Hamburg mit Kindern und umsonst // Spielen, Klettern, Tiere füttern im Hirschpark – eine Oase in der Großstadt

Vergangenen Sonntag wurde endlich, endlich das Wetter wieder besser, also beschlossen wir einen Ausflug in den Hirschpark zu machen. Die Sonne kam raus und auch die Temperaturen stiegen langsam über die 18° C – Marke. Zeit unseren Burley von seiner Regenhaube zu befreien und eine kleine Runde mit dem Fahrrad zu drehen. In Dänemark waren wir ja fast ständig mit dem Rad unterwegs – das hat mir hier irgendwie richtig gefehlt. Aber dieser dauernde Regen und die Temperaturen machten jegliche Pläne zunichte.

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Auf in den Hirschpark…

So brauchten wir dann auch Regenhosen für die Kinder, weil es überall noch sehr nass und matschig war. Aber immerhin konnten wir einen kleinen Ausflug in den nahegelegenen Hirschpark machen. Ich liebe den Hirschpark, weil er so wunderschön angelegt ist – mit seinen Lindenalleen, den großen Blumenrabatten und den wunderschönen dicken, alten Bäumen. Auf denen lässt es sich nämlich ganz fantastisch klettern…

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Dazu hatte die Motte allerdings keine Lust – sie wollte lieber auf den kleinen Waldspielplatz, wo sich schon jede Menge andere Kinder tummelten.

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Also spielten wir dort eine ganze Weile. Inzwischen haben die Zwillinge ja auch schon Spaß auf dem Spielplatz. Die Minimotte wippte eine Runde mit der großen Schwester während der Floh im Sand buddelte. Anschließend ließen sich die Zwillinge in der Nestschaukel schaukeln, während die Motte einen Rutschmarathon einlegte…

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Nach einer Stunde wollte die Motte dann aber endlich zu den Hirschen. Die geben dem Park ihren Namen und leben inmitten eines riesgen Geheges, zusammen mit Pfauen und Gänsen.

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Hirschpark

Sie freuen sich immer über ein paar mitgebrachte Kastanien oder Möhren, also hatte ich ein paar Karotten zum Füttern eingepackt, die die Motte dann fleissig verteilte. Und auch die Zwillinge hatten keinerlei Berührungsängste – standen am Zaun und staunten…

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Die Minimotte traute sich sogar selbst zu füttern – natürlich mit Papas Hilfe.

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Ich bin immer wieder überrascht wie furchtlos die Zwei da sind. Bei der Motte war das damals so ganz anders…

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„Guck´mal Mama, Glitzer…“

Weil die Zwillinge anschließend ziemlich müde waren, drehten wir noch eine Runde mit dem Fahrrad durch den Park. Die Beiden schlafen ja ganz prima im Anhänger und mögen es anscheinend sehr gern in den Schlaf geschaukelt zu werden. Jedenfalls sind sie immer ruck zuck eingeschlafen, sobald der Papa sich mit dem Fahrrad in Bewegung setzt.

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Ich weiß nicht, wie oft ich während unserem Ausflug gedacht habe, welch´ein Glück wir haben, dass wir in so einer tollen Gegend leben. Am Morgen vor unserem Hirschpark-Besuch hatte es noch geregnet und die Wassertropfen auf dem großen Schilf sahen aus wie kleine Glitzerperlen…die Motte fand das superschön: „Guck´ mal Mama, Glitzer auf den Büschen…“

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…und ich liebe Teiche die so grün bewachsen sind auf der Oberfläche. Ich finde das hat etwas mystisches und erinnert mich an meine Kindheit. Da gab es im Wald in unserer Nähe auch ein Gewässer, dass immer so bewachsen war und das mich total fasziniert hat, weil es auch „Totes Wasser“ genannt wurde.

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Und am Nachmittag?

Gegen frühen Nachmittag hatten die Kinder dann ordentlich Hunger, also machten wir uns auf nach Hause und verbrachten den Rest des Tages im Garten. Die Motte holte Ihren Experimentierkasten raus und baute sich erstmal eine Sanduhr.

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Habt Ihr auch so was zu Hause? Ich finde das ganz toll, denn die Motte ist im besten Fragealter, will alles ganz genau wissen und erforschen, wie die Dinge funktionieren. Mit dem Kasten kann sie so viel hantieren wie sie will, da alle Teile sehr stabil und kindgerecht sind.

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Fasziniert ist sie vor allem davon, wie eine Pipette funktioniert. Ich glaube sie hat eine halbe Stunde nur Wasser von einem Reagenzglas ins andere befördert.

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Und könnt Ihr erklären, warum sich Magnete auf der einen Seite anziehen, aber abstoßen, wenn man sie umdreht und gegeneinander hält? Klar, haben wir alle mal in der Schule gelernt, aber wie erklärt man es so, dass ein vierjähriges Kind es versteht?

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Auch die Eltern sind also gefordert und können Ihr Wissen nochmal ein bißchen auffrischen… 🙂

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Mir gefällt besonders, dass in der beiliegenden Anleitung des Kastens zwar Anregungen gegeben werden, das Ziel aber ganz klar ist, die Kinder frei mit allen Dingen experimentieren zu lassen. Kinder kommen ja manchmal auf ganz faszinierende Ideen und sind sehr einfallsreich und kreativ.

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Grillabschluss…

Und weil wir den ganzen Tag draußen verbracht haben, wurde zum Abschluss des Tages natürlich noch gegrillt. Das war eine ganz spontane Idee, wir hatten also nur Würstchen und Zutaten für einen Salat im Haus – war aber trotzdem seeeehr lecker.

Grillen

Als wir dann anschließend alle Kinder für´s Bett fertig machten sagte die Motte: „Das war ein sehr schöner Tag, Mama“…

Ziel erreicht, oder? Und das alles ohne einen Cent ausgegeben zu haben. Wie wunderbar, dass Kinder auch Tage ohne Besuche in große Freizeitparks oder Zoos so genießen können. Für uns war dieser Tag der perfekte Einstieg in den Sommer – denn der hat ja nun (hoffentlich für länger) endlich Einzug gehalten.

Genießt die Sonne und das Wochenende 

Eure Anna

Der Hirschpark Hamburg: die Fakten

Website: http://www.hamburg.de/parkanlagen/3060458/hirschpark/

Wo?: zwischen Elbchaussee, Mühlenberg, Am Hirschpark und Blankeneser Kirchenweg

Wann geöffnet?: ganzjährig // keine Schließzeiten

Was kostets?: kostenlos

Hunger?: köstlichen Kuchen und leckeres Essen gibt es im wunderhübschen Reetdachhaus „Witthüs“ am Eingang des Parks.

 

 

 

 

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