Alltag // Die Zwillinge sind 11 Monate alt – Bye, bye Babyzeit…

Juhuuuu! Er krabbelt!!! Der kleine Floh hat nach langer Übungszeit kurz nach Beginn des 11. Monats angefangen sich fortzubewegen. Auf Knien und Händen. Endlich, endlich! Das war das absolute Highlight des vergangenen Monats und damit endete dann auch endlich die schreckliche Quengelzeit, die mich so viele Nerven gekostet hatte.

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Tja, und was soll ich sagen: jetzt wünschte ich manchmal, dass er NICHT krabbeln könnte. Denn er ist jetzt zwar viel zufriedener, aber räumt auch ALLES, wirklich ALLES aus, was er in die Finger kriegt. Und nicht nur so ein bißchen – NEIN! Er wühlt und reißt alles aus Schränken und Regalen was seine kleinen Händchen zu fassen kriegen. Da ist er ganz anders veranlagt als die Minimotte, die zwar auch gern alles ausräumt aber viel gesitteter…:-)

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Und dann geht´s auch schon weiter…

Kaum war er also mobil fing er kurze Zeit später auch an sich hochzuziehen. Zuerst nur in den Kniestand, mittlerweile steht er hin und wieder auch auf seinen Füßchen und freut sich dann wie ein Schneekönig. Ich staune nun täglich darüber, wie aus diesem kleinen unzufriedenen, unruhigen und dünnen Schreibündel, der sich auf nichts konzentrieren konnte, weil er so mit sich selbst beschäftigt war, ein solch fröhlicher, properer und kommunikativer kleiner Junge geworden ist. All unsere Geduld und Mühe mit ihm hat sich offensichtlich ausgezahlt. Man merkt nun mit jedem Tag mehr, dass er im Leben angekommen ist und sich darauf freut die Welt zu entdecken.

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Und was macht die Minimotte?

Die Minimotte krabbelt noch immer nicht, robbt nur vorwärts und geht weiterhin viel in den Vierfüßler um sich hochzuziehen oder sich hinzusetzen. An Möbeln steht sie sicher und hantiert mit beiden Händen (zum Beispiel auf dem Tisch) herum. Der Floh lässt oft im Kniestand beide Hände los und hockt dann aufrecht auf seinen Knien um etwas zu untersuchen. Das sieht besonders dann lustig aus, wenn er merkt, dass er „freihändig“ kniet. Dann beschleicht ihn plötzlich Panik, man sieht es ihm im Gesicht an und er greift blitzschnell nach etwas um sich festzuhalten.

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Feinmotorisch ist er – sicher auch aufgrund seiner verkürzten Daumensehne – noch nicht ganz so weit wie die Minimotte. Die wiederum überraschte uns im vergangenen Monat damit, dass sie ohne Schwierigkeiten Klipp-Tupperdosen öffnen kann. Als es eines Morgens plötzlich sehr still war und ich gucken ging, saßen die Zwillinge freudestrahlend in der Küche auf dem Boden, zwischen sich ihre Tupperdose mit den Hirse-Kringeln und knabberten freudestrahlend einen nach dem anderen. Ich hatte die Dose in meiner Tasche gelassen, die auf dem Boden stand.

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Mama, ich fütter´ Dich…

Außerdem ist die Minimotte nun äußerst fürsorglich. Sie füttert den Papa und mich regelmäßig mit ihren angelutschten Brotkanten, Hirsekringeln oder sonstigem Essen was sich gerade in ihrer Hand befindet. Sie reicht uns alle möglichen Spielzeuge und freut sich, wenn man sie zurückgibt. Sie streckt die Ärmchen nach uns aus und will in den Arm, sie winkt und klatscht in die Hände, sie dreht den Kopf weg wenn sie satt ist und schaut in die richtige Richtung wenn ich mit dem Finger auf etwas zeige (das macht der Floh auch schon). Wenn ich mit der Zahnbürste um die Ecke biege werden beide Zwillis ganz aufgeregt und öffnen den Mund. Sie lieben Zähneputzen (hoffentlich bleibt das so 🙂 ). Da beide mittlerweile 6 Zähnchen haben (4 oben, 2 unten) lohnt sich das Putzen auch schon ordentlich.

