Es geht vorwärts – und rückwärts! Die Zwillinge sind 8 Monate alt!!

Ich habe es mal wieder nicht rechtzeitig zum 8-monatigen geschafft! Und dabei hatte ich es mir diesmal fest vorgenommen. Aber Leute, die Zeit rennt. Und so sind die Zwillis heute schon 1,5 Wochen 8 Monate alt. Im vergangenen Monat hat sich hier unheimlich viel getan. So als ob plötzlich ein Knoten geplatzt ist.

JUHU – Die ersten Zähnchen!!

Zu Beginn des 8. Monats – um genau zu sein einen Tag nachdem die beiden 7 Monate alt wurden – lugte plötzlich ein klitzekleines Zähnchen beim Floh hervor. Und endlich hat er damit seiner Schwester auch mal etwas voraus – bei der Minimotte war nämlich von einem Zähnchen weit und breit noch nichts zu sehen. Und das blieb auch den gesamten 8. Monat so 🙂

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Erst genau einen Tag vor Ende des 8. Monats zeigte sich auch in ihrem kleinen Mündchen eine kleine weiße Spitze…eigentlich nicht verwunderlich, sabberte sie doch den ganzen Monat wahre Sturzbäche. Lediglich dass es so lange gedauert hat hat mich überrascht.

Entwicklung Zwillinge

Beide haben außerdem einen ordentlich Wachstumsschub hingelegt. Das fällt besonders beim kleinen Floh auf, der ordentlich zugelegt hat und seine Schwester nun bald eingeholt hat. Sie entdecken nun ihre Umwelt mit allen Sinnen, sind sehr neugierig und wenn sie mal beide ins Spiel versunken sind könnte ich ihnen stundenlang zuschauen (so lange sind sie bloß nie versunken 🙂 ).

Es geht vorwärts – und rückwärts!

Zu Beginn des 8. Monats legte die Minimotte dann auch endlich los – sie hatte es wohl satt immer nur auf der Stelle liegend zu kreiseln. So schaffte sie es immer wieder ein paar kleine Meter voran zu robben. Besonders wenn sie etwas unbedingt erreichen wollte legte sie voller Eifer los. Zu Beginn sah das noch etwas unbeholfen aus. Sie streckte den Po weit in die Höhe und versuchte sich voranzustoßen. Im Laufe der Zeit hat sie aber begriffen, dass sie die Ärmchen benutzen muss und nun robbt sie hier schon fleissig von Zimmer zu Zimmer 🙂

Außerdem sitzt sie – wenn man sie hinsetzt – bereits sehr sicher. Das erleichtert es uns zu den Mahlzeiten etwas, da wir sie schon in den Hochstuhl setzen können. Allein kommt sie aber noch nicht in die Sitzposition.

Der Floh robbt nicht. Und ist darüber sehr, sehr, sehr frustriert. Er quengelt an manchen Tagen ohne Unterlass. Dabei ist es nicht so als würde er auf der Stelle liegen. Nein. Er liegt auf dem Bauch ausschließlich im Hand-Beckenstütz und wenn er irgendwo hin möchte, dann rollt er sich, kreiselt so lange bis er das gewünschte Objekt erwischt und schiebt sich – sehr zu seinem Ärger – mit seinen Ärmchen rückwärts. So finde ich ihn manchmal unter Sofa, Sideboard oder zwischen Tisch- und Stuhlbeinen wieder, wo er sich nicht mehr selbst „befreien“ kann.

An manchen Tagen – wen er wirklich sehr frustriert ist – setze ich ihn in die Wippe. Über ihm baumelt dann ein Spielzeug und er hat einen unheimlichen Spaß daran danach zu greifen, daran zu ziehen und es zu bearbeiten. So lange, bis er es endlich runtergerissen hat.Überhaupt ist wirklich nichts vor ihm sicher. Alles was er in die Finger bekommt wird erstmal abgelutscht und „bearbeitet“. Mir graust jetzt doch vor dem Tag an dem er richtig mobil ist. Er wird mit Sicherheit jeden – aber auch wirklich jeden – Schrank ausräumen.

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Lasst die Spiele beginnen…

Beide reagieren nun ganz sicher auf ihren Namen. Rufe ich nach einem von beiden hebt dieser sofort den Kopf und lächelt mich mit breitem Grinsen an.

