Drei Kindern gerecht werden: Wie soll ich das bloß jemals schaffen? Manchmal bricht es mir das Herz…

Heute ist wieder einer dieser Tage…die Zwillinge schreien abwechselnd oder gleichzeitig und kommen einfach nicht zur Ruhe. Ich drehe fast durch, trage, kuschele, schuckele, singe, spreche beruhigend auf sie ein – nichts hilft – der Schlafentzug macht meine Nerven nicht gerade stärker und ich hab´noch nicht mal etwas Anständiges gegessen…

Hunger kann es nicht sein, denn ich weiß ja, dass sie gerade erst getrunken haben. Wahrscheinlich ein Schub werdet Ihr sagen. Oder total übermüdet. Zu viele Eindrücke.  Ja, alles das kann es sein. Ich weiß das. Und ich weiß auch, dass es  – ooooohm – nur eine Phase ist, und das das alles wieder vorbei geht – zumindest bis der nächste Schub kommt 🙂

Und dennoch sitze ich dann abends da (alle Kinder haben es endlich, endlich in den Schlaf geschafft) – bin den Tränen nahe und denke mir: Wie soll ich das bloß jemals schaffen? Wie soll das weitergehen?

Und ich mache mir Sorgen und Vorwürfe: ich werde niemals allen dreien gerecht werden können. War das wirklich die richtige Entscheidung noch ein Kind (bei uns waren es dann sogar zwei – Überraschung 🙂 ) zu bekommen? Werden alle drei merken, dass ich sie aus tiefstem Herzen liebe, auch wenn ich gerade mal keine Zeit habe, weil ich mich um eins der anderen Kinder kümmern muss? Werde ich trotzdem zu allen dreien die selbe tiefe Bindung aufbauen können?

Gerade jetzt merke ich, dass ich der großen Motte nicht so viel Aufmerksamkeit schenken kann wie ich möchte. Vormittags ist sie in der Kita, aber nachmittags ist sie ja mit mir und den Babys zu Hause, und da fordert sie – natürlich und völlig zurecht – auch meine Aufmerksamkeit ein. Oft muss ich sie dann vertrösten, ihr sagen, dass ich das Spiel mit ihr spiele wenn die Zwillinge schlafen oder gerade ganz zufrieden in der Gegend rumgucken. Und dass ich sie dann auch auf den Schoß nehme und mit ihr kuschele, weil das mit zwei Babys auf dem Arm eben nicht so richtig gut geht. Und wenn wir dann mal spielen werden wir auch immer mal wieder unterbrochen, weil eben eins der Babys schreit, Hunger hat, eine frische Windel braucht oder, oder, oder…

Ich versuche die Motte dann spielerisch mit einzubeziehen – sie hilft mir beim Windelwechseln oder beim Flasche geben – aber sie bekommt eben nicht das was sie gerade so gern würde: Zeit ihr Spiel zu spielen mit Mama. Oder auf meinem Schoß sitzen und kuscheln. Und das tut mir dann im Herzen weh. Weil sie einfach so ein tolles Mädchen ist. Weil sie die Zwillinge bedingungslos in unser Leben gelassen hat – nicht ein einziges Mal auf sie schimpft, sie mit großer Hingabe küsst und „bespaßt“ (ich mag dieses Wort nicht, mir fällt aber gerade kein anderes passendes ein).

Große Geschwisterliebe! Ist Mottes Hand nicht riesig im Gegensatz zu den Zwillingen??

Große Geschwisterliebe! Ist Mottes Hand nicht riesig im Gegensatz zu den Zwillingen??

Wenn ich sie so anschaue, dann quillt mein Herz über vor Liebe. Ich möchte ihr so gern sagen, dass es bald besser wird. Dass ich wieder mehr Zeit für sie habe. Aber genau das kann ich ihr eben nicht versprechen – weil da noch zwei andere kleine Menschen sind, die ich ebenso liebe und die ebenso meine Aufmerksamkeit verdienen und brauchen.

