Jetzt mal ehrlich Mama…Heute zu Gast: Simone von „KiKo & SL.Events“ #malehrlichmama

Ach, ich hab endlich wieder eine tolle Mama zu Gast, die mir Rede und Antwort gestanden hat. Heute ist das die liebe Simone, die hauptberuflich individuelle Kindergeburtstagskonzepte entwirft und nebenbei auch noch einen Blog schreibt. Als 3-fach Mama hat sie viel zu erzählen und ist natürlich absolut kindergeburtstagserprobt. Wer also keine Lust hat sich jedesmal selbst ein neues Motto für den anstehenden Geburtstag der Kinder auszudenken, vielleicht eine Bastel- und Dekophobie hat und überhaupt den ganzen Geburtstagskram eher als Stress empfindet, der sollte mal bei Simone reinschauen.

 Über die Mama und den Blog

KiKo

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Bitte stelle Dich kurz vor und erzähle, was uns auf Deinem Blog erwartet

Ich bin Simone Leithe, 44, 3 Kinder, 2 Jobs, 1 Göttergatte. Als Eventmanagerin unterstütze ich Eltern bei der perfekten Vorbereitung des Kindergeburtstags mit individuellen Konzepten unter KiKo KinderKonzepte. Von daher geht es auf meinem Blog natürlich sehr oft um das Thema Kindergeburtstag. Aber auch um das, was mir beim Wäsche machen für 5 Personen sonst noch so durch den Kopf geht. Denn bei der Wäschemenge habe ich genügend Zeit um nachzudenken!

Muttersein ist für mich…

… das, was ich mir immer gewünscht habe. Aufgewachsen als Älteste von 3 Geschwistern und unzähligen Cousins und Cousinen war mir schon immer klar, dass ich Mutter werden möchte. Der richtige Vater dazu hat allerdings lange auf sich warten lassen und so wurde ich erst mit 31 Mutter und genieße es seit dem in vollen Zügen.

Wenn ich mal nervlich am Ende bin, dann tanke ich neue Kraft am besten beim…

… Mädelsabend! Einfach mal raus, ohne Mann und Mäuse! Nur quatschen und ratschen so wie früher! Am liebsten mit einer Freundin die keine Kinder hat! Oder einer Mutter die auch mal den ganzen Abend Auszeit braucht. Also KEIN Gespräch, das auch nur im endferntesten mit dem Nachwuchs oder dem benötigten Zubehör zu tun hat.
Ansonsten hilft aber auch Schokolade essen! Ich bin gestehender Schokoholiker. 🙂

Jetzt mal ehrlich liebe Simone…

Welche Eigenschaft als Mama kannst Du an Dir nicht ausstehen? Und welche magst Du ganz besonders?

Ich kann nicht ausstehen, wenn ich meine schlechte Laune an den Kindern auslasse. Sehr oft stelle ich fest, dass ich laut und sauer werde, obwohl mich eigentlich etwas ganz anderes stört. Das merke ich zum Glück aber oft und spreche mit der Bande dann auch darüber. Das musste ich lernen!

Ich mag an mir, dass ich in brenzligen Situationen total überlegt und besonnen handeln kann. Ich manage dann erstmal und reagiere zur Zufriedenheit aller, und merke erst sehr viel später was da eigentlich gerade schlimmes passiert ist. Bei Verletzungen der Kinder ist das echt praktisch. Die bleiben dadurch auch erst mal ruhig und haben keinerlei Angst. Mama hat alles voll im Griff!

Bist Du spießiger geworden, seit Du Mama bist? Und wenn ja: in welchen Dingen?

Oh JA! 🙂 Ich verbringe die Abende und Wochenenden inzwischen lieber mit meinen Lieben Zuhause als ständig Abenteuer zu erleben, Neues auszuprobieren und auf Partys zu gehen. Natürlich machen wir all das auch mal, aber dieser Drang danach ist weg. Vielleicht bin aber auch einfach nur alt! *augenroll*

Wie bringen Dich Deine Kinder am schnellsten zur Weißglut? Welche Eigenschaften Deiner Kinder bringen Dich auf die Palme?

Solange ich Hausarbeit mache, will den ganzen Tag keiner was mit mir zu tun haben, aber sobald ich einen Telefonhörer am Ohr oder Besucher da habe, stehen die am laufenden Band einzeln oder direkt alle drei vor mir und müssen GANZ WICHTIGE Sachen klären! *schmoll*

Welcher ist der beste Ratschlag, den Du jemals als Mama bekommen hast? Und auf welchen hättest Du gern verzichtet?

