen – für eine Nackenfaltenmessung entschieden. Allerdings stand für uns eine Abtreibung bzw. ein Schwangerschaftsabbruch – auch wenn es eine auffällige Diagnose gegeben hätte – nie zur Debatte. Wir hätten uns lediglich darauf einstellen wollen, falls mit unserem Kind etwas nicht in Ordnung sein könnte. Denn wir hätten – nachdem wir einmal unser(e) Kind(er) auf dem Ultraschall gesehen haben – diese(s) kleine(n) schlagende(n) Herzchen, das Gesicht, die kleinen Händchen und Füßchen – es niemals übers Herz gebracht dieses zerbrechliche, wunderbare Wesen einfach zu töten. Dennoch möchte ich – und sicher auch Lena mit ihrem Beitrag – niemanden verurteilen, der diese Entscheidung (aus welchem Grund auch immer) trifft. Aber sie appelliert, dass ein solcher Schritt gut überlegt sein sollte – weil eine Diagnose eben nur eine Diagnose bleibt und keine 100%ige Sicherheit bietet.

Ganz viel Mitgefühl habe ich auch mit Kathi vom Blog „Kullerkind“ gehabt. Ihre Tochter hat nämlich aus der Kita den RS Virus angeschleppt und der hat sie so mitgenommen, dass sie für einige Tage völlig schlapp und teilnahmslos ins Krankenhaus musste. Kathi lässt uns in ihrem Bericht teilhaben, an der Angst, den furchtbaren Gefühlen und Gedanken, die ihr durch den Kopf gingen, während sie völlig hilflos dabei zusehen musste, wie schlecht es ihrem Kind ging. Ich musste solch eine Krankenhaus-Erfahrung mit der Motte auch schon einmal machen (wenn auch Gott sei Dank in wesentlich weniger schlimmer Form als Kathi) und konnte so gut verstehen, wie sie sich fühlt. Man möchte schreien und weinen und diese Angst ums Kind ist unerträglich. Mittlerweile ist ihre Tochter wieder gesund und entlassen, und auch wenn die Sorgen und „Nachwehen“ dieses Vorfalls Kathi noch nicht ganz loslassen, so war ich persönlich sehr erleichtert zu lesen, dass ihre Tochter den Virus einigermaßen gut überstanden hat.

„Blogprinzessin“ Katarina lieferte für mich den Aufreger der Woche, als sie einen offenen Brief an den Makler schreibt, mit dem sie telefoniert hat um ihre Haussuche voranzutreiben. Dieser teilt ihr nämlich ganz unverblümt mit, dass sie mit drei Kindern sicher „asozial“ ist. Zuerst war ich schockiert (haben wir doch selbst bald drei Kinder), dann einfach nur wütend. Und ein großes Unverständnis machte ich ebenfalls breit. Ich persönlich kenne unglaublich viele Eltern, die drei Kinder haben. Hier in den Hamburger Elbvororten – dort wo das Geld wohnt wie man so schön sagt – hat die Mehrheit drei Kinder. Sind die alle asozial? Ich kann jedenfalls nur den Kopf schütteln über so viel Dummheit – mit so einer Aussage outet sich dieser Mensch als selbst nicht gerade sozial kompetent (um es mal freundlich auszudrücken). Liebe Katarina: nicht unterkriegen lassen von so einer Aussage. Ich wünsche Euch, dass Ihr bald einen guten Makler findet, der Eure Bedürfnisse ernst nimmt und für Euch ein tolles Objekt findet.

Übrigens: Katarina ist derzeit auch im DIY-Fieber. Wenn ihr schon bei ihr vorbeischaut, solltet Ihr Euch auch ihre tollen Bastel- und Heimwerkerideen unbedingt mal anschauen.

Heike vom Blog „Emma und Lukas – Kreatives Familienleben“ belügt ihre Kinder. Ihr glaubt das nicht? Dann schaut mal hier vorbei – da hat sie das nämlich alles ganz genau aufgeschrieben. Und ich wette wir belügen unsere Kinder alle regelmäßig und schamlos :-) Ich jedenfalls habe mich an manch´ einer Stelle wiedererkannt. Ihr auch?

