Jetzt mal ehrlich Mama…Heute zu Gast: Nina von “Mausekinder” #malehrlichmama

Heute freue ich mich auf das Interview mit der lieben Nina vom Blog Mausekinder. Nina habe ich kürzlich beim Netflix-Bloggerevent kennengelernt und sie ist ein wirklich nettes Persönchen. Zudem hat mich ihr Bekenntnis dazu, dass sie nur ein Kind möchte  sehr beeindruckt. Nina wohnt ganz in der Nähe von Hamburg und berichtet auf ihrem Blog aus ihrem Leben mit ihrem kleinen Sohn, hält jeden Dienstag tolle Shoppingtipps für Euch bereit und gibt immer wieder tolle Leseempfehlungen, die sie im Netz aufspürt.

Ihre Art zu schreiben mag ich sehr und ich bin unheimlich froh, dass ich durch die liebe Katarina von Blogprinzessin.de auf Ninas Blog aufmerksam wurde.

So, jetzt aber genug meiner Worte. Ich danke Dir liebe Nina für das ehrliche Interview und wünsche Euch nun viel Spaß beim Lesen:

Über die Mama und den Blog

Bildrechte: Mausekinder

Bildrechte: Mausekinder

Bitte stelle Dich kurz vor und erzähle, was uns auf Deinem Blog erwartet…

Ich bin Nina wohne gaaanz dicht an Hamburg dran und bin seit Dezember 2012 Mutter eines kleinen Jungen. Mein Blog dreht sich rund um die Themen Familie, Mode, Lifestyle und Kultur.

Muttersein ist für mich…

…jeden jeden Tag eine neue Herausforderung und gleichzeitig wunderschön.

Wenn ich mal nervlich am Ende bin, dann tanke ich neue Kraft am besten beim…

…Yoga

Jetzt mal ehrlich liebe Nina…

Welche Eigenschaft als Mama kannst Du an Dir nicht ausstehen? Und welche magst Du ganz besonders?

Am schlimmsten finde ich, dass ich noch immer nicht gelernt habe, mit Unordnung umzugehen. Das ist ein Thema, das mich regelmäßig auf die Palme bringt. Und dann kann es passieren, dass ich schreie, was schon gleich die zweite Eigenschaft ist, die ich an mir absolut schrecklich finde.

Meine tollste Eigenschaft ist, dass ich es tatsächlich öfter mal schaffe, zu vergessen, dass ich eigentlich erwachsen bin und mich völlig auf den kleinen Mann einlassen kann. Dann komme ich genauso dreckig vom Spielplatz zurück, wie er.

Bist Du spießiger geworden, seit Du Mama bist? Und wenn ja: in welchen Dingen?

Na ja, spießiger würde ich nicht sagen. Allerdings ist mein Tagesablauf viel geregelter, seit ich Mama bin. Früher war ich beruflich sehr viel unterwegs und habe es vor allem am Wochenende genossen einfach mal in den Tag reinzuleben. Das ist jetzt natürlich nicht mehr drin.

Wie bringt Dich Dein Kind am schnellsten zur Weißglut? Welche Eigenschaften Deines Kindes bringen Dich auf die Palme?

Der junge Mann macht in letzter Zeit keinen Mittagschlaf mehr. Da er aber trotzdem müde ist, fängt er an, den ganzen Mittag rumzumeckern und kann sich für nichts richtig entscheiden. Alle zwei Minuten muss etwas anderes gemacht werden und der Apfel, den er so dringend essen wollte, schmeckt nach spätestens drei Bissen auch nicht mehr. Das bringt mich im Moment völlig auf die Palme.

Was magst  Du nicht an Deinem Kind und was besonders?

Was ich definitiv am wenigsten mag, ist seine Ängstlichkeit. Aber weniger, weil sie mich nervt, sondern vielmehr, weil ich mir für ihn wünsche, dass er sich mehr zutraut.

Am liebsten an meinem kleinen Jungen mag ich seinen Humor. Ich habe tatsächlich noch nie ein Kind kennengelernt, mit dem man so viel Quatsch machen und Spaß haben kann!

Hat Dein Kind Dich schon mal in eine peinliche Situation gebracht? In welche?

Besonders peinlich war mir bis jetzt nur eine Situation im Supermarkt, als mein kleiner Mann begeistert mit dem Finger auf eine Frau Ende dreißig zeigte und lauthals krähte „Mama, da, eine Oma!“

Welcher ist der beste Ratschlag, den Du jemals als Mama bekommen hast? Und auf welchen hättest Du gern verzichtet?