Der beste Ratschlag ist und bleibt: „Das ist alles nur eine Phase!“ Ich weiß nicht wann und wo ich dieses Mama-Mantra gehört habe, aber es stimmt, als Mutter braucht man oft nur Geduld. Es gibt für mich keine Ratschläge die doof waren. Ich nehme eh nur die an, die ich logisch finde, den Rest ignoriere ich! *frechgrins*

KikO IV

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Dein ultimativer Tipp gegen Trotzanfälle in der Öffentlichkeit?

I.G.N.O.R.I.E.R.E.N.!!! Wenn das trotzende Kind nicht gerade an einem gefährlichen Abgrund oder einer viel befahrenen Straße steht, einfach weggehen! Alles andere macht es nur schlimmer! Selbst Verständnis für die Wut kommt in dem Moment einfach nicht an in dem aufgebrachten Kinderhirn. Klar wird es dann noch wütender oder auch beleidigt, aber das sind Gefühle, die sollten sie auch lernen auszuhalten. Genau wie das NEIN, was sie vermutlich vor dem Trotzanfall erhalten haben

Wie überredest Du Deine Kinder wenn sie etwas nicht wollen?

Ich überrede es nicht, ich bestimme! Ich bin der „Bestimmer“ und das wissen meine Kinder! Ich bin der Erziehungsberechtigte! Natürlich spreche ich anschließend (nach Beruhigung, siehe vorherige Frage) mit Ihnen über das Warum, wenn es geht, aber meistens sind ja Situationen wo es nicht anders geht, und da bin ich dann konsequent.

Welche Sorte Eltern nervt Dich so richtig?

Die Eltern die nicht erziehen! Die Eltern die keine Grenzen setzen und einfach alles durchgehen lassen! Die, die nicht nein sagen können! Die, die eben nicht konsequent sind!

Findest Du andere Kinder manchmal nervig und warum?

Ja, es gibt Kinder die kreischen in einem so hellen und schrillen Ton, die ertrage ich nicht. Und es gab mal hier Kinder die rausgeflogen sind. *zwinker* Die haben sich nach wiederholtem Bitten nicht an die Regeln in unserem Haushalt gehalten (es ging um etwas was ansonsten zerstört worden wäre) und mussten dann gehen.

Glaubst Du manchmal, dass Du eine schlechte Mama bist? Warum/in welcher Situation?

Oh ja, meistens wenn ich andere Eltern erlebe, die in Situationen, in denen ich sonst auch schon mal steckte, völlig gelassen bleiben, in denen ich total ausgerastet bin. Aber inzwischen weiß ich auch, dass Viele in der Öffentlichkeit so tun können, aber Zuhause eben auch ganz anders reagieren. So bin ich nicht, ich flippe auch öffentlich aus und das ist meiner Familie oft unangenehm! *schmunzel*

Bildrechte: http://kiko-slevents.de

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Hast Du Deine Kinder schon mal als Ausrede benutzt? Wann?

Ja! *kleinlautzugeb* Bei unangenehmen Terminen, wo ich mal wieder zu schnell zugesagt hatte, habe ich schon mal ein krankes Kind vorgeschoben. Das geht natürlich nur wenn das Kind das nicht aus Versehen dann doch noch richtig stellen könnte! *genhimmelflöt*

Was willst Du in der Erziehung Deiner Kinder auf keinen Fall so machen wie Deine Eltern? Und was auf jeden Fall genauso?

Also als ich in der Pubertät war, wollte ich ALLES anders machen. Nie schimpfen, immer alles erlauben, ….. ! Aber heute wo ich selber eine 3er Bande habe, mache ich es im Grunde genauso wie meine Mutter es mit uns 3en gemacht hat. Einzig und allein den Süßigkeiten Konsum habe ich nur eingeschränkt, den hatte meine Mutter völlig verboten. (unter uns: sie ist genauso ein Schokoholiker wie ich und wollte uns schützen 🙂 )

Mit wem kommt das Kind dreckiger vom Spielplatz? Wer ist ängstlicher? Wer konsequenter? Wer sorgt eher für gesunde Ernährung: Mama oder Papa?

Alles Mama! Eindeutig! 🙂

Was kannst Du von Deinen Kindern lernen?

Nicht konsequent konsequent zu sein! Auch mal Ausnahmen zulassen wenn es das Leben in dem Moment vielleicht einfach mal einfacher machen würde. Das Pubertier ist vermutlich kurz davor den Satz: „Ey chill ma Mama!“ abzulassen!

