Alltag // 10 Monate bei uns – die Zwillinge sind ganz bald keine Babys mehr…

Vor 10 Tagen sind die Zwillinge 10 Monate alt geworden. Ich weiß, ich sage jeden Monat dass die Zeit so schnell vergeht, aber nun sind es tatsächlich nur noch ein paar Wochen und dann haben wir das erste Babyjahr schon hinter uns. Mir kommt es manchmal so vor, als ob ich gestern erst mit den frischgeborenen Zwergen im Krankenhaus lag.

Zwillinge 10 Monate

Besonders als mich – bereits vor einigen Wochen – ein Buch einer lieben Leserin von mir erreichte, das in wenigen Worten und wunderschön illustriert beschreibt, was die Bindung zwischen Mama und Kind ausmacht, wurde mir bewusst, wie schnell die Zeit vergeht. Solltet Ihr im Freundes- oder Bekanntenkreis jemanden haben, der in Kürze Mama wird oder gerade geworden ist, ist „Ich pass auf Dich auf / I will take care of you“ wirklich eine tolle Geschenkidee.

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Denn die Autorin braucht nur ein paar Sätze um die unbeschreibliche Liebe zum eigenen Kind in Worte zu fassen. Und diese sind so kurz wie wahr. Übrigens ist das Buch zweisprachig – englisch und deutsch – erschienen. Hat man die deutsche Version gelesen kann man es einfach umdrehen und dann die englische Version lesen.

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Das wollte ich Euch einfach als kleinen Tipp dalassen, weil ich so gerührt war, bevor ich jetzt erzähle, wie der letzte Monat so war.

Ein unzufriedener Floh…

Der 10. Monat war extrem anstrengend aber auch extrem schön. Das liegt zum einen daran, dass der Floh fast pausenlos quengelt, weil er so schrecklich unzufrieden ist und die Minimotte mit großen Fortschritten die Welt entdeckt.

Motorisch hat der Floh gefühlt keine großen Fortschritte gemacht. Er geht immer noch fleissig in den Vierfüßlerstand, wippt vor und zurück, krabbelt ein paar „Schritte“ rückwärts oder seitwärts – nur nach vorne geht es weiterhin nicht. Und das frustriert ihn so richtig. Daher quengelt er eigentlich pausenlos – außer er wird getragen oder im Kinderwagen herumgefahren. Das zehrt wirklich sehr an meinen Nerven, zumal ich ihm einfach nicht helfen kann. Man merkt ihm deutlich an, dass er unbedingt will – und er ist im Vierfüßler auch wirklich sicher – streckt abwechseld einen Arm zur Seite um nach Dingen zu greifen, hebt abwechselnd ein Beinchen vom Boden – es sieht ein bißchen so aus als würde er turnen – nur voran will es einfach nicht gehen.

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Dafür hat er im Kopf offensichtlich große Fortschitte gemacht. Er isst wie ein Scheunendrescher und hat ordentlich zugelegt. Manchmal habe ich das Gefühl er ist dauerhungrig 🙂 Die Milchmahlzeiten haben wir – bis auf die Morgen- und Abendmilch ersetzt, was ja bis vor ein paar Monaten undenkbar war.

Er sabbert wie verrückt – vermutlich sind 2 bis 10 Zähne in der Pipeline :-). Vier Zähne hat er ja bereits. Außerdem schläft er wirklich gut. In 9 von 10 Fällen schläft er mittlerweile nachts durch, ganz okay Schlaf für uns also.

Und auch sonst scheint er einen großen Satz gemacht zu haben: er liebt es mit mir „Kuckuck“ zu spielen. Dazu zieht er sich selbstständig ein Tuch über den Kopf, wartet kurz um es sich dann mit lautem Lachen wieder wegzuziehen. Selbstverständlich ausführlich kommentiert von mir 🙂 Er ist überhaupt ein ganz lustiger kleiner Kerl geworden – lacht viel, plappert und kommuniziert auf seine Weise mit uns und liebt Quatsch machen mit seiner großen Schwester. Er spuckt zwar immer noch, mittlerweile aber deutlich, deutlich weniger.

Sami

Und eine zufriedene Minimotte…

Die Minimotte krabbelt auch immer noch nicht. Wir haben allesamt das Gefühl sie sieht darin keine Notwendigkeit. Schließlich kommt sie ja robbend blitzschnell voran. In den Vierfüßler geht sie trotzdem regelmäßig – nämlich um sich überall – aber wirklich überall – hochzuziehen. Eine zeitlang blieb sie dann auf den Knien, aber plötzlich stand sie auf ihren Füßchen und räumte mit dem anderen Arm den Couchtisch ab 🙂

Nika

Seitdem übt sie und übt sie wie verrückt. Eigentlich ist nichts vor ihr sicher. Am allermeisten liebt sie die Spülmaschine und die Topfschublade. Kürzlich musste ich sie abhalten, sonst wäre sie gänzlich in der Spülmaschine verschwunden :-).