Natürlich wird es irgendwann anders werden. Die Zwillinge werden älter, sie werden lernen auch mal zu warten. Und sie werden lernen sich auch mal allein zu beschäftigen. Und dann wird es auch wieder mehr Zeit für die Große geben. Aber das wird eben auch noch eine ganze Weile dauern. Und Zeit ist ja bekanntlich für Kinder nicht greifbar. Zwei Wochen sind eine Ewigkeit in ihrem Alter.

Aber es gibt noch etwas, dass mich zutiefst traurig macht: oft ruft sie jetzt nicht mehr nach mir, sondern nach ihrem Papa. Heute morgen schlägt sie die Augen auf. Das erste was sie fragt: „Wo ist Papa?“. Auf mich hört sie nicht mehr – oder kaum. Wenn ich ihr etwas sage habe ich manchmal das Gefühl ich rede gegen eine Wand. Ich weiß, das ist etwas, womit ich allein klarkommen muss. Sie tut das wahrscheinlich, weil sie merkt, dass ich eben weniger Zeit für sie habe. Also sucht sie sich den Papa als Alternative. Und sie tut das auch, um meine Aufmerksamkeit zu bekommen. Aber ich habe keine Lust die Meckertante zu sein – denn die bin ich im Moment. Weil sie sich weigert die Zähne zu putzen, weil sie sich nicht anziehen will. Weil sie das Brot mit Absicht vom Tisch schmeißt wenn sie nicht mehr weiteressen möchte.

Ich möchte dann oft viel gelassener sein, weil ich ja weiß, dass ihre kleine Seele gerade verkraften muss, dass sie nun nicht mehr die volle Aufmerksamkeit von Mama und Papa genießt. Aber ich schaffe das nicht immer. Und dabei liebe ich sie so sehr. Ich möchte, dass sie glücklich ist. Ich möchte viel lieber schöne Momente mit ihr erleben. Damit sie merkt, dass ich sie und ihre Bedürfnisse in dem ganzen Trubel hier zu Hause sehe und Ernst nehme. Ich möchte für sie da sein. Denn ich merke, dass sie mich noch braucht. Nachts zum Beispiel. Wenn sie schlecht geträumt hat, dann kommt sie immer noch zu mir und kuschelt sich ganz eng an mich. Oder wenn sie sich weh getan hat oder irgendetwas passiert ist. So wie letzte Woche als sie sich den Arm gebrochen hat. Da konnte niemand helfen, nur Mama war wichtig.

Ich versuche immer dann wenn die Zwillinge schlafen voll und ganz für sie da zu sein. Mit ihr zu Kuscheln, Vorzulesen, zu Spielen. Aber oft will sie dann auch mit den Nachbarskindern in den Garten und ich bin abgemeldet. Und das ist ja auch irgendwie gut so. Sie soll ja groß werden, ich muss sie loslassen, sie soll eigenständig werden und ich bin sehr stolz zu sehen wie sie Freundschaften schließt und es genießt wenn sie mit anderen Kindern zusammen ist. Aber manchmal wünsche ich mir, sie würde die kurze Zeit dann nutzen um mit mir zu kuscheln, zu spielen oder was auch immer sie möchte, damit ich sie nicht wieder vertrösten muss später am Tag. So hab ich oft das Gefühl dass sie denkt: Mama hat nie Zeit für mich…

Und was das Schlimmste ist: dieses Dilemma habe ich auch vormittags mit den kleinen Zwergen. Oft plagt mich das schlechte Gewissen, weil ich mich zum Beispiel an einem Tag mehr um die Minimotte gekümmert habe als um den Floh oder andersrum. Wenn beide schreien muss ich mich manchmal entscheiden bei wem es gerade „dringender“ ist. Das hasse ich. Und ich habe Angst davor, dass einer der beiden sich zurückgesetzt fühlt, denkt, dass ich ihn weniger liebe, weil der andere mehr Aufmeksamkeit bekommt…

Ihr Mehrfachmamas da draußen: wird das jemals besser? Geht das irgendwann weg dieses schlechte Gefühl?

