Working Mum? Ja! Karriere? Nein!

Im Moment gibt es wirklich unheimlich viele spannende Blogparaden, an denen ich unbedingt teilnehmen möchte. Ich weiß nicht, ob ich es zeitlich schaffe wirklich zu allen meine Gedanken zu verbloggen, aber ich will versuchen an möglichst vielen teilzunehmen. Dafür müssen eben ein paar andere geplante Posts warten 🙂

XING Spielraum hat – im Rahmen ihres Monatsthemas „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ – zur Blogparade zum Thema #KindUNDKarriere aufgerufen. Eigentlich ist über dieses Thema schon so unendlich viel diskutiert und geschrieben worden – fast ist man bereits müde darüber zu lesen.

Aber ist das Thema Kind und Karriere wirklich erschöpft?

Und dann kam diese Meldung, dass Apple und Facebook ihren Mitarbeitern die Möglichkeit des „Social Freezing“ bieten – und die Diskussion entbrannte erneut. Meine Meinung zu diesem Thema kann ich kurz und knapp formulieren: für mich käme es nicht in Frage mir von meinem Arbeitgeber diktieren zu lassen, wann ich ein Kind bekomme. Ich finde es fraglich, den Arbeitgeber so sehr in meine Privatsphäre eingreifen zu lassen, nur damit ich mich vorerst ganz auf meine Karriere konzentrieren kann.

Trotzdem: wir alle wissen, es muss noch viel passieren, damit Beruf und Familie wirklich zu 100% vereinbar sind. Arbeitgeber müssen umdenken, flexibler sein, Männer als viel vollwertigeren Teil der Familie sehen, der ebenfalls viel Zeit ins Familienleben investieren will.

Andererseits gibt es in Deutschland bereits viele Vorteile für Eltern, die es in anderen – auch europäischen – Ländern nicht gibt. Als Angestellte genießen wir den Mutterschutz, bekommen 12 Monate bezahlte Elternzeit und sogar zwei Monate Verlängerung, wenn auch die Väter Elternzeit beantragen und nehmen.

Und trotzdem fordern wir: mehr Rechte im Job, mehr Zeit für die Familie.

Gibt es Jobs die nicht mit einem Kind vereinbar sind?

Ja, die gibt es. Bevor ich Mama wurde habe ich immer sehr viel und sehr gerne gearbeitet. Ich bin gelernte Hotelkauffrau, habe lange in der Gastronomie- und Eventbranche gearbeitet. Das bringt automatisch viele, viele Arbeitsstunden mit sich – auch an Wochenenden und bis in den späten Abend hinein. Und ich habe in kürzester Zeit Karriere gemacht. Bin nach oben geklettert auf der Karriereleiter, bis hin zu Leitungsfunktionen mit viel Personalverantwortung. Aber als klar war, dass ich irgendwann eine Familie gründen möchte habe ich den Ausstieg aus diesem Berufszweig gewagt und war seither in geregelten Arbeitszeiten angestellt. Zwar mit einem eigenen Verantwortungsbereich aber ohne Führungsverantwortung. Gastronomie und Familie? Fast unvereinbar. Schade eigentlich, denn ich habe meine Arbeit sehr geliebt und denke oft daran zurück. Manchmal sogar wehmütig, weil ich als Mama eines Kleinkinds nicht mehr in diesem Job arbeiten kann. Ein Hotel hat eben nie Feierabend, ein Restaurant meist abends geöffnet und auch Events und Veranstaltungen finden in der Regel statt, wenn meine Tochter ins Bett gebracht werden will.

„Der Papa könnte ja auch in Teilzeit arbeiten und sich um das Kind kümmern“ werden nun manche sagen. Ja, könnte er. Hat er sogar angeboten damals. Kam für mich aber nicht in Frage. Warum? Wegen der Lohnunterschiede, die ja leider immer noch existieren? Nein!