Der beste Ratschlag stammte von meiner Mama. Sie hat mir geraten, immer an mein Kind zu glauben und ihm möglichst viel zuzutrauen.

Der schlechteste Ratschlag kam in der Zeit, als der kleine Mann noch sehr klein war und ständig geschrien hat. Da kam öfter der Spruch, ich solle ihn doch einfach schreien lassen. Ich bin froh, dass ich darauf nicht gehört habe.

Dein ultimativer Tipp gegen Trotzanfälle in der Öffentlichkeit?

Ich glaube, man kann gegen einen richtigen Trotzanfall nichts machen. Ich versuche einfach ruhig zu bleiben und abzuwarten, bis es vorbei ist, auch wenn sich das sehr unangenehm anfühlt. Und es kann dazu führen, dass man für den Weg vom Supermarkteingang bis zum Parkplatz eine halbe Stunde braucht (letzte Woche genau so geschehen).

Wie überredest Du Dein Kind wenn es etwas nicht will?

Meistens versuche ich es damit, ihn abzulenken. Das klappt in ca. 50% der Fälle. In allen restlichen Fällen, muss ich mich geschlagen geben.

Welche Sorte Eltern nervt Dich so richtig?

Eigentlich komme ich mit fast allen Eltern aus. Mein Motto ist da eher „leben und leben lassen“. Eigentlich rege ich mich nur dann auf, wenn ich auf Eltern treffe, die ganz offen Desinteresse an ihren Kindern zeigen, nicht auf Ansprache der Kinder reagieren und auch sonst den Kindern gegenüber lieblos wirken. Aber zum Glück habe ich das noch nicht oft gesehen.

Bildrechte: Mausekinder

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Findest Du andere Kinder manchmal nervig und warum?

Ich muss zugeben, dass ich Kinder bis vor ca. fünf Jahren nicht besonders leiden konnte: viel zu laut, viel zu unberechenbar. Zum Glück hat sich das mittlerweile geändert. Wenn aber zu viele Kinder zusammen kommen, kommen diese Gefühle wieder hoch. Da kann es dann schon passieren, dass ich mal für ein paar Minuten Reißaus nehmen muss.

Glaubst Du manchmal, dass Du eine schlechte Mama bist? Warum/in welcher Situation?

Da gibt es viele Situationen: z.B. wenn ich dem kleinen Mann mal wieder nur abwesend antworte, weil ich in Gedanken ganz woanders bin oder wenn ich unter Zeitdruck viel zu ungeduldig mit ihm bin und wir uns dann streiten.

Hast Du Dein Kind schon mal als Ausrede benutzt? Wann?

Na klar, das habe ich schon öfter mal ausgenutzt! Meistens in Situationen, in denen ich eine Ausrede benötigte, um einfach gemütlich zuhause bleiben zu können. Allerdings habe ich ihn noch nie als Ausrede benutzt, um nicht zur Arbeit zu gehen. Das ist für mich auch ein absolutes No-go.

Was willst Du in der Erziehung Deiner Kinder auf keinen Fall so machen wie Deine Eltern? Und was auf jeden Fall genauso?

Eigentlich haben meine Eltern nicht viel falsch gemacht, zumindest fällt mir nichts ein, was ich selbst unbedingt anders machen würde. An dieser Stelle muss ich mich unbedingt bei meinen Eltern bedanken! Ganz besonders toll finde ich, dass meine Eltern mir immer komplett vertraut haben. Ich hatte schon früh sehr viele Freiheiten und konnte deshalb viel ausprobieren. Das hat mir viel Selbstvertrauen gegeben und das ist es auch, was ich meinem Jungen mitgeben möchte.

Mit wem kommt das Kind dreckiger vom Spielplatz? Wer ist ängstlicher? Wer konsequenter? Wer sorgt eher für gesunde Ernährung: Mama oder Papa?

Ich glaube, es macht keinen Unterschied, mit wem der kleine Mann auf dem Spielplatz war: er ist immer gleich schmutzig. Ängstlicher bin mit Sicherheit ich, konsequenter ist der Papa. Und alles rund ums Thema „gesunder Ernährung“ liegt (ganz klassisch) definitiv bei mir.

Was kannst Du von Deinem Kind lernen?