Bereits vor einer ganzen Weile hat Nathalie vom Blog „Eine ganz normale Mama“ ihre Gedanken dazu geäußert, in welcher Welt unsere Kinder eigentlich heute aufwachsen. Krieg, Terror, Ebola – um nur einige der Grausamkeiten der Gegenwart zu nennen. Auch ich habe mir nach den Vorkommnissen der vergangenen Wochen und Monate diese Frage oft gestellt. Gerade auch, als es um die Frage ging: kann ich es verantworten noch mehr Kinder in diese Welt zu setzen? Besser als Nathalie hätte auch ich meine Ängste, Gedanken und Gefühle nicht äußern können. Also würde ich diesen Beitrag gern unkommentiert stehen lassen – und lege Euch ans Herz: UNBEDINGT LESEN!

Auch die liebe Wiebke vom Blog „Verflixter Alltag“ äußert ganz aktuell ihre Ängste. Und zwar die, wie es werden wird mit einem zweiten Kind. Ich mag ihre Offenheit und finde es toll, dass sie ihre Zweifel so ehrlich äußert. Mir geht es oft genauso: es hat sich alles so toll eingespielt mit dem einen Kind und nun wird mit der Geburt des Zweiten wieder alles durcheinandergewirbelt. All´ die Fragen und Sorgen die sie hat, habe ich auch. Und wahrscheinlich noch ganz viele andere Mamis da draußen. Und gleichzeitig will ich ihr zurufen: Du bist doch eine tolle Ein-Kind-Mama – Du wirst das mit dem Zweiten genauso gut machen. Bestimmt wird sich wieder alles ändern, aber ist nicht gerade das auch sehr aufregend? Ich sehe unsere Schwangerschaft und den Familienzuwachs ebenfalls als eine große Herausforderung – aber genau das finde ich so spannend. Ich weiß, dass ich an dieser Herausforderung wachsen werde – und gleichzeitig ganz viel gewinnen werde. Liebe Wiebke, ich drück´ Dich – Du bist nicht allein mit Deinen Sorgen, aber Du wirst das schaffen!

Apropos Geburt: gerade gestern erst habe ich einen Artikel gelesen, den ich vor einer ganzen Weile schon mal im Netz gefunden hatte. Und weil ich erneut total gefesselt von der Unverblümtheit der Sprache und großen Wahrheit in all´ diesen Worten war, möchte ich den Link noch einmal teilen. Vielleicht gibt es einige unter Euch, die ihn noch nicht kennen. Eigentlich ist man nämlich beim ersten Mal so überhaupt gar nicht auf eine Geburt vorbereitet – Geburtsvorbereitungskurs hin oder her. Es gibt Dinge, über die wird nicht gesprochen. Und rosarot ist es schon gar nicht. Die Autorin will damit keine Angst machen – aber es ist eben so wie es ist.

Passend dazu lässt auch „Mama on the rocks“ uns an ihrem traumatischen zweiten Geburtserlebnis teilhaben. Ich hatte Tränen in den Augen und war tief berührt von ihrer Offenheit so persönlich über die Gefühle zu schreiben, die sie bereits überwunden zu haben glaubte. Ihre Worte zeigen, wie wichtig eine Aufarbeitung ist, und dass so eine Geburt eben nicht endet, wenn das Kind geboren ist. Uns Frauen begleitet solch ein einschneidendes Erlebnis ein Leben lang. Und es ist eben nicht immer nur Zuckerwatte, auch wenn man das Ergebnis dieses Erlebnisses nie mehr hergeben möchte und es all´ die Strapazen wert war. Persönlich wünsche ich ihr alles, alles Gute und viel Kraft und Zeit für sich alles zu verarbeiten.

Schließen möchte ich aber gern mit einem ganz zauberhaften Text der lieben JesSi an ihren großen Jungen. Besonders ist der Text vor allem deshalb, weil der große Junge gar nicht ihr eigener, leiblicher Sohn ist, sondern ein Pflegekind. Gerade deshalb bin ich tief gerührt von den Worten voller Liebe, die sie für ihn wählt, zeigt es doch einmal mehr, dass am Ende nicht nur die Blutsverwandtschaft zählt.