Weil ich dieses Kind von ganzem Herzen wollte. Und nun möchte ich sie aufwachsen sehen. Ich möchte so viel Zeit wie möglich mit ihr verbringen. Ich möchte mit ihr die Welt entdecken, ihre unzähligen Fragen beantworten, für sie da sein.

Karriere? Muss das sein?

Ich bin ganz ehrlich – auch wenn vielleicht ein Shitstorm über mich hereinbricht: ich möchte im Moment gar keine Karriere machen. Vielleicht ändert sich das in ein paar Jahren wieder. Aber im Moment habe ich mich ganz bewusst dafür entschieden, dass ich in erster Linie Mama sein möchte – zumindest solange meine Maus klein ist. Früher habe ich gedanklich nie wirklich abschalten können nach dem Job. Immer kreisten die Gedanken darum, ob ich an alles gedacht habe. Heute bin ich ganz froh darüber, dass ich keine Verantwortung für Budgets und Mitarbeiter trage. Dass ich meinen eigenen Bereich habe, den ich managen muss und sonst nichts. Dass ich nach der Arbeit nicht ständig daran denken muss, ob ich an dies oder jenes gedacht habe. Ich genieße das Mama-Sein – sehr!

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Quelle: pixabay

Ganz ohne Arbeit würde es für mich allerdings doch nicht gehen. Ganz abgesehen davon, dass es für uns Frauen (und wahrscheinlich auch Männer) schwierig wird nach einer längeren Job-Abstinenz überhaupt einen Wiedereinstieg zu finden (und auch nichts in die Rentenkasse fließt in dieser Zeit). Es ist mir schon wichtig neben dem Mama-Job noch eine andere Aufgabe zu haben. Nach dem ersten Babyjahr habe ich mich unheimlich darauf gefreut mal wieder mit den Kollegen einen Kaffee zu trinken, mich über etwas anderes zu unterhalten als über Windelinhalte, Stillprobleme oder welche Meilensteine mein Kind erreicht hat. Und natürlich auch darauf etwas zu tun, was meinen Kopf beansprucht.

Aber ein Teilzeitjob reicht mir dazu derzeit. Mehr möchte ich zur Zeit nicht arbeiten. Aus oben genannten Gründen aber auch weil ich sonst meinen eigenen – vielleicht perfektionistischen Ansprüchen – nicht gerecht werden würde. Nämlich alles gut zu machen. Meinen Job, die Erziehung meines Kindes und all die Dingen die es im Alltag zu bewältigen gibt (Haushalt, Laterne basteln, Adventskalender, Elternabende, Behördengänge, Arztbesuche usw. usw.).

Klassisches Rollenmodell und modernes Familienleben – geht das beides?

Wir leben des klassische Rollenmodell: Papa geht Vollzeit arbeiten, Mama Teilzeit und kümmert sich in erster Linie um Haushalt und die Kinderbetreuung (wobei an dieser Stelle ausdrücklich angemerkt sei, dass unser Papa – trotz Vollzeitjob- sehr viele Aufgaben im Haushalt und der Kinderbetreuung und -bespaßung übernimmt). Und dieses Modell will ich auch genauso leben. Für mich käme es nicht in Frage, dass beide Elternteile Vollzeit arbeiten. Dann hätte ich kein Kind bekommen müssen. Denn schließlich will ich etwas haben von meiner Maus.

Und bevor sich jemand angegriffen fühlt: natürlich muss diese Entscheidung jeder für sich treffen. Ich verurteile niemanden für sein Lebensmodell. Und schon gar nicht wäre ich so vermessen jemanden als schlechtere Mutter (oder Vater) zu bezeichnen, nur weil er oder sie mehr arbeitet als ich. Und natürlich würde ich anders denken, wenn ich alleinerziehend wäre und auf das Geld eines Vollzeitjobs angewiesen wäre, um mein Kind zu ernähren, anzukleiden und ihm überhaupt etwas bieten zu können. Aber so lange es machbar ist, würde ich eine Teilzeitanstellung einem Vollzeitjob vorziehen – solange das Kind klein ist.

