Event // Der NUK Nature Sense Trinksauger – kein schlechtes Gewissen mehr, wenn es mit dem Stillen nicht klappt!

In der letzten Woche wartete die erste Eventeinladung des Jahres auf mich. NUK hatte zum Presselunch geladen, um den neuen NUK Nature Sense Trinksauger vorzustellen. Ich war mächtig gespannt auf das Event, denn das Thema Babyflaschen und Baby-Trinksauger ist mir ein echtes Herzensanliegen. Wie ich hier früher schon mal geschildert hatte, war ich bei der Motte eine leidenschaftliche Still-Mama. Auch die Zwillinge wollte ich lange stillen – aus unterschiedlichen Gründen ging das aber schief. Das hat mich lange sehr beschäftigt und ich hatte oft ein schlechtes Gewissen deswegen.

Da die Zwillinge hauptsächlich mit der Flasche gefüttert wurden, habe ich mich damals intensiv mit den verschiedenen Fläschchen und Trinksaugern beschäftigt. Sauger ist nämlich nicht gleich Sauger und Flasche nicht gleich Flasche.

Mittlerweile trinken meine Mäuse nur noch morgens nach dem Aufwachen ein Milchfläschchen. Und das aus der Flasche einer Konkurrenzmarke, mit der wir bisher sehr zufrieden waren.

Aber nach der Präsentation der neuen NUK Nature Sense Babyflasche bin ich ziemlich sicher, dass ich mich damals exakt für dieses Fläschchen entschieden hätte. Denn das was NUK da auf den Markt gebracht hat, halte ich für ziemlich revolutionär.

NUK stellte die Nature Sense Babyflasche am 19. Januar 2017 erstmalig in Hamburg vor. Personen von links nach rechts: Birgit Meyer, Marketing Director Family Care bei NUK, Prof. Dr. med. dent. Thomas Stamm, leitender Oberarzt der Poliklinik für Kieferorthopädie (Direktorin: Univ.-Prof. Dr. med. dent. Ariane Hohoff) am Universitätsklinikum Münster, und Nina Moghaddam, Moderatorin und Working Mom.

NUK stellte die Nature Sense Babyflasche am 19. Januar 2017 erstmalig in Hamburg vor. Personen von links nach rechts: Birgit Meyer, Marketing Director Family Care bei NUK, Prof. Dr. med. dent. Thomas Stamm, leitender Oberarzt der Poliklinik für Kieferorthopädie (Direktorin: Univ.-Prof. Dr. med. dent. Ariane Hohoff) am Universitätsklinikum Münster, und Nina Moghaddam, Moderatorin und Working Mom.

Was ist denn so neu an NUK Nature Sense?

Nach langjähriger Forschung ist es NUK gelungen einen Trinksauger zu entwickeln, der der Mutterbrust so nah wie möglich kommt. Das bedeutet konkret: der Sauger hat mehrere feine Trinköffnungen, aus denen die Milch fließt. Eben genau wie die Mutterbrust. Die hat nämlich durchschnittlich etwa sieben kleine Öffnungen aus denen die Muttermilch beim Saugen des Babys austritt. Das sorgt für einen ruhigen und gleichmäßigen Trinkfluß.

Und genau das kann die neue Babyflasche von NUK nun ebenfalls leisten. Sie besitzt drei Trinköffnungen für dünnflüssige Nahrung wie Muttermilch, Tee oder Wasser, sechs für Milchnahrung und neun für dickflüssige Nahrung. Dadurch wird der Nahrungsfluss – je nach Konsistenz – optimal reguliert. Diese Trinköffnungen werden durch eine spezielle, neu entwickelte Schutzkappe sicher und direkt verschlossen, damit bei Zubereitung und Transport nichts ausläuft. Ideal also gerade für Unterwegs – was für mich damals ein extrem wichtiges Kriterium war.

Die neue NUK Nature Sense Babyflasche ist der Natur so nah wie nie zuvor.

Die neue NUK Nature Sense Babyflasche ist der Natur so nah wie nie zuvor.

