Hamburg mit Kindern und umsonst // ein Nachmittag im Wildgehege Klövensteen

Am Freitag begann der Tag so richtig scheiße. Die Motte hatte am Donnerstag schon Fieber, das am Freitag zwar weg war, aber da sie noch immer eine Erkältung mit sich rumschleppt, habe ich sie noch zu Hause behalten und nicht in die Kita gebracht. Da die Minimotte im Moment sehr schlecht schläft und meist nicht vor 22.00 Uhr zur Ruhe findet, morgens aber wie gewohnt zwischen 5.30 und 6.00 Uhr wach ist, sind die Morgende sowieso eine Qual, weil sie total übermüdet ist. Da hier aber noch zwei andere Kinder rumspringen schläft sie natürlich nicht nochmal ein.

Und weil es der Motte hier zu Hause morgens eigentlich zu langweilig ist und sie immer Action braucht, versucht sie mich vollständig zu vereinnahmen und quengelt ohne Unterlass, wenn ich mich nicht die ganze Zeit mit ihr beschäftige. Dazu kommt noch, dass sie wegen jeder Kleinigkeit anfängt zu trotzen. Wenn sie zum Beispiel fragt, ob sie Peppa Wutz schauen darf und ich ihr sage: „Nein, jetzt nicht“, dann macht sie einen Riesenaufstand.

Gegen Mittag war ich also schon durch mit meinen Nerven: eine quengelnde Motte, eine übermüdete – und ebenfalls quengelnde – Minimotte und ein dauerhungriger kleiner Floh. Ich hatte in vier Stunden schon mehr gemotzt und geschimpft als ich eigentlich wollte 🙁

Nachdem die Motte dann auch noch die Zwillinge nach einer halben Stunde aus ihrem Mittagsschlaf aufweckte war ich echt bedient. Ich musste unbedingt raus, sonst wäre ich geplatzt.

Wenn nichts mehr geht: ab nach draußen

Also hab´ ich mir alle drei Kinder geschnappt, schnell das Nötigste zusammengepackt und bin ins Wildgehe Klövensteen gefahren.

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Wir lieben dieses kleine Wildgehege, was mitten in einem riesigen Wald liegt sehr. Überhaupt liebe ich es im Wald spatzieren zu gehen. Das entspannt mich ähnlich wie ein Tag am Meer. Diese Stille und die Atmosphäre hat etwas Magisches – das Gefühl ist ganz schwer zu beschreiben, aber vielleicht wissen Einige von Euch was ich meine.

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Das Wildgehege Klövensteen kostet keinen Eintritt, daher fahren wir ganz oft für ein oder zwei Stündchen hierher.

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Die Gehege

In den ersten zwei Gehegen gibt es ein Frettchen und einen Waschbär zu sehen, die allerdings tagsüber meist schlafen.

Ein Stückchen weiter gibt es eine große Uhu-Volière. Der große Vogel ist allerdings meist schwer zu entdecken, aber die Motte hat eine diebische Freude daran ihn zu suchen. Auch heute saß er versteckt zwischen zwei Tannen hoch oben im Baum.

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An jedem Gehege gibt es schöne große Info-Tafeln, die sehr kindgerecht erklären, was die Tiere gern fressen, wie sie leben, wie groß und wie alt sie werden können und, und, und.

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Nachdem man den großen Ententeich passiert, neben dem ein Schaukasten mit einem Bienenvolk steht, der im Winter allerdings entfernt wird, da das Bienenvolk zu klein ist, um ohne die Imker die kalte Jahreszeit zu überstehen, gelangt man zu den Wildschweinen.

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Diese bewohnen eine große Anlage mit einem Teich in der Mitte  und haben – sehr zur Freude der Motte und – ich gestehe – auch mir, gerade Baby-Frischlinge. „Ohhhh wie süß!“

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Aber auch die etwas größeren Frischlinge sorgten für viel Begeisterung. Die Motte wollte heute wirklich lange am Wildschwein-Gehege verweilen, sonst interessiert sie sich eigentlich eher für das Damwild.

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Wildgehege Klövensteen

Im Damwild-Gehege ist die Nachwuchs-Zeit im Mai/Juni. Leider waren heute nur Rehe und Hirsche auf der großen Wiese zu sehen und nicht im Wald.

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Und auch die Mufflons, die hier angeblich leben waren weit und breit nicht zu sehen. Das hat uns aber nicht weiter gewundert, denn wir haben die Mufflons hier überhaupt noch nie gesehen.

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Tobe- und Klettermöglichkeiten

Was ich besonders schön finde: die Wege sind überall schön breit und auch mit Kinderwagen gut zu befahren. Aber man sollte feste Schuhe einpacken, da sie oft nicht befestigt sind. Man wandert halt durch einen Wald. Die Motte findet überall Möglichkeiten zu klettern oder zu balancieren und entdeckt immer wieder etwas Neues.

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Am großen Teich hat man übrigens die Möglichkeit sich unterzustellen, sollte man vom Regen überrascht werden. Toiletten gibt es gegenüber dem Eingang am Kiosk „Kleine Waldschänke“. Dort kann man auch einen kleinen Snack bekommen.

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Einziger Nachteil: das Wildgehege Klövensteen ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht ganz so gut zu erreichen. Von der S-Bahn Rissen aus hat man einen etwa 20-minütigen Fußweg vor sich. Sollte man mit dem Auto kommen, gibt es aber ausreichend Parkmöglichkeiten.

Ach ja: der Ausflug lohnt sich übrigens auch ohne Kinder: es gibt viele Spazierwege im angrenzenden Forst, auf denen man stundenlang umherwandern kann…

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Der große Waldspielplatz

Nach jedem Besuch steht für uns noch eine Abschluß-Spielrunde auf dem kleinen Holz-Spielplatz am Eingang auf dem Programm. Es gibt eine große Rutsche, die die Motte heute zum ersten Mal mit der Minimotte auf dem Schoss runtergerutscht ist. Beide hatten einen unheimlichen Spaß. Die Minimotte kicherte und lachte, es war so süß anzuschauen. Der Floh ist noch nicht so zu begeistern. Außerdem können Schaukeln, Sandkasten und Klettermöglichkeiten erobert werden.

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So nahm der Tag dann für uns alle doch noch ein versöhnliches Ende. Ich bekam den Kopf frei und die Kinder hatten Spaß – und das alles ohne einen Cent ausgegeben zu haben!

Was macht Ihr, wenn Ihr nervlich am Ende seid, die Kinder quengeln und Ihr am liebsten alles hinschmeißen würdet? Was hilft Euch beim Runterkommen? 

Ich bin sehr gespannt auf Eure Geheimtipps 🙂

Noch mehr Hamburg-Tipps

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Eure Anna

Das Wildgehege Klövensteen: die Fakten

Website: http://www.hamburg.de/altona/wildgehege-kloevensteen/

Wo?: Sandmoorgweg 160, 22559 Hamburg

Wann geöffnet?: ganzjährig bis Einbruch der Dämmerung

Was kostets?: kostenfrei (eine Spende ist aber jederzeit willkommen)

Hunger?: Gegenüber des Wildgeheges gibt es einen kleinen Kiosk mit kleinen Speisen, Kuchen und Getränken

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