Meine Prioritäten haben sich eindeutig verschoben seit ich Mama bin. Sogar so sehr, wie ich es mir vorher nie hätte vorstellen können. Ich war immer ein Arbeitstier. Jetzt bin ich eine Mama – durch und durch. Mein Kind und meine Familie kommen an erster Stelle. Einen Job zu haben beruhigt mich, ist mir wichtig und macht mich auch zufrieden, bestimmt jedoch nicht mehr mein Leben.

Und ich glaube, genau das ist schwierig für den Arbeitgeber zu verstehen. Die immer noch zumeist männlichen Chefs und Kollegen leben auch das klassische Rollenmodell. Viele Männer definieren sich und ihr Standing in der Gesellschaft eben immer noch über Erfolg im Job. Als Mamas tun wir das nicht mehr. Weil unser Leben nun einen anderen Mittelpunkt hat: unser Kind. Und das unsichtbare Band zwischen Mama und Kind ist eben doch ein Stückchen enger als zwischen Papa und Kind (Liebe Papas, seht es mir nach – ich weiß Ihr liebt Eure Kinder genauso wie wir es tun und bringt Euch ein, wo ihr nur könnt).

Mir kommt es im Arbeitsleben nicht darauf an einen tollen Titel zu tragen oder unzählige Stunden zu arbeiten. Denn ein Titel oder die Anwesenheit im Büro sagen nichts über die Qualität meiner Arbeit aus. Wichtig ist, wie ich die Stelle ausfülle, was ich daraus mache. Und das kann ich auch zeigen, wenn ich nur 20 Stunden, aus dem Home-Office, morgens früh oder spät abends arbeite. In vielen Arbeitgeberköpfen scheint das aber noch nicht angekommen zu sein. Und das ist schade. Bietet die Flexibilität doch so viele Vorteile. Mamas sind meist gut organisiert, nutzen die ohnehin knappe Zeit im Büro effektiv um ihre Aufgaben zu erledigen und schaffen – aufgrund dessen dass lange Büropläuschchen ausbleiben – meist sehr viel.

An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich sagen, dass ich ein unheimliches Glück mit meinem Arbeitgeber habe. Nicht nur dass ich einen sehr netten Chef und tolle Kollegen habe. Mein Chef ist sehr verständnisvoll was Ausfallzeiten aufgrund von Krankheiten meines Kindes, Kita-Schließzeiten oder sonstigen Belangen angeht. Das kann er sein, weil er weiß, dass ich alles dafür tue um Versäumtes nachzuholen. Er weiß, dass ich versuche am Nachmittag ins Büro zu kommen wenn mein Mann zu Hause ist, oder abends im Home Office arbeite um die versäumten Stunden am Vormittag aufzuholen. Er weiß, dass ich in Stoßzeiten oder zu wichtigen Terminen und Deadlines auch bereit bin mal länger zu arbeiten.

Und obwohl ein Arbeitgeber ja weiß, auf was er sich einlässt, wenn er eine Mutter einstellt geht mein schlechte Gewissen nie ganz. Erst fällt man wegen Krankheit des Kindes aus, dann ereilt einen selbst eine Krankheit und man fehlt schon wieder. Das ist doof – für den Arbeitgeber und auch für mich. Zumal wir auch keine Omas und Opas in der Nähe haben, die mal kurz einspringen können, wenn die Maus krank ist, wir aber dringend ins Büro müssen.

Ich darf mich glücklich schätzen, dass ich einen Mann habe, der sich Krankzeiten unserer Motte fast gleichberechtigt mit mir aufteilt. Er schätzt meine Arbeit genauso wert wie seine, obwohl ich nur in Teilzeit arbeite. Er macht früher Schluss und holt die Motte aus der Kita ab, wenn ich länger arbeiten muss. Und er ist auch meist abends zu Hause um die Maus gemeinsam ins Bett zu bringen. Das weiß ich sehr zu schätzen und dafür bin ich ihm unheimlich dankbar.

