Jetzt mal ehrlich, Mama… – Heute zu Gast: Katarina von Blogprinzessin.de #malehrlichmama

Ich freue mich sehr, dass ganz viele Mamas meinem Aufruf bei facebook gefolgt sind, und ich damit ab heute eine neue Interviewreihe hier auf dem Blog ins Leben rufen darf. Ab jetzt stelle ich jede Woche eine Mama oder einen Papa vor, der sich hier meinen lustigen, kontroversen und auch ernsten Fragen rund ums „Eltern sein“ gestellt hat.

Ich würde gern vorab ausdrücklich betonen, dass es bei den Fragen nicht darum geht eine Mama bloßzustellen oder so etwas. Aber ich bin in letzter Zeit genervt von den ganzen Mommywars und möchte gern zeigen, dass wir Mamas (und Papas) letztlich alle ähnlich ticken und die selben Sorgen und Ängste haben. Und dass wir mit den selben Alltagsschwierigkeiten kämpfen. Dass es viele Alltagsmodelle gibt, die gut funktionieren – auch wenn sie noch so verschieden sind.

Los geht´s also heute mit meinem ersten Gast: der lieben Katarina vom Blog „Blogprinzessin„. Katarinas Blog lese ich selbst schon eine ganze Weile, mittlerweile haben wir uns bereits einige Male persönlich getroffen und ich hab´ sie fest ins Herz geschlossen. Sie ist eine tolle Mama, die sich den täglichen Herausforderungen mit drei kleinen Kindern unter 3 stellt und dabei stets gelassen bleibt. Da sie die Situation „großes Kind schon da und dann kamen Zwillinge“ schon kennt, werde ich mir in Zukunft sicher viele Tipps bei ihr holen.

Aber ihr Blog ist nicht nur wegen der turbulenten Alltagsgeschichten lesenswert, sondern auch wegen ihrer tollen DIY-Ideen, die meist sehr einfach und unkompliziert nachzumachen sind.

Blogprinzessin

Aber nun soll sie mal selbst zu Wort kommen:

Über die Mama und den Blog

 Bitte stelle Dich kurz vor und erzähle, was uns auf Deinem Blog erwartet

Ich bin Katarina und bin noch 29 Jahre jung. Ich wohne mit meinem Mann, Motti (2,5 Jahre) und den Zwillingen (1,5 Jahre) in der Nähe von Hamburg. Mein Blog Blogprinzessin ist ganz dem Leben als Familie gewidmet und gespickt mit Alltagsgeschichten, DIY-Ideen und Tipps rund um das Leben mit Kindern. Ich teile darüber hinaus mein Wissen zum Bloggen und supporte die Mommy-Bloggerszene wo ich kann.

Muttersein ist für mich…

Einerseits wohl Bestimmung (nie habe ich mich so „richtig“ und „angekommen“ gefühlt), und andererseits ist es der schwierigste Job den ich je hatte.

Wenn ich mal nervlich am Ende bin, dann tanke ich neue Kraft am besten beim…

…schlafen. Da ich dazu aber nur selten komme, gehe ich auch gerne in die Badewanne mit einer Zeitschrift (ich wollte schon schreiben „Buch“ aber wann ich das letzte mal ein ganzes Buch gelesen habe, daran kann ich mich kaum erinnern).

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Bildrechte: Blogprinzessin

 

Und jetzt mal ehrlich liebe Katarina:

Welche Eigenschaft als Mama kannst Du an Dir nicht ausstehen? Und welche magst Du besonders?

Ich mag es nicht wenn ich laut werde, weil meine Nerven dünn sind, Ich will doch eigentlich die tolle, coole Mami sein und nicht das Meckermonster.

Toll finde ich, dass ich meinen Kindern einiges zutraue und sich auch einfach mal machen lasse – wenn ich weiß, dass ihnen nichts passieren kann.

Bist Du spießiger geworden, seit Du Mama bist? Und wenn ja: in welchen Dingen?

Ja, ich kleide mich ganz anders und finde inzwischen die Idee eines kleinen Häuschens mit Garten traumhaft und kann buchstäblich schon sehen wie ich im Garten die Blumen pflanze. Auch hätte ich mir nie träumen lassen daß ich mal das Modell „Er geht Vollzeit arbeiten – Sie macht Haushalt und Kinder“ leben würde (und das auch noch gut finde).

Wie bringen Dich Deine Kinder am schnellsten zur Weißglut? Welche Eigenschaften Deiner Kinder bringen Dich auf die Palme?

Da gibt es keine pauschale Antwort finde ich. Es gibt ja immer wieder Phasen in denen ein Kind etwas anderes kann und demnach es auch übt. Auf Kosten so mancher Elternnerven 😉

Welcher ist der beste Ratschlag, den Du jemals als Mama bekommen hast? Und auf welchen hättest Du gern verzichtet?

