Jetzt mal ehrlich Mama…Heute zu Gast: Wiebke vom Blog „Verflixter Alltag“ #malehrlichmama

Heute habe ich eine Mama auf meinem Blog zu Gast, die ich sehr gern mag. Obwohl ich sie noch nie persönlich getroffen habe. Aber ich bin eine sehr treue Leserin ihres Blogs – und das schon sehr, sehr lange. Und beim Lesen habe ich oft das Gefühl, da spricht eine gute Freundin zu mir. Eine andere Mama, mit der ich viele Ansichten teile, die alle Mama-Hürden, Freuden, Glück aber auch Anstrengungen des Alltags kennt. Und die diese manchmal mit Tränen, manchmal mit Freude aber immer mit viel Liebe meistert.

Die Rede ist von Wiebke vom Blog „Verflixter Alltag„. Solltet Ihr ihren Blog noch nicht kennen, dann befehle ich Euch jetzt mal dort vorbeizugucken :-). Aber stopp, erst ihr Interview hier lesen…

 Über die Mama und den Blog

verflixter-alltag-ii

Bildrechte: Verflixter Alltag

Bitte stelle Dich kurz vor und erzähle, was uns auf Deinem Blog erwartet

Ich bin Wiebke, Mittdreißigerin und zweifache Mutter von Wirbelwind (4) und Wölkchen (1). Mit Blick für das Detail, mit einem Augenzwinkern oder auch einfach nur ehrlich direkt wird hier der Alltag unter die Lupe genommen. Ich zeige ich Euch, wie es bei uns läuft, oder auch nicht. Mit Humor oder mit Verzweiflung. Von allem ist etwas dabei. Nur eines ist sicher: es wird nie langweilig.

Muttersein ist für mich…

… Herausforderung, Erfüllung, Anstrengung, Freude, Abwechslung, Fantasie,  Stress und ganz viel Liebe.

Wenn ich mal nervlich am Ende bin, dann tanke ich neue Kraft am besten beim…

… Bloggen. Und beim Quatschen mit Freunden, mit einem Gläschen Sekt. Und manchmal, ja manchmal tanke ich Kraft, wenn ich einfach meine zwei bezaubernden Kindern ansehen, mit ihnen kuschele und sie zum Lachen bringe.

Jetzt mal ehrlich liebe Wiebke…

Welche Eigenschaft als Mama kannst Du an Dir nicht ausstehen? Und welche magst Du ganz besonders?

Manchmal kann ich wirklich sehr geduldig sein, nämlich dann, wenn ich mich in meine Kinder hineinversetze und versuche sie zu verstehen. Diese Eigenschaft mag ich sehr an mir, weil ich das Gefühl habe, auch meinen Kindern damit viel zu geben.

Aber genau die Kehrseite der Medaille ist etwas, das ich nicht so an mir mag. Wenn ich es eilig habe oder andere Dinge vorgesehen habe, als das, was die Kinder da gerade fabrizieren, dann kann ich echt ungeduldig werden. Ich gelobe Besserung.

Bildrechte: Verflixter Alltag

Bildrechte: Verflixter Alltag

Bist Du spießiger geworden, seit Du Mama bist? Und wenn ja: in welchen Dingen?

Ja das bin ich in der Tat. Ich bin reinlicher geworden. Ich mache nun viel mehr sauber, räume auf und versuche Ordnung zu halten. Das Seltsame dabei ist jedoch, dass es dennoch dreckiger und unaufgeräumter ist, als früher. Verflixt.

Wie bringen Dich Deine Kinder am schnellsten zur Weißglut? Welche Eigenschaften Deiner Kinder bringen Dich auf die Palme?

Auf die Palme bringen mich grundsätzlich Wiederholungen. Wenn Wirbelwind zum zehnten Mal diesen sinnlosen Reim vor sich hersagt, zum dritten Mal am Tag ihren Becher umkippt oder sich zum drölfzigsten Mal bekleckert, da könnt ich echt ausflippen.

Und bei Wölkchen macht es mich rasend, dass sie wirklich ALLE Cremetuben, die sie in die Finger bekommt, aufbeißt und daran herum zutscht. Es ist ´ne echt harte Macke, und dazu nicht sonderlich gesund.

Haben Deine Kinder Dich schon einmal in eine peinliche Situation gebracht? In welche?

Ich gehe zu Hause sehr ehrlich mit allen Themen um. Als ich meine Regel hatte, habe ich es Wirbelwind altersgerecht erklärt. Beim anschließenden Besuch bei den Großeltern verkündete sie der Schwiegermutter „Meine Mama blutet aus der Mumu“. Ja, das war ein peinlicher Moment.

Welche Sorte Eltern nervt Dich so richtig?

Ich bin ja eher so der Typ „Lass die anderen mal machen, die werden schon wissen, was richtig für sie ist“. Und genau so möchte ich eigentlich auch behandelt werden. Wenn mir jemand reinredet, dann ist das zwar etwas lästig, aber nicht so wirklich nervig. Meist wollen sie damit nur ihre eigene Unsicherheit kaschieren. Ich lächele dann und gehe weiter.