Und genau das ist es was wir brauchen um den Spagat zwischen Kind und Job zu schaffen: gute Kinderbetreuung und ausreichend Betreuungsplätze, flexible Arbeitszeiten auch für den jeweils Vollzeit arbeitenden Elternteil, die Möglichkeit aus dem Home-Office zu arbeiten, vielleicht sogar Job-Sharing und vor allem das Vertrauen unserer Arbeitgeber, dass wir alles tun, um unseren Job so auszufüllen, dass auch der Arbeitgeber davon profitiert. Ich glaube wenn dieses Umdenken bei allen stattgefunden hat kann es gelingen Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen.

Und jetzt bin ich unheimlich auf Eure Meinung gespannt: Karriere ja oder nein? Klassisches Rollenmodell oder gerechte Aufgabenverteilung in der Familie? Oder beides? Fühlt Ihr Euch als Mami im Job „weniger wert“ als vorher? Was ist Euch wichtig um Beruf und Familie zu vereinbaren?

 

 

21 thoughts on “Working Mum? Ja! Karriere? Nein!

  1. Einen Shirstorm sehe ich hier bei weitem nicht. Ich stimme dir sogar zu, ich will im Moment auch keine Karriere machen. Oder eigentlich ist es noch anders, ich wollte auch noch nie Karriere machen. Viele sagen ja „seid ich klein war wollte ich nur Hausfrau und Mutter sein“, das war aber bei mir nicht so. Ich wollte schon was werde, aber dieses letzte Karrieregen fehlt mir. Ich bin glücklich als Rad im Getriebe aber ich muss nicht der Boss von allem sein.
    Wenn es nach mir ginge, könnte ich mir gut vorstellen einfach zu Hause zu bleiben, die Kinder und den Haushalt zu schmeißen und nebenbei zu bloggen. Leider füllt das aber keine Rentenkasse, und daher muss irgendwann doch wieder für die Rentenkasse gearbeitet werden, allerdings ergänzt sich das dann im großen und ganzen mit Tagesmutterdasein ganz gut.

    1. Na ja, es heißt doch immer: Frau die zu Hause bleibt ist nicht emanzipiert. Daher mag es für viele wahrscheinlich altmodisch sein, wenn Mama es gut findet zu Hause zu sein und die Kinder zu betreuen. Ich finde es ist emanzipiert die Wahlmöglichkeit zu haben. Und darüber bin ich sehr froh 🙂

  2. Ich bin auch arbeitstechnisch kürzer getreten in meinem alten Job. Leider hat mein Arbeitgeber aber nicht ganz verstanden, dass wenn er mir nur noch ein Teilzeitgehalt zahlt, ich auch nur Teilzeit arbeite und nicht mehr so aanwesendbin wie früher. Und bei Home Office ist leider das Misstrauen gegenüber den eigenen Mitarbeitern in vielen Firmen zu groß, dass dann nicht richtig gearbeitet wird. Hier muss sich noch einiges ändern.
    mein Mann hat hingegen einen Job angenommen der nicht so gut bezahlt ist aber dafür eine wunderbare Kinderbetreuung für U3 bietet. Er nimmt den Kleinen jeden Morgen mit zur Arbeit, sie frühstücken dann gegen 10 nochmal gemeinsam, mittags bringt er ihn zum Schlafen und nachmittags hole ich ihn ab oder er bringt ihn zu Dienstschluss mit heim. Ein absoluter Traum! So stelle Ih mir tolle Arbeitgeber vor.
    Ich finde es einfach schade, dass viele Firmen auch das Potential junger Mütter nur bedingt nutzen. Du hast das ja super beschrieben. Im Endeffekt arbeiten Teilzeitkräfte oftmals effektiver als Vollzeit.

