Alltag // 9 Monate Zwillingseltern – wir wollen die Welt entdecken!!

Schon wieder ist ein Monat vorbei. Diesmal gab es viele Höhen, aber auch viele Tiefen. Die Zwillinge und ich waren in der Woche vor Ostern richtig fett krank und entsprechend nölig, quengelig und wollten eigentlich nur schlafen – verständlicherweise. Die Entwicklung lag also zwei Wochen brach…das ist natürlich Quatsch, aber gefühlt hat sich in der Krankheits-Woche, und auch in der Woche danach, in der beide noch sichtbar angeschlagen waren, so gut wie gar nichts getan.

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Ein Viertel der Babyzeit ist rum

Dennoch haben wir nun tatsächlich schon drei Viertel der Babyzeit hinter uns gebracht – beide sind zu unglaublich fröhlichen Babys herangewachsen, die aus unserer kleinen/großen Familie gar nicht mehr wegzudenken sind.

Die Minimotte hat das Robben nun perfektioniert und ist unglaublich schnell geworden. Und sie beginnt sich aus dem Liegen an niedrigen Dingen – wie zum Beispiel der Babyschale oder der Wippe – hochzuziehen. Dabei wendet sie eine unglaubliche Kraft auf und gibt nicht auf, bis sie oben ist. Dann hockt sie im Kniestand vor Babyschale oder Wippe und untersucht ausführlich alle Ösen, Gurte und Etiketten 🙂

Außerdem müssen wir nun verstärkt darauf achten, was wir auf dem Couchtisch ablegen. Denn auch da angelt sie schon fleissig und versucht sich ebenfalls hochzuziehen. Das schafft sie noch nicht, nach meiner Einschätzung ist das aber nur noch eine Frage der Zeit. Trotzdem ist es erstaunlich, welche Dinge sie schon auf dem Tisch erreicht – Gläser, Flaschen, Handy…alles wird abgeräumt…

Was wird gespielt?

Auf dem Bauch liegend spielt sie nun nur noch selten mit einem Spielzeug. Dazu begibt sie sich mit Vorliebe in den „Gartenzwergensitz“. D.h. sie legt sich auf die Seite, ein Arm aufgestützt, winkelt ein Beinchen an und stellt es auf und hantiert mit der freien Hand. Das sieht so witzig aus. Die Motte hat das damals auch oft gemacht und sich irgendwann aus dieser Position aufgesetzt. Obwohl die Minimotte bereits bombenfest sitzt, wenn man sie hinsetzt, kann sie sich noch nicht von allein aufsetzen.

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Besonders aufgefallen ist mir außerdem im vergangenen Monat, wieviel Staubflusen hier so auf dem Boden rumschwirren. Und das obwohl wir regelmäßig saugen. Aber dem Pinzettengriff der Minimotte entgeht kein Staubkorn. Ihr könnt Euch nicht vorstellen wieviel Flusen ich im vergangen Monat aus ihrem Mund gepult habe.

Der Floh übt den Pinzettengriff noch nicht – mit Kleinigkeiten hat er sich ja noch nie aufgehalten. Dafür stopft er sich gern mit Papier voll. Wirklich. Er LIEBT Papier. Er zerrupft jede herumliegende Zeitschrift und lutscht und sabbert wie verrückt an den Seiten. Nimmt man ihm das Papier weg schreit er so laut, dass man denken könnte wir würden das Kind misshandeln.

Der Floh bei seiner Lieblingsbeschäftigung: Papier essen...

Der Floh bei seiner Lieblingsbeschäftigung: Papier essen…

Fortbewegung

Auch mit der Fortbewegung hapert es bei dem kleinen Kerl noch. Das frustriert ihn enorm. Immerhin geht er fast pausenlos in den Vierfüßler-Kniestand und wippt wie verrückt vor und zurück. Außerdem schafft er 3-4 Krabbelbewegungen – nur leider in die falsche Richtung 🙂

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Aber immerhin, er krabbelt rückwärts. Ich wünsche ihm so sehr, dass er bald vorankommt, denn immer wenn ich den Raum verlasse protestiert er lautstark, während die Minimotte einfach flink hinterher robbt.