Zum Schutz vor Säuglingskoliken – die ja gerade vermehrt in den ersten drei Lebensmonaten auftreten und oft dadurch bedingt sind, dass die Mäuse zu viel Luft bei Trinke schlucken – besitzt der Sauger außerdem eine flexible Rippenstruktur, die eine  kontinuierliche Lippenauflage wie an der Mutterbrust sicherstellt, so dass keine zusätzliche Luft beim Trinken geschluckt wird.

Die breite Auflage bietet ähnlich der Brust viel Fläche für Babys Lippen und die Saugerspitze passt sich dem Gaumen individuell an. Das NUK Anti-Colic Ventil ermöglicht ein brustähnliches Trinken ohne abzusetzen und verringert so zusätzlich das Luftschlucken.

Weg mit dem schlechten Gewissen, wenn es mit dem Stillen nicht klappt…

Und so war an diesem Tag – neben dem köstlichen Fingerfood des 2-Sterne-Kochs Thomas Martin, der amüsanten Rede von Moderatorin Nina Mogghadam und den netten Gesprächen mit meinen zauberhaften Blogger-Kolleginnen Jessi von feiersun, Katarina von Blogprinzessin, Janina von Oh-Wunderbar und Julia von True Princess – vor allem die neue NUK Nature Sense Babyflasche für mich eine echte Entdeckung.

NUK Presselunch

NUK hat einen großen Schritt getan, indem sie ihre Trinksauger so nah wie möglich an die Mutterbrust angepasst hat. Denn obwohl Stillen nachweislich das Beste für unsere Kinder ist, gibt es doch vielfältige Gründe, warum es einfach nicht so richtig klappen will. Wir sollten aufhören uns selbst und anderen Müttern deswegen ein schlechtes Gewissen einzureden. Ich habe lange gebraucht um einzusehen, dass ich nicht automatisch eine schlechtere Mama bin, nur weil ich meine Zwillingsmäuse nicht ausschließlich gestillt habe.

Welche Flaschen nutzt Ihr für Eure Kinder (falls ihr nicht ausschließlich stillt)? Und kennt Ihr die neue NUK Nature Sense Flasche schon?  Wie findet Ihr die neuen Trinksauger?

Ich bin gespannt auf Eure Meinung –

Eure Anna

*Für diesen Beitrag wurden wir nicht bezahlt. Das Thema ist mir persönlich ein Anliegen, daher berichte ich aus freien Stücken darüber. Lediglich zum Event wurde ich eingeladen*

7 Comments

  • Hebammezauberschoen

    25. Januar 2017 at 14:43

    Huhu! Ich halte mich ja sonst sehr zurück mir Kritik aber hier muss ich mal etwas zu schreiben. Dieses Produkt hat nichts revolutionäres an sich. Außer vielleicht die äußerst gelungene PR. Wenn ich es richtig verstanden habe, hat der Sauger mehr Löcher und die „Andockstelle“ ist breiter/ angelehnt an die weibliche Brust. Das ist gut, aber es gibt zig Hersteller, die zumindest den 2.Aspekt schon lange umsetzen. Der Vorteil von mehreren Löchern ist aus physiologischer Sicht überhaupt nicht zu erkennen. Aber mal ganz davon ab: selbst wenn (!) ein Sauger der weiblichen Brust näher kommen könnte, was wäre der Vorteil? Frauen die ihre Kinder nicht ️️stillen können, trauern eher weniger darum, dass das Kind eine andere Saugtechnik nutzt (was babys durchaus auch mit üblichen Saugern problemlos können) sondern viel mehr darum, dass ihre Kinder nicht durch Muttermilch ernährt werden können und/oder ihnen das ️Stillen an sich (also die Nähe zur Mutter, der Geruch, die Geborgenheit) nicht vergönnt ist. Manche Mütter bedauern evtl auch noch den höheren (geld&zeit) Aufwand der durch das Fläschchen füttern entsteht. Keiner dieser drei Punkte kann durch einen Sauger gemindert oder verbessert werden. Ein Sauger wird immer ein Sauger sein und die weibliche Brust die Brust. Und das ist völlig in Ordnung so.