Ich weiß: damit muss ich ganz allein fertig werden. Ich hoffe meine drei Kinder spüren, dass sie alle drei aus tiefstem Herzen gewollt sind und meine Liebe zu ihnen so groß ist, dass sie sich nicht in Worte fassen lässt. Ich gebe mein Bestes – jeden Tag. Aber ich bin auch nur ein Mensch…

 

 

 

 

 

 

25 Comments

  • sabo

    3. September 2015 at 19:56

    Liebe Mama-Motte 🙂
    Ich wünschte, ich könnte Dir sagen: Alles wird gut! Das kann ich aber nicht. Mein Großer ist jetzt 14, die Motte 7 und das Sandwich schwirrt mit 11 Jahren zwischendrin. Ich frage mich auch oft genug, ob und wie ich allen gerecht werde. Ich denke einfach, die Frage stellen wir Mamis uns sowieso immer.
    Auf der anderen Seite kann ich Dir nur ganz dringend sagen, dass Du Dich bitte nicht selber dabei vergessen darfst. Denn wenn Du zu dem Punkt kommst, wo Du vor lauter Selbstzweifeln und grübeln Dich selber nicht mehr leiden kannst, dann ist auch nix gewonnen. Du musst Dir selber auch noch wichtig genug sein. Das kann auch im Bademantel mittags halb eins sein, weils fürs Umziehen noch nicht gereicht hat 😉
    Perfekt können andere sein – Bleib Du – als Dreifach-Mama, als Ehefrau, als Person …

    Liebe Grüße,
    Sabo

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  • Bine

    3. September 2015 at 20:12

    Grüß dich. Ich bin zwar keine Mehrfachmama, glaube dir aber gerne, dass es eine innere Zerreißprobe ist und fühle mit dir. Mir würde es auch schwer fallen. Doch ich glaube auch, dass die Motte spürt und irgendwie weiß, dass ihre Mama jetzt noch zwei Babys zu betreuen hat. Kinder sind schlau und robuster als wir glauben. So wie du von Natur aus deine neue Rolle annimmst, macht die Motte das aus. Das ist gewiss nicht jederzeit einfach für sie und ihr kleines Gefühlsleben, doch das schafft sie bestimmt. Dafür kann sie die Zeit mit Mama genießen und wenn auch nicht sofort, werden bessere Zeiten kommen, in denen ihr beide mehr Zeit füreinander habt.
    Solange gibt es wohl nur den blöden Spruch „Augen zu und durch“. Du machst das prima.

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  • Loddaderinchen

    3. September 2015 at 20:15

    Oh die gleichen Gedanken hatte ich auch.
    Bei uns wurde es besser als die ersten Drehbewegungen stattfanden und sich ein wenig beschäftigt werden konnte.
    Oft musste ich meine liebe Tochter vertrösten und ja, ich gebe es zu, durfte sie ihre Eiskönigin einmal mehr ansehen..:Winterzeit eben…
    Jetzt ist er bald 1 Jahr und sie spielen toll miteinander. Nur Mut! In 2-3 Monaten ist der größte Spuk vorbei 🙂

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  • NadineM

    3. September 2015 at 20:32

    Liebe Anna,

    als Einzelmutter kann ich dir leider gar nichts raten – außer, dass ich dir eine fette Mama-Umarmung schicke und mir sehr sicher bin, dass alle deine Kinder wissen und fühlen, dass du sie lieb hast. Von dem was ich lese, kriegen alle deine Kinder ihre Portion Mama, wenn auch nicht auf Knopfdruck, sofort und total. Vielleicht ist das Gefühl ja auch umgekehrt: dass du deine Motte vermisst, während sie draußen spielt? Kuck: ihr gehts gut, sie wird selbständig und hat dich ganz sicher nicht weniger lieb als vorher. Ihr müsst euch erst mal „einrütteln“. Du machst das prima!
    Liebe Grüße!

