Allergiegefährdet schon im Babyalter? Wie finde ich das raus?

– Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von Aptaclub –

In den letzten Monaten leidet der kleine Floh vermehrt an trockener Haut. Seine kleinen Armbeugen sind oft ganz rot und entzünden sich schnell und auch am Köpfchen bekommt er schnell rote Stellen, wenn wir nicht regelmäßig cremen. Er neigt wohl zu Neurodermitis, hatte eine zeitlang auch ganz, ganz schlimmen Milchschorf, der sich sogar entzündet hatte. Wir haben das konsequent behandelt und nun ist es fast weg. Ein bißchen trockene Schuppen sind noch da, aber das ist nicht der Rede wert. Unser Arzt hat uns dazu eine ganz tolle Creme empfohlen, die wirklich super hilft.

Wußtet Ihr, dass man Allergien (und auch Neurodermitis) auch mit spezieller Milchnahrung vorbeugen kann? Mir jedenfalls war das neu. Ich wusste zwar, dass das Allergierisiko bei Säuglingen erhöht ist, wenn einer oder beide Elternteile eine Allergie haben, aber dass man dazu eine spezielle Nahrung füttern kann, war mir neu. Ich leide unter Heuschnupfen, daher sind unsere Kinder potenziell „allergiegefährdet“, wie mir der Allergie-Test von Apta-Club bestätigte, aber die Motte habe ich damals voll gestillt, also habe ich mich zu diesem Zeitpunkt nie mit Milchnahrung beschäftigt. Ob Eure Kinder auch betroffen sind, könnt Ihr über den o.g. Link übrigens sofort herausfinden. Einfach ein paar Fragen beantworten und schon wisst Ihr, ob Eure Kinder auch ein erhöhtes Allergierisiko haben.

Bildrechte: Aptaclub
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Die Zwillinge stille ich nicht voll, beide werden mit Milchnahrung gefüttert, also wurde es nun Zeit sich doch einmal mit dem Thema zu befassen. Ehrlich gesagt wusste ich noch nicht mal genau, was der Unterschied zwischen normaler Säuglingsmilch und Hypoallergener HA-Milch ist. Hypoallergene Milch ist für Babys geeignet, die aufgrund der Familienanamnese eine allergische Veranlagung aufweisen. HA-Milch wird aus Kuhmilch hergestellt, die jedoch – anders als normale Säuglingsmilch – einem speziellen Verfahren unterzogen wird und damit einen Großteil ihrer allergenen Wirkung verliert. Zusätzlich enthalten die Milchprdoukte von Aptamil eine Mischung aus GOS und FOS (Galactooligosacchariden und Fructo-Oligosacchariden). Verschiedene Studien haben erwiesen, dass allergiegefährdete Kinder, die mit eben dieser hypoallergenen Milch ernährt werden, zweimal weniger Gefahr laufen an einer Allergie zu erkranken, als Kinder die mit einer normalen HA-Milch ernährt werden.

Da wir nun genau wissen, dass insbesondere der kleine Floh eine allergische Veranlagung hat, werden wir wohl in Zukunft mal die HA-PRE-Milch von Aptamil ausprobieren. Aptamil hat ja ein großes Sortiment, nicht nur die PRE-Nahrung, sondern auch alle Folgemilchen sind auch als HA-Version im Handel erhältlich.

Ich bin ja von Natur aus ein eher skeptischer Mensch, was solche Spezialnahrungen angeht. Daher lege ich viel Wert auf die Erfahrungen anderer Mamis und Papis. Hat jemand von Euch Erfahrungen mit HA-Milch gemacht? Gute oder Schlechte? Konntet Ihr eine Besserung von eventuellen Symptomen beobachten, die darauf hingewiesen hätten, dass Eure Kinder allergiegefährdet sind?

Ich bin extrem gespannt auf Eure Antworten und wünsche Euch noch eine schöne Woche

Eure Anna

 

 

6 thoughts on “Allergiegefährdet schon im Babyalter? Wie finde ich das raus?

  1. Huhu,
    diese HA-Nahrung gibt es schon lange. Meine Große habr ich vor 18 Jahren damit schon gefüttert. Allerdings muss ich sagen, dass dies nicht viel genutzt hat. Sie hatte bis zur Schule schon 6 Allergien entwickelt, inkl. Asthma bronchiale. Heute hat sie noch Heuschnupfen dazu. Bei den Kleinen haben wir daher schon drauf verzichtet, denn wir sind beide allergisch gegen Einiges, so dass dies wohl „vererbt“ ist.

