Jetzt mal ehrlich Mama…Heute zu Gast: Jil vom Blog „Von Herzen und Bunt“ #malehrlichmama

Mein heutiger Gast beschäftigt sich auf Ihrem wunderschönen Blog „Von Herzen und Bunt“ mit Attachment Parenting, Hochsensibilität und veganen Lebensstil.  Wir selbst leben nicht Vegan und haben bisher auch keinerelei Erfahrung mit Hochsensibilität. Genau deshalb aber ist die Elternbloggerszene so spannend: weil sie so unglaublich vielfältig und bunt ist. Und genau deshalb mache ich diese Interviewreihe – weil es so toll ist zu sehen, wie viele unterschiedliche Lebensmodelle es gibt.

Viel Spaß also mit Jil und dem heutigen Mal ehrlich Mama-Interview.

 Über die Mama und den Blog

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Bildrechte: Von Herzen und Bunt

Bitte stelle Dich kurz vor und erzähle, was uns auf Deinem Blog erwartet

Ich heiße Jil, bin zehnundzwanzig Jahre alt und zweifache Mama. Von Herzen und Bunt ist mein Ausgleich und mein Herzensprojekt. Ich schreibe über das, was mir am Herzen liegt. Das war zum Beispiel meine zweite Schwangerschaft oder das Leben als frischgebackene Mama. Aktuell schreibe ich viel über Hochsensibilität, weil es unsere Familie beschäftigt.

Muttersein ist für mich…

die wichtigste Aufgabe meines Lebens.

Wenn ich mal nervlich am Ende bin, dann tanke ich neue Kraft am besten beim…

… Entfliehen aus dem Alltag. Ich brauche eine gewisse Distanz zum gewohnten Umfeld um abschalten und neue Energie tanken zu können. Das klappt leider nicht ganz so häufig, da wir wenig familiäre Unterstützung erfahren.

Jetzt mal ehrlich liebe Jil…

Welche Eigenschaft als Mama kannst Du an Dir nicht ausstehen? Und welche magst Du ganz besonders?

Ich bin überhaupt nicht multi-tasking-fähig. Verrückt, oder? Das stört im Mama-Alltag irgendwie schon.

Besonders mag ich an mir, dass mein Hang zur Selbstreflexion stark ausgeprägt ist. Dadurch hinterfrage ich auch meinen Umgang mit meinen Kindern und kann an meinen Kindern wachsen, lernen, mich anpassen.

 

Bist Du spießiger geworden, seit Du Mama bist? Und wenn ja: in welchen Dingen?

Im Gegenteil, als Mama musste ich erst einmal lernen auch mal Fünf gerade sein zu lassen. Vielleicht bin ich aber auch total spießig geworden und merke es selber gar nicht mehr 😉

Wie bringen Dich Deine Kinder am schnellsten zur Weißglut? Welche Eigenschaften Deiner Kinder bringen Dich auf die Palme?

Gejammere. Das macht mich irre. Zu jeder Zeit. Es hilft nichts.

Was magst Du nicht an Deinen Kindern und was besonders?

Es gibt eigentlich nichts, was ich an ihnen als Mensch nicht mag. Es gibt nur bestimmte Situationen, in denen sie mich auch mal nerven. Mit Jammern zum Beispiel 😉

Besonders mag ich ihre zarte Seele und ihr Lachen.

Haben Deine Kinder Dich schon einmal in eine peinliche Situation gebracht? In welche?

Etwas unangenehm war mir die Besichtigung unseres Wunschkindergartens, bei der mein Sohn die Kindergartenleiterin immer wieder mit „Oma“ angesprochen hat.

Welcher ist der beste Ratschlag, den Du jemals als Mama bekommen hast? Und auf welchen hättest Du gern verzichtet?

An gute Ratschläge kann ich mich gerade gar nicht erinnern 😉 Ich halte auch nicht allzu viel von Ratschlägen im Allgemeinen.

Dein ultimativer Tipp gegen Trotzanfälle in der Öffentlichkeit?

Durchatmen. Nochmal durchatmen.

Wie überredest Du Deine Kinder wenn sie etwas nicht wollen?

Meistens versuche ich zu erklären, was ich brauche/möchte und warum. Das klappt – jedenfalls, wenn ich den richtigen Moment erwische.

Welche Sorte Eltern nervt Dich so richtig?

Ach, eigentlich nur die, die denken die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und die, die vorschnell über andere urteilen. Sowas konnte ich noch nie leiden. Ganz unabhängig vom Eltern sein.

Findest Du andere Kinder manchmal nervig und warum?

Na klar, man kann nicht jeden mögen. Das macht doch auch vor Kindern nicht halt. Oder??

Glaubst Du manchmal, dass Du eine schlechte Mama bist? Warum/in welcher Situation?

Ja doch, schon. Wenn ich ziemlich k.o. bin und aus diesem Grund keine Lust oder Kraft habe zu spielen. Ich bewahre auch nicht immer einen kühlen Kopf und werde selber ungeduldig oder laut. In solchen Situationen fühle ich mich dann schon schlecht.

ehrliche Antworten rund ums Mamasein

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Hast Du Deine Kinder schon mal als Ausrede benutzt? Wann?