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  • Rebecca

    3. September 2015 at 21:08

    Ich kenne das ein bisschen – habe zwei Mädels mit zwei Jahre Abstand. Als die Kleine auf die Welt kam, hat mein Mann nur Nachts gearbeitet. Diese Zeit war echt hart und ich kann dir nicht mehr sagen, wie ich das geschafft habe. Die Große war zwei und dann hatte ich noch die Kleine. In den Kindergarten ging sie noch nicht, das wäre damals nur mit einer Tagesmutter gegangen bei uns und das war mir zu teuer, da ich ja sowieso zu Hause war. So hatte ich nun zwei Kinder zu Hause und die Nächte ganz alleine. Dadurch, dass mein Mann dann tagsüber schlafen musste (mit zwei kleinen Kindern zu Hause) war es manchmal auch tagsüber ein Drahtseilakt. Es war für mich dann eine riesige Erleichterung, als die Große endlich in den Kindergarten gehen durfte mit drei Jahren (da war die Kleine dann auch schon ein Jahr alt).
    Rückblickend muss ich sagen, dass ich zeitweilig auch nur funktioniert habe – eine Oma in der Nähe hatten wir nämlich auch nicht…
    Manchmal ist das echt schade, da man diese Zeit dann einfach als Mama nicht so genießen kann und sie kommt nie wieder zurück. Aber als die Kinder dann bisschen größer wurden, ging es immer besser und sie sind ein super Team- ergänzen sich auch gut. Das ist auch immer noch so. Sie sind jetzt 9 und 11 Jahre alt. Ich bin super stolz auf meine Mädels – jetzt wird es langsam mit der Großen mit der Pubertät wieder schwieriger, aber das ist ein anderes Thema.

    Du wirst immer deine Kinder lieben und die Zeit nie zur gleichen Zeit für alle drei haben können. Aber schlussendlich ist es gleichmäßig verteilt. Das passiert automatisch. Du schaffst das! Ich schicke dir viel Kraft durch die Leitung für diese anstrengende Zeit. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie das mit Zwillingen ist. Alles, alles Gute für dich!

    Vielleicht gibt es ja noch eine Zwillingsmama mit älteren Kindern, die dir von ihren Erfahrungen berichten kann.

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  • Astrid

    3. September 2015 at 22:48

    Fühl dich mal ganz dolle gedrückt! Es wird besser. Dann wenn die Kleinen die große Schwester anstrahlen oder die Große sie ganz stolz füttert. Dann weißt du, dass alles gut wird. Klar wirst du für drei Kinder nicht so da sein können wie für eins, aber dafür haben sie sich untereinander. Und mal braucht der eine mehr Aufmerksamkeit und mal der andere. Manchmal wirst du vielleicht auch ganz abgemeldet sein, wenn alle drei gemeinsam spielen.

    Wir hatten auch gerade so eine schlimme Phase. Beim Kleinen drückte der erste Zahn und der Große kam in den Kindergarten. Beide brauchten mich nachts aber irgendwie ging es. Und wenn der Große mal mehr mit Papa kuschelt, zeigt mir das, dass ich einen tollen Mann als Papa meiner Kinder habe. Einmal pro Woche habe ich jetzt fest 3 Stunden nur mit dem Großen. Dann geht Papa mit dem Kleinen zum Babyschwimmen und der Große und ich Eis essen oder auf den Spielplatz.

    Du machst das schon ganz prima so! Es wird besser

    Antworten
    • Mama Motte

      4. September 2015 at 16:48

      Da hast Du Recht: ich bin auch stolz, dass ich so einen tollen Mann habe, der gleichzeitig ein wunderbarer Papa ist. Und diese Exklusivzeiten versuchen wir auch zu ermöglichen. Das genießen wir dann alle sehr…

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  • Ivi

    4. September 2015 at 8:13

    Ja, es wird besser. Du hast ja selbst schon geschrieben, es ist eine Phase und wenn die Zwillinge größer sind, wird es auch besser. Spätestens dann, wenn sie auch mal alleine spielen können (oder zusammen). Du musst kein schlechtest Gewissen haben, auch wenn Du momentan nur die „blöde Mama“ oder „Meckertante“ bist. Es wird immer solche Zeiten geben (ich will Dir da nicht die HOffnung rauben), aber es gibt auch andere, schöne Zeiten!!!

    Noch ein kleiner guter Rat: lass die Tränen laufen! Auch mal tagsüber, wenn Dir danach ist. Die Kinder werden nicht traumatisiert dadurch! Dir hilft es, es befreit, auch wenn es „nur“ Tränen sind.