    1. Ich finde es auch schade, dass viele Arbeitgeber da noch so misstrauisch sind. Und ich habe auch schon öfter gehört, dass Arbeitgeber trotz Teilzeitstelle immer noch „Vollzeitarbeit“ erwarten. Da muss sich wirklich noch viel ändern. Und dennoch zeigt das Beispiel mit Deinem Mann ja, dass es sie gibt: die tollen Arbeitgeber!!! Ich hoffe sehr, dass sich in Zukunft immer mehr Arbeitgeber zum Umdenken bewegen lassen…

  3. Ich arbeite schon seit Abschluss der Ausbildung nur in Teilzeit, da ich in meinem Beruf keine andere Stelle mit mehr Stunden gefunden habe bzw. in meinem Betrieb – trotz der „wenigen“ Stunden sehr zufrieden war. Deshalb war es für mich nach der Elternzeit auch nicht ungewöhnlich wieder nur paar Tage die Woche zu arbeiten. Leider jetzt nicht ganz perfekt, weil die Arbeitszeiten mit Kind scheiße sind, aber naja. Ändert sich hoffentlich bald. Karriere werde ich wohl nie machen, darauf war ich noch nie aus. =)

    1. Ach Du Süße, das ist aber lieb :-* Ich geh´gleich mal vorbeilesen 🙂
      Liebe Grüße, ich drück´ Dich aus – lasst Euch vom Nikolaus reich beschenken,
      Anna

  4. Hey Anna, bin über deine Aktion auf deinem Blog hängen geblieben und möchte aus „dem anderen Lager“ berichten. Ich würde nämlich gern Karriere machen, kann es aber nicht. Zumindest aktuell. Ich habe mich zwar bewusst dafür entschieden, zumindest nur in Teilzeit zu arbeiten, um Zeit mit meiner Maus verbringen zu können, bin aber nicht ganz glücklich mit dieser Entscheidung. Natürlich bin ich super gern bei ihr, weswegen es nicht in Frage kommt Vollzeit zu arbeiten! Aber ich habe auch Angst, um meine Zukunft. Ich habe meine Tochter kurz nach dem Studium bekommen, habe mich also noch Null in der Arbeitswelt etabieren können. Schwanger habe ich bis zum letzten Monat als unterbezahlte Praktikantin gearbeitet und dieser Unglücksfaden riss leider nicht ab. Immer wieder wurde ich vertröstet, bis ich schließlich die Nase voll hatte und den Betrieb wechselte, nur um erneut ausgebeutet zu werden. Eigenverantwortliches arbeiten, ja. Geld, nein. Und darum habe ich Angst. Bis jetzt habe ich keinen ordentlichen Job, aber rund 2 Jahre Berufserfahrung in meinem Bereich. Und bald werden die Schulden fällig, die Schulden durch das Studium… Es lastet auf meinen Schultern und ich könnte jeden Abend weinen, wenn ich weiß, dass ich wieder tolle Arbeit verrichtet habe und nicht im entferntesten Leistungsgerecht bezahlt wurde und werde (wird sprechen hier von weit unter 5 Euro/Stunde).
    Darum strebe ich eigentlich eine Karriere an, ich möchte weiter kommen und endlich was zur Haushaltskasse beitragen… Aber das wird nicht klappen, denn ohne eine Vollzeitstelle, werde ich wohl gar nicht voran kommen. Es ist depremierend und ich bin schon neidisch auf Mütter die 2 oder gar 3 Jahre zu Hause sein können, oder zumindest nur 400 Euro Jobs annehmen müssen…
    Übrigens erwartet mein Arbeitgeber auch den Workload einer Vollzeitstelle, weswegen ich tierisch gestresst bin… *seufz*
    Ich hoffe, irgendwann wird Deutschland Elternfreundlicher…