Nein. Echt nicht!

Was willst Du in der Erziehung Deiner Kinder auf keinen Fall so machen wie Deine Eltern? Und was auf jeden Fall genauso?

Puh, das ist nicht ganz einfach zu beantworten.

Ich möchte auf jeden Fall da sein – das habe ich selber leider nicht erfahren dürfen.

Mit wem kommt das Kind dreckiger vom Spielplatz? Wer ist ängstlicher? Wer konsequenter? Wer sorgt eher für gesunde Ernährung: Mama oder Papa?

So unterschiedlich sind mein Mann und ich eigentlich da nicht. Natürlich, jeder hat so seine Eigenarten im Umgang mit Kindern, aber im Großen und Ganzen sind wir uns da recht ähnlich.

Was kannst Du von Deinen Kindern lernen?

Geduld. Standhaftigkeit. Loyalität und noch einiges mehr. Von jedem Kind lerne ich andere Dinge – sofern ich es sehe und annehme. Kinder sind die besten und ehrlichsten Lehrmeister weit und breit.

Rechnest Du insgeheim manchmal zwischen Dir und Deinem Partner auf: so nach dem Motto: warum muss ich das eigentlich immer alles allein machen?

Aufgerechnet ja. Besonders im ersten Lebensjahr unseres Sohnes. Aber eher dahingehend, dass ich oft dachte: „Oh Mann, wie kannst DU nur müde sein?! Ich bin viel müder als du!“ Im Nachhinein absoluter Quatsch, denn das ist ja eine subjektive Empfindung. Aber Schlafmangel bringt doch ziemlich an die eigenen Grenzen.

Das Gefühl alles alleine zu machen hatte ich nie. War auch nie so.

Die Mama-Pflichten sind manchmal lästig: stillen, wickeln, anziehen etc. – für welche findest Du Ausreden, damit sie Dein Partner übernimmt, wenn es möglich ist?

Ausreden waren da wirklich nie nötig 😉

Die größte Lüge seit ich Mama bin ist…

Mütter lügen doch nicht!

Was hast Du in der allerersten freien Zeit ohne Kinder gemacht?

Geschlafen und gegessen. Im Hotel. Zwei Tage lang 😀

Was ist Familienglück für Dich (neben den allgemeingültigen Dingen wie Gesundheit o.ä.)?

Zusammen das Leben zu erleben und zu genießen.

Dein bisher schönstes Mama-Kind-Erlebnis war…

Ich erinnere mich nicht an ein konkretes Ereignis. Für mich sind es die vielen kleinen Momente, die mein Herz höher schlagen lassen und mich dankbar stimmen. Zum Beispiel, wenn mein Sohn sagt, dass er mich liebt. Oder meine Tochter herzlich mit mir lacht.

Wann hast Du Dir das letzte Mal die größten Sorgen um Deine Kinder gemacht?

Puh, immer wenn sich jemand hier verletzt. Ich glaube daran werde ich mich nie gewöhnen.

Welche Werte/Leitsätze o.ä. willst Du Deinen Kindern mit auf ihren Weg geben?

Wow, kann ich die Antwort nachreichen? 😉
Nein im Ernst, es gibt so vieles, das mir wichtig ist. Besonders wichtig ist mir, dass meine Kinder spüren, dass sie etwas bewirken können und bedeutsam sind.

Nenne eine Sache (materiell), die aus Deinem Mama-Alltag nicht mehr wegzudenken ist, weil sie den Alltag erleichtert, schöner macht etc., und die Du jeder Mama ans Herz legen möchtest

Einen Stokke TrippTrapp mit Newborn Set. Das war die beste Investition – wir konnten so von Anfang an mit unserem Kindern am gemeinsamen Tisch sitzen, ohne, dass das Baby irgendwo am Boden auf einer Decke oder in einer Wippe lag oder einer von uns es mühsam auf dem Schoß halten musste.

Wenn Ihr ein ganzes Wochenende so viel Zeit und Geld hättet, wie Ihr wollt, was würdet Ihr machen/unternehmen?

Wenn zu Zeit und Geld auch noch die Kinderbetreuung käme: Wellness und Shoppen. Klar, oder?!

Der witzigste Kindermundspruch Deiner Kinder?

„Ach Mama, so ist das eben!“

***

Liebe Jil, vielen Dank dass Du Dir die Zeit genommen hast meine Fragen zu beantworten.

Jil findet Ihr übrigens auch bei facebook:

https://www.facebook.com/VonHerzenBunt

und Instagram:
https://instagram.com/vonherzenundbunt/

Wie immer also viel neuer Lesetoff für Euch 🙂

Ihr habt auch Lust mitzumachen und Rede und Antwort zu stehen? Dann schickt mir eine kurze Mail an familiemotte@email.de – ich freu´ mich auf viele spannende Antworten

Ich wünsche Euch eine schöne Woche

Eure Anna

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