    Wir sind alles nur Menschen, keine Roboter 😉

    Ganz liebe Grüße (habe auch alles selbst durch)
    Ivi

    Antworten
  • Jasmin

    4. September 2015 at 10:08

    Deine kleine Motte und auch die Zwillinge wissen, dass du sie von ganzen Herzen liebst. Aber zwei Säuglingen und einem Kleinkind gerecht zu werden ist eben eine rießen Herausforderung!
    Eine bekannte von mir macht wann immer es geht „Einzel-Dates“ sie geht nur mit ihrem ältesten Sohn auf den Spielplatz, ins Schwimmbad oder ins Mutter Kind turnen. In der Zeit passt die Oma auf die zwei kleineren auf. Sie beschreibt es als eine sehr sehr wertvolle Zeit die sie nur mit ihrem erstgeborenen verbringt.

    Liebe Grüße,
    Jasmin

    Antworten
    • Mama Motte

      4. September 2015 at 16:45

      Das versuche ich auch mit der Großen – und wenn es nur mal eine Stunde ist. Ich merke auch wie sehr sie diese Exklusivzeit dann genießt – und ich auch 🙂 Diese Zeit ist dann immer sehr Besonders…

      Antworten
  • Sabine K.

    4. September 2015 at 11:19

    Liebe Mama Motte,
    ja, das kenne ich. Ich habe vier Kinder, alle im Zweijahresabstand. Ich bin immer der Meinung, das ich als Mutter genau weiß, was jetzt am dringendsten ist. Und die anderen lernen gleichzeitig eine sehr wichtige soziale Kompetenz: Geduld!
    Ich habe vier ganz unterschiedliche Kinder. Das wissen die Kinder auch. Es gibt ein hochsensibles Kind, das ganz besonder viel Nähe und Zuwendung braucht und auch bekommt. Eine fröhliches kleines Mädchen, das gut auch mal einen Moment warten kann, und einen großen, der schon sehr Vernünftig ist und wartet. Der Kleine kann noch nicht so gut warten und muss manchmal zwischendurch kurz „beknuddelt“ werden, damit es ihm gut geht.
    Es ist nicht einfach, aber du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben. Die Bedürfnisse der Kinder sind nicht gleich, daher auch die Zuwendung nicht identisch. Ein Kind braucht mehr Mama als das andere, das ist ok und normal. Mach dich nicht verrückt. Die Kinder werden dir nicht böse sein, wenn sie dann, wenn es wichtig ist ganz Mama haben. Dafür stecken sie auch schon mal zurück, wenn der oder die Andere ganz Mama braucht. nur erkläre, wenn es so ist.
    Liebe Grüße
    Sabine

    Antworten
    • Mama Motte

      4. September 2015 at 16:43

      Wow 4 Kinder: Respekt. Das hast Du schön gesagt und sicher hast Du Recht…ich hoffe, dass ich immer da sein kann wenn sie mich am dringendsten brauchen…

      Antworten
  • Romy Matthias

    4. September 2015 at 13:58

    Meine Zwillis sind jetzt 8 und der Schulstress ist da. Ich habe manchmal auch das Gefühl, dass einer der beiden zu kurz kommt, gerade wenn es um´s lernen für die Schule geht, da jeder Schwächen in anderen Fächern hat. Aber Kopf hoch, sobald du durchschlafen kannst, hast du auch mehr Kraft….Lg Romy

    Antworten
  • Daniela

    4. September 2015 at 14:13

    Hallo, deine Worte haben mich in meinem Innersten berührt, denn mir ergeht es mit drei Kindern nicht anders. Der Spagat im Alltag, das Gefühl, nicht allen gerecht zu werden, die Sorge, eines der Kinder zu vernachlässigen und „später“ mal zu hören: Du hattest die anderen ja lieber als mich. Es tut weh und es fordert mich jeden Tag erneut.
    Ich habe für mich nur einen Weg gefunden: Ich habe mich von dem Gedanken befreit, es bei jedem Kind gleich machen zu wollen, denn schnell habe ich erkannt: Das klappt nicht. Jedes meiner Kinder ist so individuell, so anders, so unterschiedlich, so bunt, dass das gar nicht gehen würde. Eher versuche ich, jedem Kind nach bestem Können das zu geben, was es braucht. Und ich hoffe, es gelingt mir.