Spielzeug wird nun gern ausgeräumt. Wir haben eine Kiste mit Bauklötzen und ein großes Holzpuzzle, beides wird in mühevoller Arbeit immer wieder geleert. Und wenn die Kiste oder das Puzzle leer ist, werde ich mit erwartungsvollem Blick angeschaut, denn beide warten natürlich drauf, dass ich es wieder einräume, damit das Spielchen von vorne losgehen kann 🙂

Sprache

Auch sprachlich hat sich eine Menge getan: die Minimotte probiert ihre Stimme ja schon eine ganze Weile aus. Sie plappert in unterschiedlichen Tonlagen, formt Laute „da,da“, „Baba“, „Mama“ und seit neuestem auch „ladelladelladel“. Außerdem erweckt sie unsere Aufmerksamkeit mit lauten Quietschen und Freudenschreien oder lautem Lachen. Es ist wirklich erstaunlich, wie sie besonders auf den Quatsch den die Motte macht reagiert: sie lacht sich halb tot. Wirklich. Manchmal hat man das Gefühl sie macht sich gleich in die Hose vor Lachen. Ich habe wirklich selten ein Baby so lachen hören. Die Motte findet das natürlich besonders toll und dreht immer mehr auf :-). Ich sage Euch, mit den Mädels kriegen wir noch Spaß.

Immer noch große Geschwisterliebe...aber mittlerweile schwierig alle drei auf ein Bild zu kriegen :-)

Immer noch große Geschwisterliebe…aber mittlerweile schwierig alle drei auf ein Bild zu kriegen 🙂

Das Wort „Nein“ versteht sie übrigens auch schon sehr gut. Sie nährt sich nun oft der Steckdose und versucht diese anzufassen. Immer wenn ich laut „Nein“ sage guckt sie zu mir und hält inne. Dann grinst sie frech und startet einen neuen Versuch und immer so fort.

Auch der Floh hat nun angefangen mit Lauten zu plappern. Bevorzugt erzählt er den ganzen Tag in verschiedenen Tonlagen mit den Silben „baba“…aber auch ein „mama“ ist ab und zu dazwischen – natürlich :-)!

Die Minimotte hat den Floh mit den Zähnchen mittlerweile überholt. Vier süße Beißerchen zählen wir inzwischen: zwei unten und zwei oben. Der Floh hat gerade sein drittes Zähnchen bekommen und das Vierte ist bereits deutlich zu spüren.

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Essen

Auch beim Essen kam in diesem Monat endlich der Durchbruch: bisher haben sie ja jegliche Form von Brei komplett verweigert. Die Minimotte isst nun zumindest 3-4 Löffel Mittagsbrei am Tag, während der kleine Floh inzwischen mit großer Begeisterung mittags allein ein ganzes Gläschen verputzt und anschließend eine halbe Flasche Wasser leert. Bei ihm ist die Mittagsmahlzeit also nun ersetzt – und ich bin sehr erleichert. Bei der Minimotte heißt es nun dranbleiben. Sie wird wahrscheinlich nie ein Brei-Fan, nimmt aber immer noch gern alles an fester Nahrung. Das Schlucken muss sie allerdings noch üben.

Beide liebe es aus dem Glas zu trinken, auch wenn dabei mehr daneben geht als im Mund landet. Ich habe es auch mal mit einer Henkelflasche mit Sauger probiert, damit können beide aber nicht viel anfangen. Ich erinnere mich, dass auch die Motte damals Glas und Becher bevorzugt hat. Also bleiben wir dabei.

