Hamburg mit Kindern // Unsere drei Lieblingsplätze am Elbstrand

Der Sommer ist da! Und das schon seit einer ganzen Weile. Auch wenn in Hamburg meist keine hochsommerliche Temperaturen über 30 Grad herrschen, so genießen doch auch hier im Norden jeden sonnigen Tag an dem das Thermometer über 20 Grad klettert. Und wo halten wir Nordlichter uns dann am allerliebsten auf? Natürlich am Elbstrand!

Und da dürfen sich die Hamburger wirklich glücklich schätzen. Denn wie viele Großstadtbewohner dürfen sich über einen echten Sandstrand mitten in der Stadt freuen? Eben!

Schiff I

Wir  haben eine ganz besondere Beziehung zum Elbstrand. Mein Mann und ich wohnen seit jeher im Hamburger Westen, mitten in den Elbvororten und können uns nicht vorstellen jemals irgendwo anders in Hamburg zu leben. Wir haben am Elbstrand geheiratet, viele, viele Nachmittage mit unseren Kindern dort verbracht und auch die abgefallenen Reste der Nabelschnur nach der Geburt in die Elbe geworfen. Das bringt nämlich Glück und soll gleichzeitig Verbundenheit zu unserer schönen Stadt symbolisieren sagt man.

IMG_9717

Als kleine Liebeserklärung an unsere wunderschöne Elbe und ihre Strände zeige ich Euch heute unsere drei Lieblingsplätze und erzähle Euch, warum ein Besuch an einem dieser Strände Pflicht ist, wenn Ihr in Hamburg seid.

Der Elbstrand Wittenbergen

Elbstrand Wittenbergen

Mein ganz persönlicher Lieblingsplatz ist der Elbstrand Wittenbergen in  Hamburger Stadtteil Rissen mitten in einem wunderschönen Naturschutzgebiet. Während an sonnigen Tagen fast ganz Hamburg meist am überfüllten Elbstrand in Övelgönne chillt, ist es hier in Rissen wunderbar leer. Na ja, ganz leer natürlich nicht, denn ein echter Geheimtipp ist der Strand in Wittenbergen nicht mehr. Trotzdem: wer bereit ist ein kleines Stück zu laufen und sich nicht gleich am Aufgang des Strands niederzulassen, wird mit viel Platz und einem fantastischen Blick belohnt.

Kleine und große Kinder können wunderbar im flachen Uferwasser planschen, Steine in die Elbe werfen und die startenden und landenden Flugzeuge vom Airbus-Gelände bestaunen.  Ach ja, und der Sand hier ist fast so weiß und fein wie am Mittelmeer – perfekt zum Buddeln und Burgen bauen also.

IMG_9729

Wer dann doch ein bisschen Action braucht: das umliegende Naturschutzgebiet und der Leuchtturm laden zu langen Spaziergängen ein.

IMG_9715

 

Mein Tipp ist aber: nehmt Euch einen Picknickkorb und eine Decke mit, lasst Euch nieder und genießt einfach den Blick auf die Elbe, die gegenüberliegende Insel Neßsand und die vorbei ziehenden Schiffe. Aber wundert Euch nicht. Es könnte nämlich passieren, dass Ihr kaum glauben könnt, dass Ihr im angeblich so verregneten Hamburg seid, wo es sich doch gerade so anfühlt wie ein Urlaubstag im Süden.

Tipps für den Elbstrand Wittenbergen: da es sich beim Elbstrand Wittenbergen um einen Hundestrand handelt, sollten Menschen mit Angst vor Hunden diesen besser meiden! Kleine Snacks und Getränke gibt es am nahe gelegenen Kiosk. Dort befinden sich auch (kostenpflichtige) Toiletten!

Falkensteiner Ufer – den Schiffen so nah!

Leuchtturm

Schon die Fahrt zum Elbstrand am Falkensteiner Ufer ist besonders für Nicht-Hamburger ein Erlebnis. Vorbei an riesigen Villen über die noble Elbchaussee bis in den Stadtteil in dem Hamburgs Reiche und Schöne wohnen: nach Blankenese. Dort angekommen schlängelt sich eine winzige Straße mitten durch das hübsche Treppenviertel bis hinunter an die Elbe.