    Antworten
  • Carina

    4. September 2015 at 20:05

    Hallo! Ich kann ein bisschen mitfühlen da ich auch Zwillinge habe. Die zwei sind Mittlerweile 5 und mein (nicht mehr kleines) Baby sieben Monate. Ich fand die ersten Monate mit Zwillinge so anstrengend und kann mir gar nicht mehr vorstellen wie das alles geklappt hat. Ich hab aber regelmäßig mit geweint wenn ich ein Baby schreien lassen musste 😭 weil das andere mich in dem Moment mehr brauchte! Aber heute nimmt es mir keiner mehr übel und tatsächlich akzeptieren sie auch ohne maulen das der kleine oft Vorrang hat weil er einfach das Baby ist. Ich drück dir die Daumen das es bald etwas leichter wird und auch du dich etwas ausruhen kannst weil der monatelange schlafentzug trägt ja auch nicht zu nerven Stärke bei 😀 viele Grüße Carina

    Antworten
  • Nathalie

    4. September 2015 at 20:55

    Ich drücke Dich auf die Entfernung. Es wird besser. Es wird anders. Es wird einfacher. Nicht immer, aber die Momente davon werden mehr! Und vor allem: Man selbst wird cooler. Ich habe auch oft gedacht ,das schaffe ich nicht mehr. Und dieses Gefühl, den Kindern nicht gerecht zu werden, habe ich auch jetzt noch manchmal. Das ständig einer zu kurz kommt. Ich versuche, jedem Extrazeit am Tag einzuräumen, Exklusivzeit. Seitdem geht es besser. Aber glaube mir: Kinder merken die Liebe. Und sie können viel verzeihen. Ich drücke Dir die Daumen!

    Antworten
  • Katha

    4. September 2015 at 21:59

    Hallo,
    ich bekomme in ca. 4 Wochen unser zweites Kind. Wir haben ein 3,5 Jahre altes Mädchen und mir ist auch schon etwas bang, wie das so werden wird.
    Ich habe vor 4 Monaten mein Staatsexamen in Medizin gemacht, die absolut krasseste Prüfung meines gesamten Studiums, und auch die letzte. Die 3 Monate davor war ich komplett „abgemeldet“ für meine Tochter. Ich habe sie in der Früh in den Kindergarten gebracht, nachmittags hat meine Mutter, mein Mann oder eine Freundin sie abgeholt. Selten ich selbst. Ich habe sie dann so gegen 18 Uhr wieder gesehen, zusammen mit ihr gegessen und sie ins Bett gebracht. Ich habe mich schon bemüht, ihr dann noch viel vorzulesen und das ins-Bett-bringen schön zu gestalten, aber die Zeit mit ihr war einfach viel zu knapp. Am Wochenende hat mein Mann etwas mit ihr unternommen, ich habe nur gelernt. Irgendwann dachte ich, ich hasse mein Leben so wie es ist. Ich habe eine unfassbar tolle Tochter, damals nicht mal 3 Jahre alt, und ich verpasse es, für sie da zu sein. Ich habe wirklich oft geweint und immer wieder zu ihr gesagt, dass wir bald ganz viel unternehmen. In der Früh wollte sie irgendwann nicht mehr in den Kindergarten, hat schon beim Aufstehen geweint weil ich sie dort hin bringen musste. Es hat mir so das Herz gebrochen, ich hätte sie am liebsten einfach nur gekuschelt und bei mir behalten, aber konnte es nicht. Ich dachte, ich kann das nie wieder gut machen. Und dann kam das Examen, und ich habe es bestanden, und auf einmal ist das Studium zu Ende und ich habe frei, nur Zeit für sie! Und ich mache tolle Sachen mit ihr, sie kann sich wieder völlig problemlos von mir trennen (Kindergarten etc.) und ist unglaublich fröhlich und gut gelaunt. Es hat unserer Beziehung nicht geschadet, und ich denke dass sie gemerkt hat, dass das nichts mit mangelnder Liebe zu tun hat, sondern dass ich nicht anders konnte. Diese Phasen gibt es, aber sie gehen auch vorbei. In dem Moment ist es nicht besonders beruhigend, weil man sich nichts mehr wünscht als JETZT seinem wunderbaren Kind die Aufmerksamkeit zu schenken, die es verdient. Aber trotzdem: es ändert sich wieder, und du wirst ihr bald wieder Stunden oder Tagen schenken können, die du nur euch zwei widmest, und dein Mann kümmert sich um die Zwillinge oder ähnliches. Deine Tochter weiß, wie sehr du sie liebst. Meine Tochter muss da auch bald wieder durch, wenn ihr Bruder geboren wird (wenngleich in milderer Form, es sind ja keine Zwillinge). Und trotzdem wird sie wissen, dass ich sie liebe und alles für sie geben würde. Mach dir bloß keine Vorwürfe, es ist anstrengend genug ohne dass man sie sich macht. Alles wird gut. Bald.