In diesem Sinne: viel Spaß beim Stöbern, umarmt Eure Lieben, lasst es Euch gut gehen und habt eine schöne Restwoche

Eure Anna

 

 

11 Thoughts on “Meine ♥-Links der Woche (4)

  1. Hallo Anna,
    Vielen Dank für dein Lob und das Verlinken meines Blogs.
    Liebe Grüße, Heike

  2. Liebe Mama Motte,

    vielen Dank für die lieben Worte :-* ich habe mich sehr darüber gefreut… auch wenn ich immer öfter das Gefühl habe auf einem Niveau zu „jammern“, was eigentlich gar nicht passt. Schwer zu beschreiben… und am Ende geht es ja nur darum: es ist einfach schrecklich wenn die Kleinen krank sind.

    • Mama Motte on 30. Januar 2015 at 10:36 said:

      Manchmal darf man jammern. Es gibt immer jemandem, dem es schlechter geht, aber das ändert ja nichts an den Gefühlen, die man gerade in diesem Moment empfindet. Wichtig ist doch nur, dass man irgendwann auch wieder herausfindet aus dieser „Scheiß-Zeit“ und dann auch wieder fröhlich und positiv sein kann…

  3. Das ist aber lieb von Dir! Es freut mich, dass Dir der Text gefallen hat. Er musste einfach mal sein, man kann nicht immer nur lustig sein. Ich hatte mir da einfach meine Gedanken von der Seele geschrieben und freue mich, wenn ich anderen damit auch aus der Seele sprechen konnte.

    • Mama Motte on 30. Januar 2015 at 10:35 said:

      Ich finde auch, dass es gar nicht immer lustig sein muss. Manchmal ist eben das Leben nicht lustig. Und das gehört genauso dazu. Wichtig ist doch nur, dass wir trotzdem positiv denken.

  4. Hallo,
    ich hoffe mein Kommentar ist nun nicht doppelt, irgendetwas ging bei mir schief.
    Ich danke dir für die Verlinkung meines Blogs und vor allem dafür, dass die mein Beitrag gefallen hat.

    Liebe Grüße, Heike

  5. Vielen, vielen dank für’s Verlinken! Danke fürs Erwähnen meines Blogs! Und natürlich danke dafür, dass dich das Thema interessiert und bewegt! Ich hoffe so sehr, dass es ganz viele Frauen gibt, die sich in Zukunft vor so einem vermeintlich simplen Schritt Gedanken darüber machen, welcher Stein damit ins Rollen kommen kann…

    Dein Blog ist toll – ich lese sehr gerne mit!

    Liebe Grüße
    Lena

    • Mama Motte on 4. Februar 2015 at 10:42 said:

      Hallo Lena, da hast Du Recht – es ist ein wichtiges Thema. Ich denke, dass man sich die Entscheidung einfach nicht so leicht machen sollte – auch wenn es in bestimmten Fällen sicher gute Gründe für einen Abbruch gibt. Wichtig ist, dass es immer wieder Artikel wie Deinen gibt, die zum Nachdenken anregen. Liebe Grüße, Anna

  6. Hallo Anna,
    auch wenn wir zur Zeit nicht schwanger sind, lese ich total gerne Beiträge über die Schwangerschaft, Geburt und die ersten Monate mit dem Würmchen.

    Aber auch Alltagssituationen.

    Danke also für die vielen netten Links. 😉

    Ich hoffe, dass es euch drein soweit gut geht.

    Liebe Grüße, Geli

    • Mama Motte on 4. Februar 2015 at 10:40 said:

      Uns geht es prächtig – demnächst gibt´s auch wieder ein Update zur Schwangerschaft. Ich freu´ mich, dass Du hier gern mitliest…
      Liebe Grüße, Anna

  7. Hallo Anna,

    schön, dass man durch Kommentare auch mal die Gelegenheit findet, andere Blogs kennen zu lernen :)
    Deiner lädt auf jeden Fall zum Verweilen ein.
    Wünsche Dir was,
    Sabo

    PS – ach, bei der Gelegenheit drücke ich gleich mal den „neue Beiträge“ Haken :)

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