Erschreckend finde ich Eltern, die ihre Kinder wie ein Haustier behandeln, das keine eigenen Wünsche besitzt und nur nach der Willkür der Eltern tanzen sollen. Kinder sind so eine Bereicherung. Schade, dass es nicht alle sehen.

Hast Du Deine Kinder schon mal als Ausrede benutzt? Wann?

Oh ja. Mehrfach. Die beste Ausrede ist aber wohl die Folgende: Wir sind in einem Laden, der Verkäufer steht direkt neben mir. Ich muss lautlos pupsen. Doch leider kann man dieses Malheur sofort erschnuppern. Geistesgegenwärtig beuge ich mich zu Wölkchen herunter und schnuppere an ihrer Windeln und kommentiere mein Vorgehen mit „Oh, du hast wohl gepupst?“. Echt praktisch!

Was willst Du in der Erziehung Deiner Kinder auf keinen Fall so machen wie Deine Eltern? Und was auf jeden Fall genauso?

Ich möchte mehr für meine Kinder da sein, wenn sie danach verlangen. Ich war viel auf mich allein gestellt (zusammen mit meiner Schwester). Das war einerseits sehr schön. Aber manchmal hätte ich mir mehr Aufmerksamkeit gewünscht, so bei kleinen Dingen im Alltag. Genauer Hinhören oder eben mal WIRKLICH meine Zeichnung anschauen und mit mir darüber erzählen.

Was ich mitnehme ist die Lässigkeit, mit der ich auf meine Kinder zugehe (ok, nicht immer, aber ich arbeite daran). Ich renne ihnen nicht mit Desinfektionsspray hinterher. Sie dürfen an Steinen schlecken und in Dreck wühlen. Nur an der Gelassenheit des Papas muss ich noch arbeiten. 😉

Was kannst Du von Deinen Kindern lernen?

Darüber hatte ich einmal zu meine Blog-Anfängen gebloggt:  „10 Dinge, die wir von unseren Kindern lernen“. So viel hat sich seitdem nicht geändert.

Bildrechte: Verflixter Alltag

Bildrechte: Verflixter Alltag

Was hast Du in der allerersten freien Zeit ohne Kinder gemacht?

Ich habe mich tagsüber mit einer Freundin zum Quatschen getroffen. Mitten am Tag! Das muss man sich mal vorstellen.

Und ich habe Ärzte besucht. Aber nicht zum Quatschen 😉

Dein bisher schönstes Mama-Kind-Erlebnis war…

Oh das ist schwierig. Es sind eher die kleinen Momente, die das Leben mit Kindern schön machen. Die tapsigen Schritte von Wölkchen, das kesse Lächeln von Wirbelwind, das Miteinander der Kinder beobachten.  <3

Nenne eine Sache (materiell), die aus Deinem Mama-Alltag nicht mehr wegzudenken ist, weil sie den Alltag erleichtert, schöner macht etc., und die Du jeder Mama ans Herz legen möchtest

Gummibärchen. Das ist die Wunderwaffe. Man muss beim Arzt länger warten, als gedacht? Gummibärchen gezückt und das Kind ist ruhig. Das Kind möchte nicht ordentlich essen? Mit Gummibärchen als „Nachtisch“ winken, und schon ist das Brot verputzt. …  Sie sind wirklich vielseitig einsetzbar 😛

Wenn Ihr ein ganzes Wochenende so viel Zeit und Geld hättet, wie Ihr wollt, was würdet Ihr machen/unternehmen?

Wir würden ans Meer fahren. Wirbelwind ist immer wieder davon begeistert und das ist für sie das Sinnbild für Urlaub: Strand und Wasser, Muscheln sammeln, Baden. Für mich übrigens auch. 😉

Der witzigste Kindermundspruch Deiner Kinder?

Oh, da gibt es Viele. Zum Beispiel diesen hier:

Frühstück. Kind schaut mich mit ernster Miene an und sagt: „Mache ich auch immer im Kindergarten Ellenbogen auf den Tisch? Ich glaube nein!“

Mehr Kindermund-Sprüche von Wirbelwind gibt es übrigens auch bei mir auf dem Blog.

***

Liebe Wiebke, vielen Dank dass Du Dir die Zeit genommen hast meine Fragen zu beantworten. Du weißt, wie sehr ich Deinen Blog mag und fühle mich sehr geehrt, dass Du heute bei mir zu Gast warst.

Wiebke findet Ihr übrigens auch bei facebook:

https://www.facebook.com/verflixteAlltag

Instagram:

https://www.instagram.com/verflixteralltag/

und Twitter:

https://twitter.com/VerflixteAlltag

Wie immer also viel neuer Lesetoff für Euch 🙂

Ihr habt auch Lust mitzumachen und Rede und Antwort zu stehen? Dann schickt mir eine kurze Mail an familiemotte@email.de – ich freu´ mich auf viele spannende Antworten

Ich wünsche Euch eine schöne Woche

Eure Anna

One Comment

Schreibe einen Kommentar