Kranksein ist scheiße…besonders wenn man Mama ist!!

Die Zwillinge sind heute auf den Tag genau 7 Monate alt (der ausführliche Entwicklungsbericht folgt in den nächsten Tagen) und ich liege seit Dienstag mit einer fetten Grippe flach.

Schon Montagnachmittag merkte ich, dass da was im Anmarsch ist: Nase zu, Kopfschmerzen, Schlappheitsgefühl. Bis dato dachte ich aber noch, dass ich mit einer Erkältung davon komme. Falsch gedacht. Montagabend gings mir immer schlechter. Dienstagmorgen schleppte ich mich nur mit großer Mühe zur Kita um die Motte dort abzusetzen. Im Laufe des Vormittags kamen Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen dazu. Ich konnte mich im wahrsten Sinne des Wortes nicht auf den Beinen halten. Jeder Handgriff kostete mich enorme Anstrengung. Ich wollte einfach nur Schlafen, Schlafen, Schlafen.

Zum Glück erklärten sich die Oma und Opa einverstanden die Motte von der Kita abzuholen und den Nachmittag zu nehmen. Ich sehnte die Rückkehr meines Mannes herbei, der unglücklicherweise ausgerechnet in dieser Woche ein wichtiges Seminar hat, bei dem er selbst einer der Vortragenden ist. Daher war ein Fernbleiben vom Job leider keine Option.Der Tag zog sich nach meinem Empfinden ewig.

Als Mama krank zu sein ist mal so richtig scheiße, scheiße, scheiße. Konnte man früher ein bißchen auf dem Sofa liegen, Tee trinken, Medikamente nehmen und zwischendurch immer wieder schlafen wann und so oft und vor allem so lange man wollte, schleppt man sich mit Kindern mehr schlecht als recht durch den Tag.

Die Zwillinge nehmen da keine Rücksicht (wie sollten sie auch). Eigentlich sollte man mal stoppen wie lange man braucht um eine Windel zu wechseln, wenn es einem so richtig scheiße geht. Und natürlich beschließen die beiden genau an solch einem Tag die Schläfchen möglichst kurz zu halten.

Quelle: Pixabay
Quelle: Pixabay

Gegen 16.15 Uhr stand der Papa dann endlich vor der Tür und nahm mir die Zwillinge ab. So konnte ich endlich ab ins Bett und Schlafen, Schlafen, Schlafen. Auch den Rest des Abends und die ganze Nacht übernahm er ohne Murren allein. Ich musste nicht einmal mehr aufstehen. Er ließ mich schlafen. Kochte mir sogar noch einen Tee und eine Suppe (von der ich am selben Tag aber nichts mehr essen konnte, weil ich einfach keinen Hunger hatte). Vollgepumpt mit Nasenspray und Schmerzmitteln überstand ich die Nacht dann ganz gut. Wachte durchgeschwitzt am Mittwoch auf und fühlte mich noch nicht wirklich besser.

Und schon wieder konnte ich mich auf meine fantastischen Freunde, Bekannten und Nachbarn verlassen. Mein Mann musste pünktlich im Job erscheinen, konnte die Motte also nicht in die Kita bringen, sorgte aber dafür, dass alle Kinder angezogen und gefüttert waren. Als wir morgens unsere Nachbarin im Treppenhaus trafen und sie mich sah, erklärte sie sich spontan bereit die Motte in die Kita zu fahren. Ich hätte sie küssen können. Zu allem Überfluss schob sie die Zwillinge dann auch noch 1,5 Stunden Spatzieren, so dass ich wirklich richtig tief schlafen konnte. Die Motte konnte ich nach der Kita zu einer Freundin verabreden, bei der sie – zu ihrer riesigen Freude – auch schlafen dürfte. Mein Mann konnte an diesem Tag zwar erst gegen 17.30 Uhr zu Hause sein, aber ich schaffte es dank der grandiosen Hilfe irgendwie durch den restlichen Tag. Am Abend ging es mir dann bereits etwas besser.

Heute morgen wachte ich mit hämmernden Kopfschmerzen auf und fühlte mich wieder schlechter. Ich nahm nochmal zwei Schmerztabletten und schleppte mich durch den Vormittag. Gegen Nachmittag wurde es endlich etwas besser. Und jetzt sitze ich hier mit einer Schnupfnase, immer noch etwas angeschlagen aber guter Dinge, dass es morgen endlich wieder einigermaßen geht, auf dem Sofa.

Warum ich Euch das alles erzähle? Weil ich mal loswerden wollte, dass es echt scheiße ist als Mama krank zu sein. Nicht nur so ein bißchen, sondern so richtig!!

Und weil ich völlig gerührt bin von so viel Unterstützung durch meinen Mann, Oma & Opa, meine liebe Nachbarin und die Mama der Kitafreundin von der Motte, die alle spontan und ohne Gegenleistung ihre Hilfe anboten und alles dafür taten, damit ich zur Ruhe komme, entlastet werde und so möglichst schnell wieder auf dem Damm bin!

ICH DANKE EUCH IHR LIEBEN – IHR HABT MICH GERETTET!!! 

Bleibt alle gesund da draußen!!!

Eure Anna

 

5 thoughts on “Kranksein ist scheiße…besonders wenn man Mama ist!!

  1. Ich hoffe, es geht Dir zwischenzeitlich schon viel besser? In diesem Winter ist es echt hammerhart. An jeder Ecke höre ich – gerade von den Mamas – dass sie flach liegen. Auch mich hat es im Januar so arg erwischt, dass ich 3,5 Tage nicht aus dem Bett kam, der Doc zu uns nach Hause kam. Also ich wünsche es niemandem und weiß, wie sich dann bei dieser Grippe die Kinder fühlen.

    Schön, dass Du unheimlich tolle und viele Helferlein hattest. Ohne die geht es leider dann nicht.

    LG und gute Besserung,
    Ivi

  2. Ich fühle gerade so mit dir. Bei mir ging es letzte Woche Sonntag los: Nebenhöhlenentzündung und seit gestern auch noch eine beginnende Blasenentzündung und das mit quirliger knapp 3-Jähriger und in der 22. Woche schwanger. ARG!!! Du kannst dir vielleicht vorstellen, dass ich mich irre freute und zugleich ein ganz schlechtes Gewissen bekam weil ich mich freute, als der Mann nun auch noch krank geschrieben wurde. Geteiltes Leid ist halbes Leid und so übernimmt jeder Mal die kleine Lady. *seufz* Das ist wirklich, wirklich hart!!!

    1. Oh je, da wünsche ich Dir auch gute Besserung :-/
      Und psst: ich kann das gut verstehen, wenn der Papa auch noch krank ist kann man sich die Arbeit wenigstens zu Hause teilen und jeder muss mal ran…

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