Ratschläge finde ich fast immer doof, denn alleine das Wort beinhaltet schon: „Rat Schlag“, ein Ratschlag ist demnach also immer auch ein Schlag in den Nacken daß man etwas nicht gut genug macht wie man es macht. Demnach war der beste Ratschlag bisher wohl der von meiner Schwiegermutter: „Ihr macht das schon ganz richtig so!“

Welche Sorte Eltern nervt Dich so richtig?

Ich glaube ich finde nicht eine Sorte Eltern nervig sondern einen Schlag Mensch, denn die welche ich nicht leiden kann sind Menschen welchen einen immer „bekehren“ wollen. „Du MUSST NICHT Impfen weil,…“ „Du MUSST Impfen, weil“ „Du musst das Kind im Kinderzimmer schreien lassen, weil…“ Ich mag Menschen nicht die andere zwanghaft von ihrer Idee/Sicht auf die Dinge überzeugen wollen.

Glaubst Du manchmal, dass Du eine schlechte Mama bist? Warum/ in welcher Situation?

Glaubt das nicht jeder manchmal? Ich denke das ab und zu wenn ich ungeduldig und zu schnell wütend bin. Meistens bin ich einfach nur hilflos und weiß nicht was ich noch machen soll…damit eins der Kinder schläft z.B.

Was willst Du in der Erziehung Deiner Kinder auf keinen Fall so machen wie Deine Eltern? Und was auf jeden Fall genauso?

Ich würde es gerne vermeiden mich scheiden zu lassen. Das ist doch schonmal ein Punkt. Genauso wie meine Eltern…hmmm…ich glaube ich möchte meinen Kindern trotz knappem Budget gerne alles/so viel wie möglich ermöglichen.

Mit wem kommen die Kinder dreckiger vom Spielplatz? Wer ist ängstlicher? Wer konsequenter? Wer sorgt eher für gesunde Ernährung: Mama oder Papa?

Ich habe eben mal meinen Mann gefragt: Spielplatz: Ich (Katarina), ängstlicher (er), konsequenter (ich) gesunde Ernährung (er, da er derjenige ist der 99% der Zeit kocht und einkauft).

Rechnest Du insgeheim manchmal zwischen Dir und Deinem Partner auf: so nach dem Motto: warum muss ich das eigentlich immer alles allein machen?

Klar, und dann fällt mir auf das es drei Uhr nachts ist und wir beide aufgrund des Schlafmangels nicht zurechnungsfähig sind. Dann stimmen wir uns kurz ab, dass wir es eigentlich alles gar nicht so meinen und einfach nur müde sind. Das klappt gut – wir ein Team, wenn auch ein sehr müdes.

Die größte Lüge seit ich Mama bin ist…

…der Fernseher ist kaputt.

Was hast Du in der allerersten freien Zeit ohne Kind gemacht?

Zwei andere geboren. Das erste Mal das Motti weder beim Papa noch bei mir war, war der Moment in dem mir ein toller Chirurg im OP grade die Bauchdecke öffnete. (Motti war da bei ihrer Oma).

Was ist Familienglück für Dich (neben den allgemeingültigen Dingen wie Gesundheit o.ä.)?

Liebe, Vertrauen und Freude an einander zu haben

Wann hast Du Dir das letzte Mal die größten Sorgen um Deine Kinder gemacht?

Noch nie. Ich meine bei sowas wie Fieber werde ich normalerweise nicht panisch oder so. Daher..nee. Größte Sorgen musste ich mir noch nicht machen (glücklicherweise) aber Sorgen habe ich mir schon gemacht z.B als sie auf der Frühchenintensivstation waren.

Nenne eine Sache (materiell), die aus Deinem Mama-Alltag nicht mehr wegzudenken ist, weil sie den Alltag erleichtert, schöner macht etc., und die Du jeder Mama ans Herz legen möchtest.

Einen Blog. Über einen Blog kann man so viele andere tolle Leute kennenlernen!

Wenn Ihr ein ganzes Wochenende so viel Zeit und Geld hättet, wie Ihr wollt, was würdet Ihr machen/unternehmen? 

Was mein Mann machen würde weiß ich nicht. Ich würde alle einpacken und nach New York City fliegen um der Familie zu zeigen wieso das meine Heimat des Herzens ist.

 

Liebe Katarina, vielen Dank für diesen tollen Auftakt zu meiner Interviewreihe. Ich musste ein paar Mal herzhaft lachen und erkenne mich in einigen Punkten wieder – Ihr auch?

Wer jetzt noch mehr von Katarina und ihrem Familienleben mit ihren „3 unter 3“ erfahren möchte, der kann sie auch bei facebook, Twitter und Instagram besuchen.

Schaut unbedingt mal vorbei – es lohnt sich!

Nächste Woche folgt an dieser Stelle das nächste Mama-Interview! Ihr habt auch Lust mitzumachen und Rede und Antwort zu stehen? Dann schickt mir eine kurze Mail an familiemotte@email.de – ich freu´ mich auf viele spannende Antworten…

Habt ein schönes Wochenende

Eure Anna

 

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