IMG_9719

Der vielleicht etwas beschwerliche Weg den Berg hinab lohnt sich. Unten warten nämlich: kleine hübsche Strandabschnitte, feiner Sandstrand, ein laues Lüftchen und kreischende Möwen. Hört sich idyllisch an. Ist es auch.

IMG_5277

Nirgendwo kommt man übrigens den großen Pötten (wie wir Hamburger unsere Containerschiffe liebevoll nennen) so nah wie hier. Fast zum Greifen nah ziehen sie vorbei und hinterlassen eine ordentliche Strömung.

Deshalb sei mit kleinen Kindern auch Vorsicht geboten. In der Elbe darf gebadet werden. Aber bitte nur unter Aufsicht der Eltern, denn mitunter wird das Fahrwasser ordentlich unterschätzt.

IMG_5238

Viele sagen: das Falkensteiner Ufer sei Hamburgs schönster Strand! Ja, das mag schon sein. Der Blick auf den Leuchtturm, viel Platz und der Blick auf das Schiffswrack „Uwe“, was gespenstisch aus der Elbe ragt – das ist und bleibt ein ganz besonderer Ort, den Ihr unbedingt besuchen solltet!

IMG_9702

Tipps für das Falkensteiner Ufer: Am schönsten ist natürlich eine Radtour entlang der Elbe über Fischmarkt, Övelgönne, Teufelsbrück bis zum Falkensteiner Ufer! Oder Ihr nehmt die Bergziege. Das ist die Buslinie 48, die vom Blankeneser Bahnhof bis hinunter zum schönen Strand fährt.

Elbstrand Wedel  – Sonne, Strand und Wellenrauschen

Eigentlich gehört Wedel nicht mehr zu Hamburg sondern zu Schleswig-Holstein. Und streng genommen gibt es in Wedel auch zwei Elbstrand-Abschnitte. Ich mag besonders den Elbstrand zwischen Schulauer Hafen und Tonnenhafen, auch wenn es hier im Sommer ganz schön trubelig zugeht.  

Wedel

Neben dem kilometerlangen Sandstrand gibt es nämlich noch einen großen Kinderspielplatz und eine großzügige Grünfläche am Deich, die auch Schatten bietet. Das ist besonders mit ganz kleinen Kindern ideal, weil man wirklich den ganzen Tag hier vertrödeln kann. Für chillige Musik, kühle Getränke und leckere Snacks sorgt der nebenan liegende Beachclub 28 Grad.

IMG_5343

Am Strandabschnitt  direkt davor kann es daher schnell eng werden. Wir suchen uns oft ein Plätzchen etwas abseits des Beach-Clubs – das ist schöner und ruhiger.

Bei Ebbe kann man herrlich im Schlick matschen!

Bei Ebbe kann man herrlich im Schlick matschen!

Mit Sand in den Schuhen, zerzausten Haaren und verschwitztem – von der Sonne gebräuntem – Gesicht kommen wir am Ende nach Hause. Denn so ein Tag am Elbstrand ist wie ein Tag im Urlaub!

Ich hoffe ich konnte Euch ein bisschen Lust auf Strand und unsere wunderschöne Stadt Hamburg machen! Wer von Euch kennt noch besonders schöne Plätze an der Elbe? Ich bin immer neugierig auf Eure Lieblingsorte in Hamburg…

Eure Anna

 

 

 

 

 

 

 

2 Comments

  • Küstenmami

    5. Juli 2017 at 17:51

    Deine Begeisterung für die Strände kann ich total verstehen – das geht uns ebenso! Ganz herzlichen Dank für’s Vorstellen. Witzig, dass es bei Euch ein „Falkensteiner Ufer“ gibt, hier in Kiel gehen wir nämlich total gern zum Falkensteiner Strand 🙂

    Liebe Grüße und noch viele schöne Strandtage für Euch
    Küstenmami

    Antworten

Schreibe einen Kommentar