    LG Ivi

    1. Oh jee, das hört sich ja nicht so toll an. Danke für Deine Erfahrungen. Ich wusste gar nicht, dass es diese Nahrung schon sooo lange gibt. Wir leiden beide nicht unter Neurodermitis, daher bin ich nicht sicher ob es vererbt ist…mal abwarten.
      LG, Anna

  2. Hallo Anna,

    mein Mann hat schwere Neurodermitis – daher haben wir unsere Maus von Anfang an mit PreHA-Milch gefüttert (nachdem Stillen nicht geklappt hatte).

    Leider hat die Neurodermitis trotzdem keinen Bogen um sie gemacht, sondern sie hat seit sie 3 Monate alt war mit Hautbeschwerden zu kämpfen. Im Babyalter war es ganz extrem – teilweise hatte sie nässende Wunden am ganzen Körper (durchs Robben war z. B. der Bauch ganz aufgeschürft) und beim Spielen hat sie jede Gelegenheit (z. B. Steinkanten auf dem Spielplatz) genutzt, sich die Handgelenke aufzukratzen – mein Herz hat geblutet, sie so leiden zu sehen!!!

    Als es ganz extrem war, hat uns der Kinderarzt (der übrigens auch für die HA-Milch plädierte) dann eine Kortison-Salbe verschrieben, mit der wir erst einmal einen Monat lang eine Grundlage schaffen konnten und die Maus kurzfristig von ihren Leiden befreien konnten. Die haben wir dann später gezielt eingesetzt, wenn ein neuer Neurodermitis-Schub sich breit machte.

    Als sie 14/15 Monate alt war, haben wir die PreHa-Milch dann schrittweise gegen normale Kuh-Milch ausgetauscht.

    Mittlerweile ist die Maus fast 3 Jahre alt und hat eine halbwegs stabile Haut. Eine Ei-Allergie ist ärztlich nachgewiesen, aber wenn wir das bei ihrer Ernährung berücksichtigen, dann kommen wir mit zweimal täglich cremen (Bübchen Calendula Milk kann ich da empfehlen – oder, wenn die Haut mal etwas gestresster ist, Fettcreme mit Mandelmilch) gut über die Runden. Nur noch ganz, ganz selten brauchen wir noch mal ein Tröpfchen der Kortison-Creme.

    Laut Kinderarzt ist das allerdings nicht verwunderlich. Wenn man die Neurodermitis früh genug behandelt und kontrolliert, ist sie wohl ganz gut in den Griff zu kriegen. Je früher sie auftritt, umso größer sind die „Heilungs“-Chancen (wobei die Maus sich wohl ein Leben lang gründlicher eincremen muss als andere).

    Ich wünsch dir und deinem Floh alles erdenklich Gute, dass sich das bei ihm auch im Laufe der Zeit gut verwächst und er nicht allzu sehr leiden muss.

    Liebe Grüße,
    Katrin

    1. Liebe Katrin, vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Ach mensch, Eure arme Maus. Kortison hatten wir für den Kopf auch – das hat super geholfen. Wir nutzen es ab und zu wenn die Stellen zu rot werden, ansonsten helfen wir uns auch mit Fettcreme mit Mandelcreme 🙂 Es macht mir Hoffnung, dass man das Problem in den Griff kriegt, wenn man früh genug anfängt…
      Liebe Grüße, Anna

  3. Der Papa der drei hat Heuschnupfen und diverse leichte Kreuzallergien. Die große bekam schon HA-milch und bei den Zwergen habe ich gar nichts anderes die ersten 6 Monate genommen. Bei Sohnemann hat es nix genutzt. Seine Neurodermitis war ab Tag der Geburt (damals war noch nicht klar, dass es tatsächlich Neurodermitis ist, das stellte sich erst im dritten Monat raus). Es gab zum Teil äußerst heftige Schübe, aber das bis dahin schlimmste war die Hand-Mund-Fuß-Krankheit, die sich genau auf die neurostellen drauf gesetzt hat. Es war fürchterlich. GsD sind alle auch gegen Windpocken geimpft, ich mag mir gar nicht ausmalen, was die zusätzlich zu allen Krankheitsbildern auf Neurodermitis-haut anstellen…

    1. Oh je, das hört sich ja schrecklich an. Bei uns ist es Gott sei Dank im Moment ganz ok. Wir müssen einfach beobachten, wie es sich entwickelt und drücken mal fest die Daumen.

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