Beide freuen sich einen Keks, wenn ich, die Motte oder der Papa zur Tür reinkommen. Sie lachen und juchzen und rudern mit Ärmchen und Beinchen. Auch gegenseitig finden sie sich nun zunehmend interessanter. Sie fummeln sich im Gesicht, im Mund, in den Ohren und der Nase rum, ziehen sich gegenseitig die Mützen vom Kopf und machen jede Menge Quatsch miteinander. So sitzen sie zum Mittag beispielsweise im Hochstuhl nebeneinander, der eine zieht am Lätzchen des anderen und beide lachen sich kaputt. Besonders süß ist es auch, wenn die Minimotte dem Floh den Schnuller rauszieht und dann versucht ihn wieder reinzustecken. Könnten sie endlos spielen und beide kichern wie verrückt. Außerdem halten sie oft Händchen und die Minimotte füttert den Floh (genau wie sie uns und die Motte füttert). Mein Herz schmilzt jedes Mal dahin.

Zwillinge

Und immer noch wird die große Schwester heiß geliebt…

Nach wie vor ist natürlich auch die große Schwester interessant. Jede Geste, jeder Schritt, jeder Quatsch wird genau und sehr interessiert verfolgt und oft mit großem Gelächter begleitet. Immer öfter kommt es nun auch vor, dass die drei zusammen im Kinderzimmer spielen, so dass ich tatsächlich ab und zu 10 Minuten für mich habe :-). (Nicht dass mir dann einfallen würde, was ich damit anfangen kann, meist reicht es um die Spülmaschine ein oder auszuräumen).

Gegessen wird jetzt hier wie ein Weltmeister. Es scheint, als wollten die beiden alles nachholen, was sie in den ersten Monaten so konsequent verweigert haben. Milch gibt es hier nur noch morgens früh nach dem Aufwachen und abends vor dem Zubettgehen. Ansonsten wird querbeet gegessen: Brei und Fingerfood – und auch da alles ganz abwechslungsreich. Von Brot über Obst, Kartoffeln, Nudeln und Gemüse. Sie dürfen eigentlich fast alles probieren und tun das auch mit Begeisterung.

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Schlafen, schlafen, schlafen…

Schlaftechnisch hat sich nicht viel verändert. Beide schlafen nach wie vor sehr gut nachts und ohne Mahlzeit durch. Es gibt allerdings immer noch Abende, an denen sie schwer zu Ruhe kommen und immer mal wieder wach werden. Witzigerweise schlafen sie dann ab 23.00 Uhr aber garantiert fest. Dafür sind beide konsequent morgens um 5.00 Uhr wach – gääähn! Jubeln können wir, wenn sie es mal bis 6.00 Uhr schaffen. Wir haben schon versucht sie abends später hinzulegen – hilft alles nix. 5.00 Uhr stehen sie auf der Matte 🙁 Ich hoffe sehr, dass sich das nach dem Kita-Start vielleicht nochmal ändert.

Für mich heißt es nun ganz bald Abschied nehmen: vom Babyjahr, dass mir anfangs viel zu langsam, und nun viel zu schnell vergeht. Meine beiden Zwerge haben in genau 22 Tagen Geburtstag und werden 1 Jahr alt! Ich blicke zurück auf viele, viele sehr anstrengende und viele, viele wunderschöne Stunden und Tage und freue mich auf alles was uns im 2. Lebensjahr erwartet…so viel ist sicher: es wird aufregend!

Alles Liebe,

Eure Anna

2 Comments

  • Silva

    14. Juni 2016 at 7:49

    Wahnsinn 😍 und mit einem Mal machen sie einen riesigen Fortschritt. Ich bin immer noch am schmunzeln 😃 wie die zwei miteinander rumalbern, kann ich mir so richtig vorstellen 😃

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