    Antworten
  • Bianka

    4. September 2015 at 23:30

    Ich kann dich voll und ganz verstehen und deine Zweifel und alles was du hast, nachvollziehen. Bei mir war heute wieder so ein Tag, an dem beide Zwillis nur geschrien haben und das mal abwechselnd, mal gemeinsam. Zwar habe ich nicht noch ein Kind, welchem ich mich widmen muss/darf, aber auch ich muss seit vier Monaten ständig die Entscheidung treffen, bei wem es gerade dringlicher ist, wer braucht gerade mehr Trost und wen kann ich nebenher trösten/beschäftigen, so blöd das klingt. Und auch die Frage, ob ich einen mehr vernachlässige als den anderen, die kenne ich zur genüge und stelle sie mir immer wieder, wenn ich in die Äuglein meiner Kinder schaue und sie gerade traurig sind. Aber man tut sein Bestes, versucht beiden gleichermaßen gerecht zu werden. Mein eines Kind ist ein Spuckkind und fordert daher oftmals die Aufmerksamkeit, obwohl sie sonst eine ruhige Persönlichkeit ist und das andere ist halt eh schon eine fordernde kleine Persönlichkeit, die viel Aufmerksamkeit braucht. Auch ich bin jeden Tag von Neuem am überlegen. Aber seit zwei/drei Wochen können jetzt beide bewusst lächeln und da strahlt mein Mutterherz einfach und ich denke, wenn dann solch ein Lächeln von ihren Lippen kommt, dann weiß ich, ich mache es einfach richtig. Und somit sind sie einfach auch etwas entspannter und ich dann sowieso. Lass dich also nicht stressen, deine Kinder wissen alle ganz genau wie sehr du sie liebst, jeden auf seine Art, auch deine große Motte. Und ich ziehe den Hut vor dir, wie du es mit drei Kindern gleichzeitig schaffst.

    Antworten
    • Mama Motte

      6. September 2015 at 19:39

      Liebe Bianka, ich drücke Dich mal virtuell zurück…Du leistest auch ganz Tolles. Ich glaube, wir müssen an uns glauben, denn das zeigen all´die unglaublich netten Kommentare hier. Und ja: meine beiden lächeln jetzt auch – und dafür lohnt es sich defintiv!
      Und das mit dem Spucken kenne ich auch: bei mir ist es der Floh – und das schafft mich sehr. Aber eigentlich nur deshalb, weil es mir so leid tut und ich sehe, wie er manchmal mit seinem Bäuchlein und der Spuckerei kämpft. Ich würde ihm das so gern abnehmen…

      Antworten
  • 2KindChaos

    5. September 2015 at 10:09

    Liebe Anna, ich lass dir mal einen dicken solidarischen Drücker da 🙂 Ich kenn das so gut, hatte auch mal darüber geschrieben…

    http://www.2kindchaos.com/component/easyblog/entry/momstuff/2015/06/19/ich-versage-als-zweifachmama

    Ich hab echt mega Respekt dass du das mit drei Kindern schaffst ich scheitere ja schon bei zweien 😉 Irgendwie wird es wohl werden aber seist ein harter Weg! Mittlerweile geht es mir ja auch schon etwas besser…

    http://www.2kindchaos.com/blog/entry/familienwahnsinn/2015/09/01/gefuehlschaos-als-zweifachmama-oder-einer-bruellt-immer

    Alles Gute für euch, Frida

    Antworten
  • Jasmin

    5. September 2015 at 11:12

    Hallo. Deine Gedanken sprechen mir aus der Seele. Vor einer Woche bin ich zum 5. Mal Mutter geworden. Die Gedanken macht man sich immer, egal wie alt die Kids sind. Ich denke im Grunde wissen die kleinen; das man sie abgöttisch liebt. Allen gerecht zu werden ist schon sehr schwer. Wir machen daheim, für jedes Kind eine Mama oder Papa Stunde ganz allein. Das ist für uns bisher die perfekteste Lösung bisher.