Schlafen

Auch zum Thema Schlaf gibt es Neuigkeiten: die Minimotte schläft nun mit zuverlässiger Regelmäßigkeit von 19.00 Uhr bis 5.30 Uhr in ihrem Bettchen durch (ich traue mich kaum es zu schreiben, denn meist folgt dann eine schlechte Phase 🙁 ). Den Floh pucken wir seit seiner Krankheit nicht mehr. Da er hohes Fieber hatte, konnten wir ihn ja eine zeitlang nicht pucken, also haben wir die Gunst der Stunde genutzt und das Pucken dann einfach weggelassen. Seitdem schläft er im Schlafsack bei uns im Bett und macht das prima. Er wird immer mal wieder wach, lässt sich aber schnell beruhigen und schläft meist sofort wieder ein. Eine Milch braucht auch er nur noch ganz selten nachts. Im Moment also gute Nächte für uns. Ihr wisst ja: mehr Schlaf geht immer, aber wir wollen uns nicht beklagen. Tagsüber schlafen beide – witzigerweise – immer noch ausschließlich auf mir. Einmal am Vormittag und einmal am späten Mittag.

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Insgesamt ist es wirklich faszinierend zu sehen, wie neugierig und fröhlich die beiden die Welt entdecken. Alles wird angelutscht, ausführlich betastet und untersucht, ausgräumt und ausprobiert. Und beide interagieren immer intensiver mit uns. Kürzlich hielt mir die Minimotte ihre angelutschte Reiswaffel hin, damit ich davon „probiere“ – hachz, mein Herz schmilzt…

Ich freue mich nun so sehr darauf, die letzten drei Monate meiner Elternzeit mit den Mäusen zu genießen, sie bei all´ihren Fortschritten zu begleiten und staune jeden Tag über diese zwei kleinen Wunder, die uns da nochmal geschenkt wurden!

In diesem Sinne: nehmt Eure Kinder mal fest in den Arm – sie sind ein großes Geschenk!

Habt einen schönen Abend 

Eure Anna

 

 

4 Comments

  • Elawen

    1. Mai 2016 at 20:56

    Hach… Ich bin über „einerschreitimmer“ hier gelandet und hab gleich gestöbert ?
    Ich habe hier die gleiche Konstellation, 1 große (10/09) und die Zwerge (08/13)
    Minitochter ist auch motorisch wesentlich weiter als ihr Bruder, der holt aber immer sprunghaft auf. Nur mit dem reden ist das so ne Sache… ?
    Ach ja, wenn eure minimotte so flink krabbelt, stell die Klobürste hoch. Ehrlich. Meine kleine Hex konnte grad krabbel-robben, bewegte sich schnell ins Bad und es wurde still…. Gar nicht gut.. Ich hinterher gewetzt und hab ihr grad noch die Bürste entrissen, das untere Ende hat sie schon am Mund gehabt. Bäh, hats mich geschüttelt! ?
    Und sonst ist sie auch eine, die am liebsten klettert und turnt, je höher und weiter umso lieber ?
    Da bekommst du noch Spaß ???

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    • Mama Motte

      2. Mai 2016 at 18:34

      Haha, oh ja, die Klobürste habe ich gleich hochgestellt, als sie das erste Mal eifrig drauf zu robbte 🙂
      Überhaupt: man hatte ja schon vergessen, was die Zwerge so alles erforschen. Im Moment sind sämtliche Tische, Stühle und auch der Kaufladen meiner Großen leergefegt, weil sonst ALLES aufgegessen und angeschlabbert wird…

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      • Elawen

        2. Mai 2016 at 19:47

        ????
        Ich hab bei der großen ein türgitter eingesetzt. Die Minihexe hat nur leider sehr schnell das Prinzip erkannt und solange gedoktert, bis sie den Trick raus und auch die kraft hatte. Da war sie so ca 18,19monate. Ihr Bruder hat es erst jetzt geschnallt – mit ca 32 Monaten. Als er rausfand, dass es im Zimmer seiner großen Schwester auch Autos gibt ?

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