    Liebe Grüße
    Yasmin

  5. Toller Beitrag!
    Ich habe ein Wunsch-und ein Realitätsleben.
    Mein Wunsch sieht vor 2-3 Jahre nur für die Kinder da zu sein und dann 20h zu arbeiten… Realität schaut anders aus… Ich muss beide mit einem Jahr in die Krippe geben weil ein Vollzeitgehalt nicht reicht und gehe dann 35h arbeiten.
    Ich möchte nicht Karierre machen. Wollte zeitig Mutti werden und das habe ich geschafft. Zwei Kinder im berufsbegleitendem Studium.
    Ich finde als Frau hat man nicht die Wahl ob man zu Hause sein darf bei den Kindern. Die Frau muss schnell wieder arbeiten gehen nach dem ersten Jahr. Ich bin dankbar für die Unterstützung durch Elterngeld und Kindergeld denn sonst wäre Kinder bekommen ja utopisch geworden.
    Dennoch stimmt es mich traurig,dass ich meine Kinder immer so zeitig in die Betreuung geben muss.

  6. Auch wenn der Artikel schon länger her ist…hier noch mein Statement:

    Heutzutage muss man schauen, wo man lebt und wie dann auch die Arbeit mit der Familie vereinbar ist. Als ich mit der großen Motte noch in Berlin lebte, konnte ich meine Karriere machen, denn der Kindergarten hatte den ganzen Tag und ohne Mittagspause offen. Ich musste arbeiten, denn ich war allein mit ihr.

    Heute lebe ich mit meiner (neuen und erweiterten) Familie in einer Kleinstadt im Süden Deutschlands. Was ich vorher immer belächelt hatte, erlebe ich nun selbst am eigenen Leib: Kindergärten öffnen früh (7 Uhr), aber dann hat man entweder nur einen 6,5h-am-Stück-Platz oder eine Mittagspause zwischendrin. Mittagessen gibt es in unserem Kiga auch nicht. In unserer Kleinstadt gibt es 5 Kigas, darunter nur 1 Ganztageskiga. Da muss man dann schon überlegen, ob man überhaupt arbeiten geht, ob es hinten und vorne ausreicht mit dem Gehalt des Mannes.

    Ich habe meine Karriere hinter mir, habe das erreicht, was ich wollte, so dass ich also auch die Elternzeiten der zwei Kleinen bewußt genießen kann (konnte ich bei der großen Motte leider nicht). Ich werde dennoch demnächst wieder arbeiten gehen, aber nicht voll. Einfach für mich selbst und natürlich auch für ein wenig mehr Geld für uns (oder die Rentenkasse wie Katarina schrieb).

    Jetzt wird es doch so lang 🙁 … Deine Fragen kann ich daher nur mittelmäßig beantworten: Solange es mit einer Kinderbetreuung klappt, klappt es auch mit Karriere & Familie. Rollenverteilung ist vor allem auf dem Land noch arg vertreten, empfinde ich jedenfalls so.

    LG Ivi

  7. Hallo,

    Ist zwar schon etwas länger her. Aber mich würde nur mal Interessieren was du jetzt machst? Bin gelernte Refa mein Sohn kommt nächsten Monat in die Krippe und ich bin so Planlos. Möchte unbedingt arbeiten aber Gastronomie scheint aussichtslos…

    Würde mich sehr über eine Antwort freuen.

    Liebe Grüße Jasmin

    1. Hallo Jasmin, ich arbeite jetzt als Assistenz der Geschäftsführung in einem Windenergie-Unternehmen. Meist wird man als „Gastrokind“ gern auch als Quereinsteiger in Assistenzjobs genommen. Vielleicht versuchts Du es mal damit?

      Liebe Grüße, Anna

      1. Oh super du hast geantwortet 🙂
        Danke dir für den Tipp. Übrigens teile ich deine Ansichten zwecks Arbeit und Kind mir geht es genauso! Und mich motiviert dein Artikel irgendwie, es muss doch auch für mich mit Familie den richtigen Job geben.

        Liebe Grüße Jasmin

        1. Den gibt es ganz bestimmt! Ich wünsche Dir alles Gute für die Suche und drücke die Daumen, dass Du was Passendes findest 🙂
          Liebe Grüße

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