Die Minimotte hat großen Spaß daran mich zu imitieren. Schmatze ich zum Beispiel vor ihr mit der Zunge, macht sie das sofort nach. Auch lacht oder schreit sie laut, wartet, dass man zurücklacht oder schreit und steigert dann ihre Lautstärke 🙂

Der Floh liebt Kuckuck-Spiele und lässt sich mit Vorliebe durchkitzeln. Außerdem ist er extrem eifersüchtig. Widme ich mich mal der Minimotte etwas länger oder nehme sie auf den Arm mault und quengelt und schreit er so lange, bis ich ihn auch beachte. Das kann an manchen Tagen wirklich sehr anstrengend sein.

Das beste Spielzeug ist übrigens der andere Zwilling. Da werden Finger in den Mund des anderen gesteckt und kräftig daran gesaugt, bis der andere kichert, es wird an Haaren gezogen und in die Augen gepiekst – manchmal wundere ich mich, dass es nicht viel mehr Geschrei gibt.

Essen? In Hamburg nichts Neues…

Beikosttechnisch treten wir leider immer noch auf der Stelle. Beide verweigern nach wie vor jede Art von Brei oder Püriertem. Kaum nähre ich mich mit de Löffel, dreht die Minimotte den Kopf weg und presst die Lippen aufeinander. Der kleine Floh öffnet zwar seinen Mund, spuckt den Brei aber wieder aus, sobald er ihn im Mund hat. Was beide aber unbedingt wollen: fest Nahrung. Brot, Brötchen, Nudeln, Käse, weiche Möhre oder Kartoffel – all´das wird mit Begeisterung in die Hand genommen und darauf rumgelutscht. Leider haben beide das mit dem Schlucken noch nicht so perfekt drauf. Sind die Stücke also zu groß, die sie abgelutscht haben, würgen sie halt auch schnell mal. Da muss ich immer höllisch aufpassen. Nebenbei gesagt: das Essen ist immer eine unheimliche Sauerei. Und das was im Magen landet ersetzt natürlich noch lange keine Mahlzeit. Entsprechend ist die Hauptnahrungsquelle immer noch Milch. Mich nervt das zwar, zwingen kann ich die beiden aber nicht – in sofern versuche ich das alles entspannt zu sehen.

Warum Brei essen wenn man auch Pizza haben kann...

Warum Brei essen wenn man auch Pizza haben kann…

Auch Trinken aus dem Glas finden beide super. Da wird geschlabbert und gesaugt – anschließend sind Mama und Kind gleichermaßen nass von oben bis unten – aber es ist sehr niedlich 🙂

Über das Schlafverhalten hatte ich ja erst kürzlich berichtet. Große Veränderungen sind da seitdem nicht zu vermelden 🙂

Große Geschwisterliebe…

Was mir aber ganz besonders aufgefallen ist im vergangenen Monat und mein Herz tanzen lässt: die Geschwisterliebe wächst und wächst. Die Minimotte himmelt ihre große Schwester ja schon lange an, aber nun bekommt sie große Konkurrenz vom Floh. Der lacht und juchzt und freut sich wie verrückt, wenn seine große Schwester den Raum betritt. Und auch die Motte herzt, umarmt, küsst, drückt und streichelt ihre beiden Geschwister. Sie bezieht sie sogar schon in ihre Spiele mit ein. Neulich hat sie aus ihren Sofateilen einen Spielwarenladen gebaut, den die Minimotte natürlich gleich robbend erobert hat. Statt sich aber zu beschweren dass sie alles durcheinanderbringt hat die Motte ihr alles erklärt und gezeigt und sie ganz süß ins Spiel mit einbezogen. Hachz, ich bin fast dahingeschmolzen vor Stolz.

Nun geht irgendwie alles so schnell. In 3 1/2 Monaten gehe ich schon wieder arbeiten. die Zwillinge werden dann in die Krippe eingewöhnt und ich werde wahrscheinlich denken: huch, wo ist das erste Jahr geblieben? 

Eure Anna

 

 

 

One Comment

  • Wiebke

    15. März 2016 at 22:06

    Schön zu hören, dass sie sich so gut entwickeln! Ja, das erste Jahr ist dann rückblickend wohl schneller vorbei, als man anfangs erahnen konnte. Zwar bin ich immernoch froh über jeden Entwicklungsschritt und jeden Monat, den ich mehr abhaken kann, aber vermissen werde ich es wohl dennoch. 😉
    LG Wiebke

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