Rechnest Du insgeheim manchmal zwischen Dir und Deinem Partner auf: so nach dem Motto: warum muss ich das eigentlich immer alles allein machen?

Natürlich, aber da der viel auf Geschäftsreisen ist, und auch ansonsten superviel im Büro, habe ich mich daran gewöhnt. Wir leben aber auch das klassische alte Modell. Er verdient das Geld und ich manage die Familie! Zumindest bis die Kids nun aus dem Gröbsten raus waren. Seitdem baue ich meine Selbständigkeit als Eventmanagerin bei SL.Events und KiKo KinderKonzepte wieder weiter aus.

Die Mama-Pflichten sind manchmal lästig: stillen, wickeln, anziehen etc. – für welche findest Du Ausreden, damit sie Dein Partner übernimmt, wenn es möglich ist?

Gar nicht! Wenn ich fand, dass er nun mal dran wär, hat er das entsprechende Kind mit den entsprechenden Worten: „Du bist dran!“ in die Hand gedrückt bekommen.

Die größte Lüge seit ich Mama bin ist…

„… ich wünschte ich wäre es nie geworden!“ Diesen Gedanken hat man als Mama in den dunkelsten Stunden ja nun auch mal! Aber es ist für mich die größte Lüge, denn dann kommen wieder die Momente da platzt man vor Liebe und würde alles wieder doch ganz genauso machen! Und die überwiegen zum Glück!

Was hast Du in der allerersten freien Zeit ohne Kinder gemacht?

KikO III

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Geputzt und aufgeräumt natürlich! Bis ich mir dann selber irgendwann den Vogel gezeigt habe und mir einen Tag mit Buch in der Sauna gegönnt habe. DAS war schön! Das werde ich nie vergessen! 🙂

Was ist Familienglück für Dich (neben den allgemeingültigen Dingen wie Gesundheit o.ä.)?

Wenn wir alle zusammen etwas unternehmen, an dem auch alle gleichzeitig Spaß haben. Das ist mit Pubertier, Grundschul- & Kindergartenkind nicht so einfach und das es den Eltern dann auch noch gefällt …

Dein bisher schönstes Mama-Kind-Erlebnis war…

Wenn eines der Kinder mich in den Arm nimmt und mir ins Ohr flüstert: „Ich hab dich lieb!“

Wann hast Du Dir das letzte Mal die größten Sorgen um Deine Kinder gemacht?

Als der Sohn mit Gehirnerschütterung im Krankenhaus lag und plötzlich nicht mehr deutlich sprechen konnte, da hatte ich unendliche Angst, dass er doch mehr abbekommen hat und wurde kurz panisch. Ist aber alles „normal“ bei einem Schädelhirntrauma, wie das dann heißt

Welche Werte/Leitsätze o.ä. willst Du Deinen Kindern mit auf ihren Weg geben?

Ehrlichkeit, Respekt, Pünktlichkeit!

KikO II

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Nenne eine Sache (materiell), die aus Deinem Mama-Alltag nicht mehr wegzudenken ist, weil sie den Alltag erleichtert, schöner macht etc., und die Du jeder Mama ans Herz legen möchtest

Mein Auto! Ich möchte NIEMALS mehr ohne Auto leben. Das bedeutet für mich die absolute Freiheit!

Wenn Ihr ein ganzes Wochenende so viel Zeit und Geld hättet, wie Ihr wollt, was würdet Ihr machen/unternehmen?

Nach London oder Paris fliegen! Dort in der Innenstadt in einem schicken Hotel wohnen und all das machen und ansehen was die Kinder möchten. Die interessieren sich gerade wahnsinnig für Metropolen. New York wäre der Knaller, aber du fragtest ja nur nach einem Wochenende! 😛

***

Liebe Simone, hab´ganz herzlichen Dank für Deinen Besuch und Deine ehrlichen Antworten. Ich bin beeindruckt, wie Du Dein Leben als Mama von Dreien und die selbstständigkeit meisterst. Und Deine Fotos hier finde ich ganz, ganz toll. Sie zeigen nämlich, dass Du mit ganzem Herzen Mama bist, und ganz nebenbei noch zuckersüße Kinder hast.

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Genug Stoff zum Stöbern für Euch also 🙂

Ihr habt auch Lust mitzumachen und Rede und Antwort zu stehen? Dann schickt mir eine kurze Mail an familiemotte@email.de – ich freu´ mich auf viele spannende Antworten

Ich wünsche Euch eine schöne Woche

Eure Anna

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