    Antworten
  • Mama Motte

    6. September 2015 at 20:04

    Ihr Lieben Mamis, vielen lieben Dank für all´Eure lieben Kommentare – Ihr habt mir wirklich Mut gemacht 🙂 Wenn ich Eure Geschichten hier so lese, dann möchte ich Euch sagen, dass Ihr alle Tolles leistet – und ich glaube – trotz all unserer Sorgen und Zweifel – sind wir alle immer bemüht das Beste für unsere Kinder zu geben. Ich bin so unglaublich froh, dass ich so liebe Gleichgesinnte habe – vielen Dank!! Eure Anna

    Antworten
  • Sabine

    11. Oktober 2015 at 23:14

    Hallo,
    Ich weiß leider sehr sehr gut wie du gerade fühlst. Ich habe selbst drei Töchter. Es ist immer schwierig, wenn deine Kinder um Aufmerksamkeit kämpfen. Aber – keine Panik, versuch es einfach zu erklären, warum du zu den Babys ein anderes Verhältnis hast.

    Antworten
  • Mamavondreien

    7. Dezember 2015 at 1:30

    Hallo liebe Mama Motte,

    Ich kann dich nur allzu gut verstehen. Mein „großer“ ist jetzt drei Jahre und 2 Monate und die Zwillinge 11 Monate alt.
    Es ist wirklich nicht immer einfach und die selbstzweifel scheinen einen manchmal schier zu überwältigen.
    Es gibt immer noch soviele Dinge zu erledigen von denen gerne mehr als die Hälfte viel zu lange liegenbleibt oder garnicht erst begonnen werden kann.
    Mit deinen Worten sprichst du mir aus der Seele, denn es geht mir kein bisschen anders als dir.
    Das erste Kind ist das erste Kind und man hat schon soviel mit ihm erlebt und der Gedanke dass man ihm diese Aufmerksamkeit nicht mehr voll zur Verfügung stellen kann quält einen ungemein.
    Ganz abzusehen von einem selbst.
    Du bist ja nicht nur die Maschinerie Mutter und Ehe- und Hausfrau sondern auch noch du selbst. Der Mensch der gerne liest oder gerne Musik hört oder gerne Zeit mit seinen Freunden verbringt usw.
    Und ich weiß die ersten Monate sind die härtesten, doch es wird besser. Die Zwillinge werden älter und selbständiger, sie werden besser schlafen und sich besser selber beschäftigen selbst wenn es nur zehn Minuten sind.
    Aber, und das ist wichtig: es wird besser!!!
    Und dann auch wieder schlechter und dann wieder noch besser und so weiter und so fort.
    Die Tage an denen man denkt es geht nicht mehr weiter und man wirklich an seine Grenze gekommen zu sein scheint wird es immer geben aber die Tage an denen alles so leicht erscheint und es irgendwie doch geht werden mehr und es wird wieder Tage geben und Momente die dir unglaublich viel Kraft schenken. Die Kraft die wir für alles brauchen 😉
    Die Zwillinge werden älter und werden immer mehr gemeinsam mit ihrer Schwester spielen und spielen wollen und auch umgekehrt wird das so sein.
    Es ist doch so; wir haben ein Dreamteam zuhause dass mit jedem Tag ein Stückchen mehr zusammen wächst 😍
    Mein einziger Rat an dich; nimm einen Tag nach dem anderen so wie er ist. Manchmal sind die Dinge nämlich einfach so wie sie sind und das ist auch gut so.
    Du bist eine tolle Mutter und keine andere Mutter der Welt könnte es so für deine Kinder sein und manchmal (oftmals 😉) heißt es auch einfach Augen zu und durch 😋
    Viel Kraft und viel Freude wünsche ich dir mit deinen dreien!

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