    Ich hoffe du verstehst meine Kritik auf sachlicher Ebene an dem Produkt und nicht als Kritik an deinem Artikel.
    Herzlichst, Hebamme zauberschön

    Antworten
    • Mama Motte

      26. Januar 2017 at 10:44

      Liebe Jule, vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar! Natürlich muss Kritik erlaubt sein – schließlich ist es gut und richtig Dinge auch von anderen Standpunkten zu betrachten. Und wenn sie so sachlich geäußert wird ist das für mich völlig in Ordnung.

      Ich gebe Dir Recht: natürlich ist der 2. Aspekt auch bei anderen Herstellern von Trinksaugern schon auf dem Markt. Dass ein Sauger jedoch mehr als ein Loch hat ist in der Tat völlig neu. Beides in Verbindung zusammen ist die Neuheit.

      Natürlich sind Babys in der Lage auch eine andere Saugtechnik zu nutzen. Aber ist es denn nicht schön, wenn die Indudtrie versucht, der ursprünglichen, natürlichen Saugtechnik so nah wie möglich zu kommen? Ich persönlich finde es toll. Vielleicht ermöglicht dies auch, dass Babys die bisher die Flasche verweigert haben, diese nun akzeptieren (dazu mag ich mir aber kein Urteil erlauben, es ist lediglich eine Idee). Die Vorteile des neuen Saugers sind übrigens durch Ärzte und Hebammen auch wissenschaftlich geprüft, aber das nur nebenbei.

      Was ich allerdings schade finde: dass Mamis, die aus welchen Gründen auch immer nicht stillen können oder wollen, immer noch suggeriert wird, die Kinder bekämen nicht die gleiche Nähe und Geborgenheit wenn sie ein Fläschchen geben. Ich habe meine Zwillinge während der Mahlzeiten trotzdem im Arm gehalten, habe mit ihnen gekuschelt, sie angeschaut und sanft mit ihnen gesprochen. Ich bestreite vehement, dass sie – nur weil sie nicht die Brust bekommen haben – deswegen auf meine Nähe verzichten mussten.

      Trotzdem ist es immer richtig ein Produkt auch kritisch zu hinterfragen. Ich bin ein großer Verfechter davon nicht alles blind zu glauben, was die Werbung verspricht. Das wirst Du auch in einigen meiner Artikel hier merken. Es gibt oft auch kritische Anmerkungen von mir.

      Genau deshalb danke ich Dir, dass Du Dir die Zeit genommen hast zu kommentieren!
      Liebe Grüße, Anna

      Antworten
      • Hebammezauberschoen

        26. Januar 2017 at 15:38

        Du Liebe! Ich bin da ganz bei dir! Ich bin mir absolut sicher, dass ein Kind, das aus Fläschchen trinkt genauso viel Nähe, Liebe, Gebirgenheit erfahren kann (!) wie ein gestilltes Kind! Es bedarf schlicht und ergreifend ein bisschen mehr Engagement der Mutter, weil es nicht in der Sache der Natur liegt! Und glaub mir, gäbe es etwas um es Müttern und Kindern, die aus dem
        Fläschchen Milch trinken zu erleichtern oder zu verbessern, ich wäre die erste die dies unterstützen würde!
        Und natürlich ist es toll, dass die Industrie immer bessere Produkte herstellt. Und es ist hervorragebd wenn sogar Geld in die Hand genommen wird, um Forschung zu betreiben! Das alles kritisiere ich nicht. Im Gegenteil. Doch ich kritisiere Werbestrategien, die etwas falsches vermitteln. Oder die Zusammenhänge falsch zusammen bringen. Um ein Produkt zu verkaufen.
        Alles Liebe an dich!

        Antworten
  • Tine

    12. Februar 2017 at 1:44

    Hallo,

    Erstmal danke für den interessanten Beitrag. Ich dachte ich bring mich auch mal ein, weil es mir so vorkommt als vergessen wir hier schon wieder Option 3: Säuglinge die gestillt werden, aber zugefüttert werden müssen. Das ist bei mir und meinen Sohn der Fall, weil ich zu wenig Milch habe und dann kommt doch ab und zu ein Fläschen dazu. Gerade hier finde ich es toll, wenn Anstrengungen unternommen werden um Sauger Brustähnlicher zu machen. Da hat man doch weniger die Befürchtung, dass der Wechsel mal irgendwann nicht mehr klappt.
    Gerade jetzt habe ich auch noch eine Lungenentzündung bekommen und muss Antibiotika nehmen. Dass heißt der Kleine kann eine ganze Woche nicht an die Brust und da zittert man schon etwas und hofft, dass sich das dann wieder einpendelt.