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Auch die Minimotte isst inzwischen – aber immer noch lieber richtiges Essen als Brei. So gibt es Tage an denen sie ein paar Löffel Brei verdrückt und dann lieber ein Brötchen knabbert. Für mich ist das ok – hauptsache sie isst endlich! Beide lieben es übrigens aus dem Glas zu trinken – auch wenn immer noch viel daneben geht.

Sie hat mittlerweile 5 Zähnchen, aber auch bei ihr scheint noch mindestens ein weiteres im Anmarsch zu sein, auch wenn sie wenig sabbert – dafür fummelt sie ständig mit den Händchen im Mund herum. Nach wie vor schläft sie nachts durch, tat sich aber im vergangenen Monat extrem schwer mit dem Einschlafen. Dabei schlief sie erst problemlos ein, wurde dann nach ca. 30 bis 45 Minuten wieder wach und brauchte dann fast 1,5 Stunden bis sie wieder eingeschlafen war.

Sie ist ja schon immer ein sehr geselliges, zufriedenes und total ausgeglichenes Baby – lacht und plappert eigentlich permanent, ist rundum zufrieden, quengelt eigentlich nie und findet immer etwas womit sie sich beschäftigen kann. Ich könnte ihr wirklich stundenlang zusehen wie sie die Welt entdeckt. Sie interagiert mittlerweile so richtig mit uns – versucht mich mit ihrem angelutschten Brot zu füttern, macht Grimassen, damit ich lache und spielt mit ihrer großen Schwester.

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Und ich? Ich staune jeden Tag wieder, wie aus einem hilflosen Säugling ein kleiner Mensch wird, mit dem man von Tag zu Tag mehr anfangen kann. Natürlich habe ich das schon mal erlebt, aber trotzdem bleibt es auch beim zweiten und dritten Kind erneut ein Wunder.

Auf beide bin ich unheimlich stolz. Sie entwickeln sich so toll. Fast bin ich ein bißchen wehmütig, dass mir nun nur noch so wenig Elternzeit übrig bleibt, auch wenn ich mich sehr darauf freue wieder arbeiten zu gehen und weiß, wie toll es die Motte damals fand, als sie mit der Kita loslegte. Und da ich ja nur halbtags arbeite bleiben ja noch die Nachmittage…

Und die letzten zwei Monate werde ich nochmal so richtig genießen – wir fahren alle zusammen in Urlaub und haben auch sonst noch viel Familienzeit eingeplant….

Gibt es eigentlich Mamis unter Euch, die auch so ein unzufriedenes Quengelkind hatten, weil es einfach nicht vorwärts gehen will? Und wie war es, als endlich der Durchbruch kam? Ich bin sehr gespannt was Ihr erzählt…

Ich wünsche Euch ein schönes langes Pfingswochenende mit viel Familienzeit…

Eure Anna

 

 

 

 

 

 

 

5 Comments

  • Alexandra

    15. Mai 2016 at 8:07

    Liebe Anna!
    Bei uns war das ähnlich. Unser Bub krabbelte mit 5.5 Monaten und unser Mädchen erst mit etwa 7 Monaten. In diesen 6 Wochen war sie auch sehr quengelig, er war ständig in Bewegung und sie Mühe sich ab und es klappte einfach nicht. Dafür hatte sie sehr lange eine riesige Freude als sie dann auch endlich mobil war 🙂
    Wenn der Moment kommt, ist es so schön! Freu Dich darauf und geniess es wenn es soweit ist 🙂
    Liebe Grüße Alexandra

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  • Maru

    15. Mai 2016 at 13:43

    Noch etwa einen Monat, dann bekommen wir unser zweites kleines Wunder endlich zu sehen. Deine Berichte schüren meine Vorfreude immer wieder ins Unermessliche. Und was bin ich neidisch wie toll deine Mäuse schon durchschlafen. Unsere hatte ihre erste durchschlafene Nacht erst kürzlich vor ihrem dritten Geburtstag. Puh! Mal sehen wie das bei Nummer zwei wird.

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    • Mama Motte

      17. Mai 2016 at 11:44

      Hallo Du Liebe, oh, dann wünsche ich Euch erstmal eine ganz tolle Geburt und eine wunderschöne erste Zeit zu Viert. Und was das Schlafen angeht: ich bin natürlich auch froh, dass die beiden schon so toll schlafen – dennoch gibt es natürlich auch immer noch eine schlechte Nacht hin und wieder und die ist dann doppelt anstrengend, weil man es nicht so gewohnt ist. Aber ich will nicht meckern…:-) Ich hoffe, dass Eurer Zwerg dann auch ein guter Schläfer wird – Daumen sind gedrückt…Liebe Grüße

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