Mecklenburg-Vorpommern // Ein Traum hat sich erfüllt: mein Tag mit den Elefanten auf dem Elefantenhof Platschow…

Ich bin immer noch völlig aus dem Häuschen. Ich hatte so einen wunder-, wunderschönen Tag gestern auf dem Elefantenhof Platschow. Und zu verdanken habe ich das meinen lieben Mädels.

Aber von vorn. Bis letztes Jahr haben wir Mädels (insgesamt sind wir eine Vierer-Clique) uns immer gegenseitig zum Geburtstag ein schönes Erlebnis geschenkt und so den Tag zusammen verbracht. Wir waren schon Wattwandern, haben einen Wellness-Tag eingelegt, waren in der Seehundstation an der Nordsee und, und, und! Alles aufzuzählen würde jetzt wohl den Rahmen sprengen.

Nun ist eine von uns Vieren der Liebe wegen aus Hamburg weggezogen, so dass wir uns nicht mehr so oft sehen wie vorher. Also haben wir beschlossen, uns ab jetzt nichts mehr zum Geburtstag zu schenken, sondern stattdessen 1x im Jahr für ein Wochenende zusammen weg zu fahren. Das steht zwar noch aus, aber ein allerletztes Geburtstagsgeschenk aus dem letzten Jahr gab es noch einzulösen – nämlich meins 🙂

Der Elefantenhof Platschow: den Elefanten ganz nah!

Und mit diesem Geschenk haben mir die Mädels einen absoluten Herzenswunsch erfüllt. Ich träume bereits seit Ewigkeiten davon, einmal auf einem Elefanten zu reiten. Ich liebe Elefanten so sehr und bin fasziniert von diesen sanften Riesen. Hier in Hamburg bei Hagenbeck kann man den Elefanten ja auch schon ziemlich nah kommen, aber das Elefantenreiten dort wurde vor vielen Jahren abgeschafft.

Deshalb ging es gestern für mich zum Elefantenhof in Platschow in Mecklenburg-Vorpommern. Das ist ein Hof, auf dem sich alles um die grauen Riesen dreht. Man hat die Möglichkeit den Tieren sehr nah zu kommen und sogar auf ihnen zu reiten. Ich weiß, ich weiß – einige werden jetzt sicher aufschreien, ob das denn alles so artgerecht ist.

Ganz ehrlich: natürlich ist es nicht so wie in freier Wildbahn zu leben. Und natürlich ist es auch nicht wie im Zoo. Aber die Gehege in denen die Elefanten leben sind ziemlich großzügig. Ich selbst sehe das auch mit zwei Augen: zum einen ist es natürlich der absolute Wahnsinn, dass man die Möglichkeit bekommt, so nah an die Tiere ranzukommen. Auf der anderen Seite leben sie eben in Gefangenschaft und nicht in freier Wildbahn. So hoffe ich einfach, dass die Liebe der Betreiber des Elefantenhof Platschow zu den Tieren so groß ist, dass sie immer gut und fürsorglich behandelt werden. Und natürlich ist es auch so: Elefanten, die einmal in Gefangenschaft gelebt haben – wenn auch nur kurz – lassen sich eben auch nicht einfach so wieder auswildern.

Aber zurück zum Elefantenhof Platschow. Wir kamen gegen 10.30 Uhr im kleinen Örtchen Platschow an. Der Eintritt zum Elefantenhof kostet € 8,00 für Erwachsene und € 4,00 für Kinder. Neben den Dickhäutern gibt es auf dem Hof noch ganz viele andere Tiere: Seelöwen, Ziegen, Enten, Gänse, Hängebauchschweine, Kaninchen, Lamas, Kamele und, und, und…

Alle Tiere – außer die Seelöwen – kann man auch streicheln und füttern. Dazu kann man entweder selbst Obst, Gemüse und Brot mitbringen, oder man kann kleine Boxen mit Salat, Gemüse und Brot am Eingang für € 1,00 pro Box kaufen. Außerdem gibt es einen kleinen Spielplatz. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit etwas zu Essen und zu Trinken zu kaufen und einen kleinen Souvenir-Shop.

Was man wissen sollte: es gibt auf dem Gelände nur Dixie-Klos, also vielleicht vor dem Besuch nochmal eine richtige Toilette aufsuchen. Wickelmöglichkeiten gibt es in einer kleinen Holzhütte.

Elefantenshow – das muss nicht sein!!

Auf dem Gelände des Elefantenhof Platschow gibt es zweimal am Tag eine Elefanten-Show in einem Zirkuszwelt sowie zweimal am Tag eine Show mit den Seelöwen, die wir uns aber nicht angesehen haben. Die Elefanten-Show begann um 11.00 Uhr. Zuerst gibt es ein kleines Warm-up in Form einer witzigen Hunde-Show und einer kleinen Vorführung mit dem Lama des Hofes.

Immer wurden die vielen, vielen Besucherkinder eingebunden, und die Show war wirklich unterhaltsam. Und dann kamen die Elefanten.Wow, wie beeindruckend.

Elefantenhof Platschow

Allerdings bin ich strikt gegen das Dressieren von Elefanten, weil ich weiß, unter welchen Qualen die Dressur der Tiere stattfindet. Ich habe deshalb nach 3 Minuten das Zelt verlassen. Natürlich wird das für diese Tiere nichts mehr ändern. Dennoch denke ich, dass es eine Geste des Respekts gegenüber meinen Lieblingstieren ist.

Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr ich diese Tiere mag. Sie sind mächtig und dennoch so bedächtig und vorsichtig in ihren Bewegungen. Wer sich ein bißchen intensiver mit Elefanten beschäftigt hat, weiß, dass sie sehr kluge und sanfte Tiere sind (außer natürlich wenn sie Gefahr wittern). Alle wunderbaren Eigenschaften dieser Riesen aufzuzählen, würde jetzt den Rahmen sprengen.

Auf Nachfrage dürfte ich dann mal richtig nah ran. Und zwar so ganz exklusiv. Ich dürfte naämlich auf dem Rüssel der Leitkuh Platz nehmen.  Ich habe so gezittert vor Freude und Aufregung. Es war der Wahnsinn – einfach unbeschreiblich. Noch nie war ich einem Elefanten so nah…ich kann meine Begeisterung nicht in Worte fassen.

Elefantenreiten & Essen zum Abschluss

Draußen auf dem Aßengelände des Elefantenhof Platschow hat man die Möglichkeit die Elefanten zu füttern und auf ihnen zu reiten. Das kostet € 4,00 pro Person extra. Ein wirklich besonderes Erlebnis, denn man spürt die raue, warme Haut und die gleichmäßigen Schritte unmittelbar.

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Nach so viel (positiver) Aufregung, haben die Mädels mich zum Abschluss des Tages noch im nahegelegenen Ludwigslust zum Essen eingeladen. Dort haben wir direkt am wunderschönen Schloss neben den imposanten Wasserfällen im lauschigen Hinterhof des Restaurants „Alte Wache“ gegessen und den Tag nochmal Revue passieren lassen.

Ach Mädels, ich kann Euch gar nicht genug danken für diesen unvergesslichen Tag – ein Traum wurde wahr! Ihr seid die Besten!

Und nun bin ich neugierig: welches sind Eure Lieblingstiere und habt Ihr schon mal die Chance bekommen, diesen ganz nahe zu kommen? Wie war das für Euch?

Eure Anna

 

 

 

 

6 Comments

  • nacht

    11. August 2014 at 21:52

    gut geschrieben muss ich dich auch loben!
    für den rest leider nicht… ich bin hier auch am heulen, aber eher wegen der qual der tiere! wenn ich lese auf der seite 1985 in afrika geboren… dann ist das schon so herzzereissend dass sie einfach aus der natur gerissen worden sind und nun hier ihr leben „fristen“ müssen 🙁
    und es auch noch durch die eintritte unterstützt wird 🙁
    ich muss zugeben, ich war früher auch ein geliebter zoo-besucher! aber seid einigen urlauben in afrika und den recherchen was das wirklich für ein tierleiden ist in den zoos, zirkus usw… bin ich da echt total dagegen!

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    • Mama Motte

      11. August 2014 at 22:18

      Erstmal danke für das Kompliment! Ich kann natürlich Deine Meinung gut verstehen und teile sie grundsätzlich auch: ich befürworte keine einzige Jagd auf Elefanten um sie in Gefangenschaft zu nehmen- und einen Elefanten in freier Wildbahn zu sehen, wäre sicher das Größte, was man erleben könnte! Leider sind die Elefanten selbst in freier Wildbahn in Afrika nicht mehr sicher und sehr bedroht! Obwohl mittlerweile verboten, werden die Tiere gejagt und abgeschlachtet für den Handel mit Elfenbein! Auch dort können die meisten Elefanten nur in Reservaten überleben. Das soll aber natürlich die Haltung eines Tieres in Gefangenschaft nicht rechtfertigen! Sicher gäbe es noch viel mehr zu sagen- ich hoffe, dass diese wunderbaren Tiere uns noch lange auf diesem Planeten erhalten bleiben – auch gern ausschliesslich in freier Wildbahn, wenn dadurch kein einziges Tier mehr durch Menschenhand getötet oder gequält wird! Danke für Deinen ehrlichen Kommentar!

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    • Andreas

      6. November 2016 at 18:33

      ja, es ist wirklich schlimm, wenn in Afrika geborene hier ihr dasein fristen müssen. Wenigstens kamen die Elefanten nicht mit einer Nussschale übers Mittelmeer. Wer natürlich schon öfter in Afrika Urlaub gemacht hat, hat der Natur auch schon genug angetan. So viel zum Glashaus.
      Eine Tier- und insbesondere Elefantenliebhaberin traue ich allerdings trotz fehlender Kenntnis über Haltung und Gesundheit wohl zu, beurteilen zu können, ob die Lebewesen Angst oder Trauer empfinden, eingeschüchtert und geschunden sind und allmählich zu Grunde gehen.
      Was die Tierhaltung im Öffentlichen in Deutschland angeht, können sich diese Tiere sicher nicht beschweren… da ist Bodenhaltung, Massentierhaltung, etc. schlimmer bis genau so zu verachten wie „Katzen im Bett“ und „Hunde auf dem Sofa“. Schön, dass alle noch nicht die Dritten tragen müssen. Ein schöner Erlebnisbericht. Danke dafür.

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