    Viele Grüße,
    Tine

    Antworten
    • Mama Motte

      21. Februar 2017 at 11:18

      Liebe Tine, dieses Szenario kenne ich auch. Mein Zwillingsjunge war sehr klein und zierlich bei Geburt und wog viel zu wenig. ER hatte immer Probleme an die Brust zu gehen, daher habe ich mich irgendwann auch dafür entschieden zuzufüttern. Du machst das wunderbar. Und da ich selbst die Kombi Stillen/Fläschchen hinter mir habe, weiß ich, dass uns das nicht automatisch zu schlechteren Mamis macht.
      Dir Gute Besserung und alles Liebe, Anna

      Antworten
  • Anna-Maria Ekrot

    14. Februar 2017 at 17:18

    Hallo!

    Ich habe die neuen Flaschen zufällig in der Drogerie entdeckt, sie genauer unter die Lupe genommen und eine gekauft. Warum?

    Mein Kleiner ist bei jedem Wachstumsschub ziemlich hungrig und meine Brust kommt nicht hinterher. Dann kriegt er die letzten fehlenden Schlückchen einfach nicht raus, reißt und kaut am Nippel und verzweifelt… Natürlich soll er nicht hungern, weshalb ich ihm dann möglichst abgepumpte oder wenn nötig industrielle Milch geben muss.

    Nach dem ersten Zufüttern hab ich schnell eine Saugverwirrung bemerkt, da hat das Stillen trotz voller Brust nicht klappen wollen. Schrecklich! Da ich schon die große Schwester nicht stillen konnte und immer noch manchmal weine deswegen, wäre es für mich das totale Drama, wenn es wieder passiert. Und das war für mich der Anlass, die Nature Sense auszuprobieren.

    Tatsächlich: Ich konnte ihm die neue Flasche geben und bei der nächsten Mahlzeit nahm er wieder ganz normal meine Brust, ohne Anzeichen von Saugverwirrung.

    Das ist definitiv ein großes Lob wert!

    Aber: Eine Flasche, so ausgeklügelt sie auch sein mag, ersetzt niemals die warme, duftende, intime Brust der Mutter, und auch die hochwertigste Pre-Nahrung versorgt ein Kind nicht wie Muttermilch!

    Statt “Stillen ist das Beste für Ihr Kind“ sollte die Werbung auf die Möglichkeit der Stillberatung aufmerksam machen.Statt Müttern in der Klinik eine Milchpumpe oder gar Abstilltabletten anzubieten, sollte ihnen sanft und diskret beim Stillen geholfen werden. Statt Frauen, die bezüglich ihrer Stillfähigkeit Bedenken haben, zu suggerieren, dass diese völlig übertrieben und unnötig sind, sollte das Wissen über den komplexen Vorgang der Milchbildung und das richtige Anlegen verbreitet werden.

    Liebe Grüße,

    Anna

    Antworten
    • Mama Motte

      21. Februar 2017 at 11:15

      Liebe Anna,
      vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar! Ich gebe Dir zu 100% Recht – natürlich ersetzt eine Flasche nie die Brust und Pre-Nahrung auch nicht die Muttermilch. Und ich denke, wenn es irgendwie möglich ist, sollte man jede Frau ermutigen und unterstützen damit es mit dem Stillen klappt. Nur ein schlechtes Gewissen sollte keine Frau haben, wenn es – aus welchen Gründen auch immer – nicht funktioniert. Deshalb sollten wir alle viel umsichtiger sein, sollten mehr beraten statt kritisieren und allen Mamis Mut machen: denn alle wollen nur das Beste für ihr Kind!
      In diesem Sinne: liebe Grüße zurück, Anna

      Antworten

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