So seltsam es sich vielleicht anhört, aber ich habe von meinem Kind vor allem Ruhe gelernt. Ich rege mich nicht mehr über jede Kleinigkeit auf, lasse auch mal Fünfe gerade sein und nehme auch die kleinen Dinge wieder wahr. Und dafür danke ich ihm sehr!

Rechnest Du insgeheim manchmal zwischen Dir und Deinem Partner auf: so nach dem Motto: warum muss ich das eigentlich immer alles allein machen?

Auf jeden Fall! Und um ganz ehrlich zu sein, drehen sich die Streitereien, die wir haben auch meist um genau dieses Thema. Aber ist das nicht bei den meisten Paaren so?

Die Mama-Pflichten sind manchmal lästig: stillen, wickeln, anziehen etc. – für welche findest Du Ausreden, damit sie Dein Partner übernimmt, wenn es möglich ist?

Ich gebe zu, dass ich mich davor drücke, dem jungen Mann die Haare zu waschen. Da er das wie die meisten Kinder hasst, gibt es nur Geschrei und der verantwortliche Elternteil wird die anschließenden Stunden mit Verachtung gestraft. Darauf kann ich definitiv verzichten.

Die größte Lüge seit ich Mama bin ist…

…ich bin nicht müde!

Was hast Du in der allerersten freien Zeit ohne Kind gemacht?

Gelesen und geschlafen. Und wahrscheinlich den Geschirrspüler ausgeräumt.

Was ist Familienglück für Dich (neben den allgemeingültigen Dingen wie Gesundheit o.ä.)?

Familienglück ist für mich, entspannt zusammen zu sein, zu kuscheln und zu toben, die Zeit zu genießen und für einen Moment nur im Jetzt zu leben.

Dein bisher schönstes Mama-Kind-Erlebnis war…

Der Moment, als der kleine Junge mir seine Arme um den Hals schlang und mir ins Ohr flüsterte: „Mama, meine Freundin“!

Wann hast Du Dir das letzte Mal die größten Sorgen um Dein Kind gemacht?

Das letzte Mal richtig Sorgen habe ich mir gemacht, als mein kleiner Mann nachts fast zwei Liter Wasser getrunken hat und ich die fixe Idee hatte, er würde unter Diabetes leiden. Hat sich zum Glück als falscher Alarm herausgestellt.

Welche Werte/ Leitsätze o.ä. willst Du Deinem Kind mit auf seinen Weg geben?

Ich wünsche mir, dass er das tut, was ihn glücklich macht – unabhängig davon, was andere sagen. Außerdem soll er wissen, dass er immer zu mir kommen kann!

Bildrechte: Mausekinder

Bildrechte: Mausekinder

Nenne eine Sache (materiell), die aus Deinem Mama-Alltag nicht mehr wegzudenken ist, weil sie den Alltag erleichtert, schöner macht etc., und die Du jeder Mama ans Herz legen möchtest

Langweilig, aber wahr: einen Kinderwagen! Und das gar nicht unbedingt nur fürs Kind. Seit ich meine Taschen nicht mehr über der Schulter tragen muss, habe ich viel weniger Nackenprobleme.

Wenn Ihr ein ganzes Wochenende so viel Zeit und Geld hättet, wie Ihr wollt, was würdet Ihr machen/unternehmen?

Wir würden auf jeden Fall ans Meer fahren, im Sand spielen, die Füße ins Wasser halten, abends richtig gemütlich und schön essen (ja, geht auch mit Kind) und dann alle zusammen im großen Bett einschlafen.

Wenn  Du Lust hast, hinterlasse hier noch den witzigsten “Kindermundspruch“ Deines Kindes

Der kleine Mann sieht unsere beiden Nachbarsjungs und schreit ganz laut „Mama, kuck mal: Ernie und Bert“ (sie heißen Lenni und Jaro).

 

Nina findet Ihr übrigens auch bei facebook, Twitter, Instagram und Pinterest. Schaut doch mal bei ihr vorbei – es lohnt sich!!

Nächste Woche folgt an dieser Stelle das nächste Mama-Interview! Ihr habt auch Lust mitzumachen und Rede und Antwort zu stehen? Dann schickt mir eine kurze Mail an familiemotte@email.de – ich freu´ mich auf viele spannende Antworten…

Habt ein schönes Wochenende

Eure Anna

 

 

 

 

 

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